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7 Gedanken, die dir deine Angst nehmen – und neuen Mut schenken

Welche Gedanken helfen gegen Angst? Eine Frau lehnt sich aus dem Fenster und genießt die Luft
© Aleshyn_Andrei / Shutterstock
Angst ist zwar grundsätzlich ein wertvolles Gefühl, aber in vielen Situationen ein schlechter Ratgeber. 7 Ideen, wie du deiner Angst mit Mut begegnen kannst.

Angst ist grundsätzlich gut, denn sie schützt uns vor Gefahren – zum Beispiel vor der, irgendwo hinunterzufallen oder von einem Auto angefahren zu werden (praktischerweise klingen die meisten PKWs umso bedrohlicher, je stärker ihr Fahrer aufs Gas tritt ...). Allerdings kann uns Angst auch lähmen und negativ beeinträchtigen, vor allem wenn sie eher vage ist und sich auf etwas Abstraktes wie die Zukunft, Veränderungen oder Ungewissheit richtet. Gerade in solchen Situationen brauchen wir allerdings typischerweise am dringendsten Mut und Optimismus – wie ärgerlich!

Nun heißt es zwar, wir könnten unsere Gefühle nicht steuern, doch das stimmt nur bedingt: Denn unsere Gefühle sind abhängig von unserer Wahrnehmung und die können wir mithilfe unserer Gedanken hinterfragen und verändern (mehr dazu findest du in unserem Artikel "Gefühle verstehen"). Wie? Bei Ängsten können zum Beispiel folgende Memos an sich selbst helfen ... 

7 Gedanken, die dir deine Angst nehmen und Mut machen

1. "Ich bin nicht allein."

Egal in welcher Situation du dich befindest, du musst da nicht alleine durch! Wahrscheinlich hast du Freund*innen oder Angehörige, die dir den Rücken stäken oder für dich das sind, und selbst wenn nicht: Dann gibt es immer noch soziale Einrichtungen und Hilfsangebote wie Ärzte, Therapeuten, Frauenhäuser, Arbeitsvermittler*innen usw. Das ist die schöne Seite unseres Systems: Im Fall der Fälle bietet es ein Netz, das uns auffängt.

2. "Angst zu haben, ist völlig normal."

Wie gesagt: Angst hat grundsätzlich einen Sinn. Du brauchst also nicht damit zu hadern, wenn du Angst empfindest. Meistens verstärkt eine Abwehrhaltung unsere Angst, während sich mit einer akzeptierenden, bejahenden Einstellung automatisch ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit einstellt – und das ist der erste Schritt zum Optimismus. 😊

3. "Bisher habe ich immer alles irgendwie geschafft."

Das Verrückte ist doch: Wir alle wachsen sooo krass an unseren Herausforderungen und mutieren irgendwie immer plötzlich zu Heldinnen, wenn es darauf ankommt! Denk allein mal ans Mama-Sein: So ein wehrloses, kleines Geschöpf großzuziehen und jahrelang mit einem Minimum an Schlaf auszukommen, ist im Vorfeld für viele geradezu unvorstellbar und seeehr beängstigend. Doch die allermeisten Mamas schaffen's trotzdem, wenn das Würmchen erstmal da ist, und oftmals sogar mit Bravour. Vielleicht bist du keine Mama und denkst, du hattest es bisher immer leicht im Leben, aber sieh mal aufmerksamer hin: Du hast garantiert schon ein paar persönliche Krisen gemeistert – und diese schaukelst du auch irgendwie.

4. "Hauptsache, ich bin/habe ..."

Wenn dir etwas Angst macht, besinne dich mit aller Kraft auf das, was dir Mut schenken kann: Dass du gesund bist, geliebt wirst, Unterstützung bekommst, am Leben bist ... Denk daran: So schwer es manchmal ist, das Leben ist ein Geschenk. Und wir müssen damit nichts weiter anfangen oder erreichen, als es anzunehmen.

5. "Es kann nichts Schlimmes passieren"

Schon klar, in unseren Köpfen können sich die schrecklichsten Katastrophen abspielen. Aber wie schlimm – aus objektiver Sicht – kann etwas schon sein, wenn gute 7 Milliarden Menschen auf der Erde nicht das Geringste davon mitbekommen? Selbst wenn unsere kleine Welt mal in Schieflage oder völlig aus den Fugen gerät, dreht sich die große Welt weiter, als wäre alles in Ordnung. Also ... ist es das ja vielleicht auch irgendwie? Zumindest aus einer anderen Perspektive?!

6. "Bei den anderen sieht's auch nur so leicht aus"

Ist es nicht immer schrecklich und noch angsteinflößender, wenn man selbst total verunsichert ist und alle anderen offenbar genau wissen, wo es langgeht? Wenn du das auch so empfindest, haben wir eine gute Nachricht: Niemand hat einen Plan! Alle Menschen sind hin und wieder verunsichert oder machen "einfach irgendwie" weiter, ohne genau zu wissen, wie und warum. Dabei sind die meisten Leute Profis darin, ihre Ängste und Unsicherheiten zu verstecken. Wahrscheinlich sieht es dir auch niemand an, wenn du Angst hast, außer Personen, die dich sehr gut kennen.

7. "In einem Jahr werde ich gar nicht mehr daran denken"

Mal ehrlich: Bei den meisten Ängsten würde doch ein kurzer Trip in die nähere Zukunft genügen, damit wir sie sofort loslassen und uns entspannen könnten. "Finde ich je wieder einen Job?" – drei Monate später hast du einen; "Wie lange halte ich diesen Zustand noch aus?" – ein halbes Jahr später sieht die Welt schon wieder rosafarben aus. Wir wissen im Vorfeld nie, wie lange eine Krise dauert und wie wir wieder hinausfinden, und das macht uns häufig am meisten Angst. Wenn wir dann aber nur einen Blick in die Zukunft werfen und sehen könnten, wie gut es unserem Future-Me geht, wäre unser größtes Problem mit einem Schlag gelöst. Aaalso müssen wir entweder eine Zeitmaschine bauen oder lernen zu vertrauen, dass alles gut wird. Letzteres klappt am besten, indem wir es uns immer wieder einreden und uns Mut zusprechen – und für eine Zeitmaschine braucht man einen Kreuzschraubenschlüssel, zwei Zahnräder und eine Hupe ...😉

sus

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