WG-Casting: Das erwartet dich – und so wird es ein Erfolg!

Dein erstes WG-Casting steht bevor? Hier erfährst du, wie du dich vorbereiten kannst und weitere praktische Tipps auf dem Weg zum neuen Zimmer!

WG-Casting: Junge Frau sitzt lächelnd auf einem Sofa in der Küche
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Eine passende WG zu finden ist nicht immer leicht, gerade zu Semesteranfang sind viele Studenten auf der Suche und gute und bezahlbare Zimmer sind natürlich heiß begehrt! Ob Student oder einfach auf der Suche nach einer spannenden Wohngemeinschaft: Was auf dich zukommt und wie du dich auf ein WG-Casting vorbereitest, erfährst du hier. Die wichtigsten Tipps für dein Kennenlernen mit der WG, siehst du im Video.

WG-Casting – So läuft es ab

1. Vor dem WG-Casting

Das Anschreiben ist doch nicht so wichtig, oder?! Das Casting fängt im Prinzip schon vor dem persönlichen Kennenlernen an. Denn häufig werden WGs, gerade in Studentenstädten und/oder in guter Lage, mit Anfragen überhäuft – das ist oftmals auch der Grund, warum du (und viele andere) keine Antwort erhalten. Aus den vielen Anschreiben müssen sie sich die herauspicken, die sie kennenlernen wollen.

Worauf solltest du also beim Anschreiben achten, um eingeladen zu werden? Nun, dafür gibt es natürlich kein Patentrezept. Auf die Anzeige Bezug zu nehmen (z. B. "Ich suche auch keine Zweck-WG, sondern freue mich darüber mit meinen MBs mal ein Glas Wein zu trinken") und etwas Persönliches zu erzählen (z. B. "Ich liebe es ins Kino zu gehen, am liebsten gucke ich trashige Horrorfilme") bringen dich einer Einladung definitiv näher! Klar, kann ein Teil deiner Nachricht auch vorgeschrieben, sprich copy and paste, sein – aber halt nicht alles. Eine persönliche Note braucht es – trotz anstrengender Suche – dennoch, ihr wollt später ja mal zusammen wohnen!

So kannst du dich auf das Casting vorbereiten

Überlege dir erstmal, was in der Anzeige für das Zimmer stand und wie die WG sich selber beschrieben hat. Welche Fragen tauchen da noch bei dir auf? Wie beispielsweise: Wie ist das WG-Leben, wird Rücksicht aufeinander genommen, z. B. in Prüfungsphasen, wie wird das mit dem Essen/Einkaufen gehandhabt? Schreibe dir sonst auch Fragen auf, die du stellen kannst. Und: Neben solch eher formalen Kriterien, frage auch die Bewohner etwas Persönliches. Entweder überlegst du dir im Vorfeld schon, was du fragen könntest oder du lässt es auf dich zukommen und stellst spontan Fragen. Fragst du gar nichts oder wenig, könnte das als Desinteresse aufgefasst werden.

2. Während des Castings

Wie lange dauert ein WG-Casting?

Wie lange das Casting dauert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie viele Bewerber haben die WG-Mitglieder eingeladen, kommen alle auf einmal zu einer Kennenlernrunde oder nacheinander? Kommen alle hintereinander am selben Tag und die Termine sind eng getaktet? Das alles ist schwer im Vorfeld zu wissen, daher plane ausreichend Zeit ein. Vielleicht dauert es zehn Minuten, vielleicht quatscht ihr euch zwei Stunden fest – wer weiß?!

Was passiert beim Casting?

Meist wird anfangs die Wohnung und "dein" Zimmer gezeigt, bevor sich alle im Wohnzimmer, in der Küche oder in dem freien Raum zusammensetzen und quatschen. In der Regel ist es ein ungezwungenes Kennenlernen – und die potenziellen Mitbewohner haben diese Situation ja oftmals schon selber durchgemacht. Du wirst vielleicht gleich zu Beginn aufgefordert, etwas über dich zu erzählen (du bist ja vorbereitet!💪🏻) und auch zu sagen, warum du ein Zimmer suchst. Die WG erzählt noch etwas über sich – für dich der perfekte Ansatz auch ein paar Fragen zu den Leuten und dem Zusammenleben zu stellen. Fragen könnten sein:

  • Gibt es eine Gemeinschaftskasse?
  • Wie geht ihr mit dem Saubermachen in der WG um?
  • Warum möchte der jetzige Mieter ausziehen?
  • Wie sieht es mit Besuch in der WG aus?
  • Kann mein Haustier mit einziehen?
  • Wie lange wohnst du/wohnt ihr schon hier und in dieser Konstellation?
  • Was unternehmt ihr so zusammen?

Am Ende kannst du von dir aus noch sagen, dass es dir gefallen hat (wenn es wahr ist ...) und fragen, wann sie sich voraussichtlich entscheiden wollen. So weißt du, woran du bist, und musst nicht unnötig warten. Hat dir das Zimmer nicht gefallen, die Leute waren komisch und du kannst dir das gemeinsame Leben mit denen nicht vorstellen – sag das. Vielleicht nicht so, aber ein "Ich habe mir das Zimmer anders vorgestellt" oder "Es ist nicht das richtige für mich" ist absolut kein Beinbruch.

No-Gos 

Verzichte darauf Versprechungen zu machen, die du am Ende doch nicht halten kannst oder willst. Also kein: "Ich backe jeden Sonntag frischen Kuchen für euch", "Ich putze jeden Tag die Küche von unten bis oben" oder "Ich schleppe immer alle Bierkästen in den 5. Stock, kein Problem!"

3. Nach dem Casting

Das ist kein Muss und wird von jedem anders gehandhabt: Wenn du ein gutes Gefühl nach dem WG-Casting hattest, kannst du die WG später noch mal anschreiben und sagen, dass es dir gefallen hat und du dir das Zusammenleben gut vorstellen kannst. Ein paar wenige, knackige Sätze reichen, verzichte am besten auf Lobhudelei. Schreibe wirklich nur, wenn du das Gefühl hast, es passt und die potentiellen Mitbewohner greifen es nicht als Anbiederung auf. Im Normalfall merkt man ja im Laufe des Gesprächs, ob man auf einer Wellenlänge ist – oder halt nicht. Und wenn nicht, die nächste WG ist eine neue Chance und vielleicht die richtige!

Teaserbild: fizkes/shutterstock / Wochit

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