8 Merkmale, an denen du schlechte Zuhörer erkennst

Zuhören ist eine Kunst, die nur wenige Menschen wirklich beherrschen. Woran du Zuhör-Dilettanten erkennst.

Richtig zuzuhören verlangt einem Menschen einiges ab: Man braucht ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein, Empathie, emotionale Intelligenz, Interesse, Geduld, und todmüde oder gestresst sollte man am besten auch nicht sein. Tatsächlich kommen all diese Dinge nur bei wenigen Menschen zusammen, deshalb ist Kommunizieren oft weniger fruchtbar und befriedigend, als es sein könnte. Merkmale, die dir verraten, dass dein Gesprächspartner dir bestenfalls mangelhaft zuhört ...

8 Merkmale, an denen du schlechte Zuhörer erkennst

1. Sie unterbrechen dich, bevor du ausgeredet hast.

Kurz nachgedacht oder Luft geholt und – BÄM! – hat dein Gegenüber plötzlich das Wort. Schlechte Zuhörer lassen ihre Gesprächspartner selten in Ruhe aussprechen. Verständlich: Wer dem Inhalt nicht folgt, merkt ja auch nicht, dass noch etwas fehlt ...

2. Sie vervollständigen deinen Satz.

Sie selbst meinen vielleicht, sie zeigten damit, wie gut sie dich kennen, doch in Wahrheit outen sich Leute, die anderer Menschen Sätze vervollständigen, als schlechte Zuhörer. Denn: Wer denkt, zu wissen, was andere sagen wollen, schon bevor sie es sagen konnten, glaubt in den meisten Fällen auch, nicht mehr zuhören zu müssen, weil er das Folgende ja seiner Ansicht nach schon kennt. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach.

Sympathische Frau

3. Sie antworten wie aus der Pistole geschossen.

Wer in Gesprächen wie der Blitz reagiert und immer sofort antworten kann, ohne zu überlegen, denkt wahrscheinlich schon über seine Äußerung nach, während du noch redest. Das wiederum bedeutet, diese Person hört dir nur mit geteilter Aufmerksamkeit zu.

4. Sie lenken das Gespräch immer auf sich.

Arrogante, unsichere Menschen sind fast immer auch schlechte Zuhörer, weil sich ihre Gedanken weitestgehend um sie drehen. Bemerkbar macht sich das in einem Gespräch dann, sobald sie ihre Gedanken aussprechen – also von sich reden.

5. Sie merken nicht, wenn du "covfefe" sagst.

Den Begriff "covfefe" prägte der US-amerikanische Präsident Donald Trump bei Twitter und er steht für inhaltslosen Quatsch. Was mit diesem Punkt gemeint ist: Wenn dir dein Gegenüber nicht richtig zuhört, kannst du ihm jeden beliebigen Schwachsinn erzählen, ohne dass es das merkt. Du kannst sogar ausgedachte Wörter wie covfefe, Banaffe oder Affane verwenden und es wird deinen Gesprächspartner nicht einmal stutzig machen.

6. Sie erinnern sich nicht an das, was dich bewegt (hat).

Niemand kann sich alles merken, was man ihm erzählt. Wer anderen jedoch aufmerksam zuhört und folgt, spürt, wenn sie über etwas reden, das sie tief berührt oder bewegt – und wird dazu ebenfalls etwas fühlen (wie gesagt, gute Zuhörer sind nämlich empathisch). Was wir wiederum mit Emotionen verknüpfen, vergessen wir nicht so leicht. Heißt also: Wenn du deiner Freundin dein Leid bezüglich deiner Rückenschmerzen klagst und sie zwei Wochen später keinen Plan hat, was du bei der Physiotherapie zu suchen hast, ist sie offensichtlich eine schlechte Zuhörerin.

7. Sie antworten mit Standardsätzen.

"Anderen geht's noch schlechter", "Zeit heilt alle Wunden", "im Leben geht es immer auf und ab" – jeder weiß, dass solche Floskeln nur dazu da sind, Leuten zu vermitteln, sie sollen die Klappe halten, ihre Probleme im Stillen mit sich ausmachen und niemanden damit nerven. Deshalb benutzen sie schlechte Zuhörer relativ oft. Auf ihre Gesprächspartner gezielt und individuell einzugehen überfordert sie, da sie dafür schließlich zuhören müssen. Und so ziehen sie sich gekonnt und routiniert mithilfe diverser grauenhafter Sprichwörter und Plattitüden aus der Affäre. 

8. Sie stellen keine Fragen.

Schlechten Zuhörern geht es nicht darum, dich zu verstehen, deshalb stellen sie dir auch keine Fragen. Was du sagst, interpretieren sie so, dass es ihnen in den Kram passt, und benutzen es, um selbst etwas sagen zu können.

sus