Wie viele Vorurteile hast du? Mach den Test!

Du glaubst, du bist allen Menschen gegenüber aufgeschlossen? Dann mache den Test - und schau, wie du wirklich tickst.

Ob es um Menschen mit einem bestimmten Geschlecht, Herkunft, Beruf oder Sexualität geht: Wir alle haben irgendwelche Vorurteile - wenn nicht ausgeprägt, dann ganz subtil. Kennst du es etwa nicht, wenn du einen Menschen triffst und dir binnen Sekunden ein Bild von ihm machst? Oft weißt du gar nicht genau, was den ersten guten oder schlechten Eindruck beeinflusst hat – aber du weißt: Du magst diesen Menschen oder du magst ihn nicht.

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Warum bilden wir uns so schnell eine Meinung?

Dahinter steckt keine Magie. Oft bilden wir uns eine schnelle Meinung über einen Menschen, die auf Vorurteilen basiert - ob wir es wollen oder nicht. Grundsätzlich erleichtert uns Stereotypen-Denken auch das Leben. Wir können schneller Entscheidungen treffen und Eindrücke für uns einordnen. Vorurteile helfen uns also dabei, die Flut an Informationen in unserem Alltag zu bewältigen.

Schwierig wird es nur, wenn Menschen durch unsere Typisierung benachteiligt werden. Vielleicht umgibt man sich nicht gern mit Immigranten – oder man traut Frauen in Führungspositionen weniger zu. Vielleicht glaubt man, Beamten seien faul und reiche Leute arrogant. Alles Quatsch – doch unser Gehirn macht manchmal mit uns Dinge, die wir eigentlich gar nicht gutheißen. Oft kann es aber helfen, dass wir uns darüber bewusst werden, an welchen Stellen wir Stereotype anwenden.

Entlarve deine Vorurteile!

Doch wie bekommen wir heraus, wie viele Vorurteile wir wirklich haben? Ein Test der Harvard University bringt Licht ins Dunkel – er nennt sich "Implicit Association Test" und basiert auf folgende Vorgehensweise:

Mittels eines Tastenkombinationstests wird ermittelt, welche Assoziationen die Testpersonen aufweisen.

Ein Beispiel für dieses Verfahren wäre diese Aufgabenstellung:

Zuerst soll man in zwei separaten Durchgängen Begriffe in die Kategorien alte Menschen/junge Menschen oder positiv/negativ einordnen. Sieht man beispielsweise das Wort "ergraute Frau" drückt man entweder die linke Taste (ältere Menschen) oder rechte Taste (junge Menschen). Hier ist der Fall klar: "Ältere Menschen" ist die Antwort. Genau so beim Wort "happy", das in die Kategorie "positiv" gehört. Ist die rechte Taste mit "positiv" belegt, drückt man entsprechend darauf.

Später werden die Tasten doppelt belegt, zum Beispiel mit "ältere Menschen/negativ" und "junge Menschen/positiv" – und andersherum.

Was man ermitteln will: Bei welcher Tastenbelegung reagieren die Testpersonen am schnellsten? Können sie etwa die gezeigten Begriffe bei derselben Tastenbelegung von "ältere Menschen" und "negativ" deutlich schneller einordnen, dann haben sie eine negative Assoziation zu älteren Menschen.

Klingt erst mal kompliziert, ist aber eigentlich ziemlich logisch!

Hier kannst du dich testen: Implicit Association Test. Wir wünschen dir viel Spaß!

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