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Schlecht drauf? Dieser Gedanke hilft gegen unnötig miese Laune

Wie ärgere ich mich weniger über andere? Eine nachdenkliche Frau sitzt auf einer Treppe
© Jose AS Reyes / Shutterstock
Keine Lust mehr auf schlechte Laune, wenn sie dir gar nichts bringt? Dann solltest du folgenden Gedanken ganz tief verinnerlichen ...

Für schlechte Laune gibt es viele gute Gründe: Albträume, Unterzuckerung, Blähbauch, Überforderung, Langeweile, Unterforderung, Eintönigkeit, Winter – und eine ganze Reihe weitere. In den meisten Fällen können wir dann irgendetwas unternehmen, um unsere Miesepetrigkeit loszuwerden, z. B. einen Apfel essen (das hilft in der Regel sogar gleichzeitig gegen Unterzuckerung, Blähbauch und Langeweile). Und so ergibt schlechte Laune durchaus einen Sinn.

Schlechte Laune als unsinnige Selbstbestrafung 

Manchmal sind aber auch andere Menschen für unsere schlechte Laune verantwortlich. Die Freundin, die einem fünf Minuten vor der Verabredung schreibt, dass sie eine halbe Stunde später kommt. Der Kollege, der seine Aufgabe nicht rechtzeitig erledigt hat, während man selbst sich ein Bein ausgerissen hat, um angemessen zu liefern. Oder der Supermarktkunde, der mit seinem vollen Wagen von hinten an dir vorbeirast, als eine neue Kasse aufgemacht wird, und dich – mit deinem Gläschen Marmelade und einem Päckchen Butter – eiskalt zu weiteren10 Minuten Anstehen verdammt. Vermiesen dir solche Erlebnisse auch die Stimmung? Sollten sie aber nicht! Denn, so ein arabisches Sprichwort:

Sich über jemanden zu ärgern bedeutet, sich selbst für die Fehler anderer Leute zu bestrafen.

Ärger ist eine negative Emotion, die uns alarmiert und auf Dinge hinweist, die nicht nach unserem Willen und unserer Vorstellung laufen. Sinnvoll ist er, ähnlich wie Miesepetrigkeit, wenn er uns dazu veranlasst, dass wir entweder an den Dingen etwas ändern oder an unserer Vorstellung. Wenn uns unser Ärger dagegen einfach nur die Laune verdirbt und wir uns durch ihn schlechter fühlen als vorher, bringt er uns rein gar nichts, sondern kostet uns lediglich wertvolle Energie und Lebenszeit. Insofern ist Ärger über das Fehlverhalten anderer Menschen – im Gegensatz zu Hunger und Langeweile – ein schlechter Grund für schlechte Laune. Statt unseren Ärger kochen und zu Miesepetrigkeit garen zu lassen, sollten wir ihn, sofern andere dafür verantwortlich sind, lieber zeigen und offen kommunizieren. Denn nur dann trifft die Strafe auch die richtigen! 😈

sus

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