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Kurioser Effekt Darum wirkst du auf andere attraktiver, als du denkst

Wirkung auf andere: Frau mit rosa Haare
© WAYHOME studio / Shutterstock
Du glaubst, andere nehmen dich als unscheinbar oder gar unattraktiv wahr? Wenn du dich da mal nicht irrst ...

Die meisten Menschen sind eher selbstkritisch, wenn es ums Aussehen geht. Die Haare sind zu dünn, der Bauch zu dick, die Beine zu kurz ...Wahrscheinlich findet auch ein Topmodel irgendetwas an sich, das ihr nicht gefällt. Wie gut, dass anderen das gar nicht auffällt. Denn eine Studie zeigt, dass wir uns oft kritischer betrachten als unser Umfeld. Das an sich ist jetzt für dich wahrscheinlich keine bahnbrechende Erkenntnis. Der Grund, warum das so ist, aber wahrscheinlich schon.

Wir kennen uns einfach zu gut

Nicholas Epley, Verhaltensforscher der University of Chicago, und Tal Eyal, Psychologin an der israelischen Ben-Gurion-Universität haben untersucht, warum man sich selbst anders sieht als andere. Das Ergebnis: Es liegt daran, dass wir uns viel besser kennen, also mehr Informationen über uns haben. Andere bewerten uns auf einer ganz anderen Basis, betrachten nicht jedes kleine Detail, weil sie es gar nicht können. Und denken vieeeeel weniger über uns nach, als wir glauben.

Der Trick, um sich selbst so zu betrachten, wie es andere tun, ist, sich von diesen Detail-Informationen freizumachen und einfach mal zu schauen, was da ist. Ist dein Haar nicht eigentlich ziemlich schön? Du trägst eine Brille, wirkt das nicht schlau? Und hast du nicht wirklich höfliche Manieren? Mehr sieht dein Gegenüber nämlich erstmal nicht von dir. Distanz zu sich selbst ist also der Schlüssel, wenn man wissen will, wie andere einen sehen. Laut Forscher würde man zum Beispiel auch ein Video oder Foto von sich besser bewerten, wenn man es nicht sofort an dem Tag, an dem es geschossen wird, betrachtet. Probier es mal aus!

Sei selbstbewusst, wenn du andere kennenlernst

Was wir daraus lernen? Dass andere uns wortwörtlich mit anderen Augen sehen. So oder so: Wir haben keinen Grund, uns klein zu machen. Und bei dieser Gelegenheit können wir doch vielleicht auch damit anfangen, uns vor den Spiegel zu stellen und laut zu sagen: Ja, verdammt – ich bin richtig toll!


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