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Wetten?! Diese simple Fähigkeit macht dich zu einem besseren Menschen

Wie kann ich meine Performance steigern? Eine entspannte Frau mit einem Gänseblümchen im Mund
© Yuricazac / Shutterstock
Nicht dass es hier irgendjemand nötig hätte! Aber wären wir nicht alle gerne "unser bestes Ich" und würden unsere Potenziale ausnutzen und weiterentwickeln? Können wir – wenn wir nur eine Fähigkeit beherrschen.

Selbst wenn wir mit uns zufrieden sind, die meisten Menschen wären gerne in irgendetwas besser: Bessere Freunde, bessere Töchter, bessere Mütter, besser in ihrem Job, besser geformt, besser gelaunt, besser ausgeschlafen oder besser gestylt. Das ist gar nicht verwerflich, sondern völlig normal – schließlich wollen wir, auch wenn wir uns lieben oder immerhin akzeptieren, nicht einfach nur auf der Stelle stehenbleiben.

Der persönliche Wunsch nach Weiterentwicklung und sein unpersönlicher Nutzen 

Industriezweige wie die Fitnessbranche versuchen uns netterweise dabei zu helfen, "die beste Version unseres Ich" zu werden. Z. B. indem sie uns Personaltrainer zur Seite stellen, die Vorteile eines Proteinriegels im Vergleich zu Schoki vor Augen führen und Apps entwickeln, die uns verraten, wie viele Kalorien wir zu uns nehmen sollten. Auch einige Arbeitgeber*innen setzen bei ihren Angestellten voll und ganz auf ihren Selbstoptimierungstrieb und honorieren, wenn jemand besonders ehrgeizig und perfektionistisch ist.

Um es kurz zu fassen: Der Wunsch sich zu verbessern und über sich hinauszuwachsen, der in den meisten von uns irgendwie steckt und an sich völlig legitim ist, wird von diversen (vor allem wirtschaftlichen) Seiten befeuert und zum Teil ausgenutzt. Problem: Unter anderem das trägt erheblich dazu bei, dass wir vor lauter Eifer und Motivation völlig aus den Augen verlieren, was am wichtigsten ist, um besser zu werden – entspannen können!

Warum uns Verbissenheit zu schlechteren Menschen macht

Egal worum es geht, Verbissenheit und anhaltender Druck führen so gut wie immer dazu, dass wir underperformen: In Freundschaften und anderen intimen Beziehungen fördert Verbissenheit etwa Zwang oder gekünsteltes Verhalten und steht der natürlichen Entwicklung einer tiefen, ehrlichen Verbindung im Weg. Im Job sind Folgen von anhaltendem Druck oft Fehler, Verlust unserer Kreativität, mangelnde Teamfähigkeit oder auch Burnout. Was den Bereich Aussehen und Figur angeht: Abhängigkeiten (etwa von gewissen Fitnessroutinen) und gestörtes Essverhalten sind nicht selten die Resultate eines überehrgeizigen Fitnessplans. Verbissen sind wir einfach nicht wir selbst und das ist eine ganz schlechte Voraussetzung – sowohl um zu wachsen als auch um unser Bestes zu geben. 

Anstrengungen ja, Dauerstress nein

Natürlich sind Disziplin und Anstrengung wichtig, um voranzukommen. Temporärer Druck kann sogar nachweislich unsere Leistungsfähigkeit steigern und uns Dinge fertigbringen lassen, die wir unter entspannteren Bedingungen nicht zustande gebracht hätten. Aber Dauerstress bewirkt das Gegenteil. Dauerstress und ständige Verbissenheit machen uns kaputt und zu schlechteren Menschen (und Performern), als wir sein könnten. 

Dagegen hilft uns die Fähigkeit zu entspannen dabei, besonnenen zu handeln, das große Ganze wahrzunehmen und Projekte geduldig, dafür aber nachhaltiger anzugehen – und natürlich unsere Energiespeicher aufzufüllen. Entspannt fühlen wir uns glücklicher, sind belastbarer, souveräner, großzügiger, verständnisvoller, weniger reizbar, kreativer, mit mehr Freude bei der Sache und einfach mehr wir selbst. Heißt also: Wenn wir wirklich das Beste aus uns herausholen wollen, sollte entspannen lernen ganz oben auf unserer To-Do-Liste stehen!

sus

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