10 Gründe für eine WG - auch jenseits der 30!

Immer mehr Berufstätige leben in Wohngemeinschaften. Weil es günstiger ist, klar. Aber das WG-Leben macht auch aus anderen Gründen noch jede Menge Spaß - wir sagen euch, warum.

Das Leben in einer Wohngemeinschaft ist toll! Ok, meistens ... Aber Millionen Studierende, die Küche, Klausurstress und Kopfschmerzen teilen, können schließlich nicht irren. Das Bemerkenswerte: Wohngemeinschaften werden auch bei Berufstätigen immer beliebter.

Erst kürzlich berichtete "Die Zeit" über den neuen Trend. Grundlage hierfür sind aktuelle Zahlen des Immobilien-Portals "wg-gesucht". Demnach lebt in 34,2 Prozent aller WGs in Deutschland mindestens ein Berufstätiger - vor drei Jahren waren es erst 28,2 Prozent: ein Anstieg um 6 Prozent. Dass mit Hamburg, München und Frankfurt Großstädte auf den ersten drei Plätzen liegen, hat dabei einen ganz pragmatischen Hintergrund: die teuren Mieten in den Metropolen. Hier wird es immer schwerer, bezahlbare Wohnungen zu finden - erst Recht für den, der alleine sucht. Da ist die WG dann oft nur eine Notlösung.

Doch es gibt Menschen, die nicht nur aus Kostengründen in einer Wohngemeinschaft leben - selbst, wenn sie die Uni abgeschlossen haben und im Berufsleben stehen. Hier kommen 10 Gründe für das WG-Leben "im Alter":

Das WG-Leben ist auch nach der Uni toll, ...

1. ... weil wir uns immer alles leihen können

Wer Mitbewohner hat, hat auch immer einen Menschen zum Teilen - und zum Leihen. Bohrmaschine, Luftmatratze, Spargeltopf - all das muss man nicht alles selbst besitzen. Gilt natürlich auch andersherum.

2. ... weil wir toleranter werden

Jeder Mensch hat seine Macken. Und das ist auch gut so. Wenn man mit jemandem zusammenwohnt, kann man nicht anders als eine gewisse Toleranz zu entwickeln - gegenüber den kleinen (und manchmal auch etwas größeren) Eigenheiten des anderen.

3. ... weil wir die Arbeit teilen können

In gemischten WGs von Studis und Berufstätigen gibt es oft jemanden, der morgens lieber zum Bäcker geht, als sich an seine Abschlussarbeit zu setzen. Ganz zu schweigen von unangenehmen Aufgaben wie Badezimmer putzen - schön, wenn man dafür nicht ganz allein verantwortlich ist.

4. ... weil die Kochkünste besser werden

Kochen zu mehreren macht viel mehr Spaß, besonders wenn dabei mehr als Spaghetti mit Pesto rauskommt. Und das tut es bei Menschen mit mehr Lebens- und Kocherfahrung tendenziell häufiger.

5. ... weil die Nächte länger sind

Durchzechte WG-Nächte in der Küche mit viel Wein, Musik und hitzigen Diskussionen werden nicht langweiliger, bloß weil man alle Scheine zusammen hat. Auch, wenn wir am nächsten Tag nicht mehr ganz so schnell hochkommen wie früher.

6. ... weil es verbindet

Das Interesse an anderen Menschen lässt auch nach dem Studium nicht einfach nach - und wo lernt man so unkompliziert neue Menschen (und ihre Freunde) kennen wie in einer WG?

7. ... weil mehr Leben in der Bude ist

Es ist schöner, in einer großen Wohnung mit vielen Menschen als in einer kleinen Wohnung alleine zu wohnen.

8. ... weil immer jemand da ist, wenn wir mal krank sind

Wer mal zwei Wochen mit einer dicken Grippe alleine auf dem Sofa lag und nur alle drei Tage mit der Apothekerin gesprochen hat, weiß, wie gut es tut, wenn abends jemand Suppe für uns kocht, neue Taschentücher kauft und uns DVDs aus der Bibliothek mitbringt. Das können Freunde zwar auch, aber Mitbewohner müssen ja ohnehin in eure Wohnung.

9. ... weil es unseren Horizont erweitert

Euer Mitbewohner hat ein außergewöhnliches Faible? Herzlichen Glückwunsch, ihr jetzt auch. Man kommt zwangsläufig nicht um die Interessen der Mitbewohner herum und kann dabei vielleicht entdecken, wie viel spannende Hobbys es gibt, von dem wir noch gar nichts wussten.

10 ... weil wir uns selbst besser kennenlernen

Wie tolerant sind wir wirklich? Und wo sind unsere Grenzen? Das lernen wir erst so richtig, wenn wir als erwachsener Menschen mit anderen zusammenleben. Nicht selten merken wir dann, dass wir uns viel zu schnell über Kleinigkeiten aufregen, die eigentlich gar nicht so schlimm sind (ist es nicht egal, ob der Toilettendeckel auf oder zu ist?). Und dass wir mindestens genauso viele Macken haben wie unsere Mitbewohner.

Texte: Simone Deckner, Freddy Hansmann, Nina Klein, Julia Müller, Katrin Kunze und Insa Winter

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