5 Anzeichen, dass andere zu viel Macht über dich haben

Du lässt dir von niemandem reinreden? Top! Dann sollten dir diese fünf Signale auch überhaupt nichts sagen ... 

Machen wir uns nichts vor: Wir alle leben fremdbestimmt, und zwar nicht zu knapp. Das gesellschaftliche Schönheitsideal gibt uns vor, wie wir aussehen möchten, die Preise im Supermarkt und in Online-Shopping-Portalen legen fest, wie viel wir verdienen wollen, und wenn uns jemand kritisiert oder blöd anmacht, wühlt uns das mindestens kurz auf. 

Wir sind nun mal soziale Wesen und leben in einer Gemeinschaft mit gemeinsamen Werten, Regeln und, ja, irgendwie auch Zielen (ob die so toll sind, ist natürlich die ständige Frage ...). Wir alle können / müssen aber zusehen, dass wir uns im Rahmen dieser Vorgaben früher oder später irgendwann mal selbst finden. Dass wir eine Identität entwickeln, die uns ausmacht und z. B. Sicherheit in unseren Entscheidungen gibt. Dann können wir uns nämlich doch wohlfühlen, ohne dem Schönheitsideal zu entsprechen, müssen nicht unbedingt jede Saison die neuen Trendteile haben und können drüber lachen, wenn andere uns blöd kommen. Ob du auf einem guten Weg dahin bist? Sieh selbst ...

5 Anzeichen, dass andere zu viel Macht über dich haben

1. Du bist gestresst von Dingen, die du tun musst

Keine Zeit für dich? Komisch ... ist doch dein Leben! Wenn du das Gefühl hast, Dinge tun zu müssen, solltest du dich unbedingt fragen, warum genau du diese Dinge tust. Verlangt es jemand von dir? Willst du mit jemandem mithalten? Oder jemanden beeindrucken? All das sind keine guten Gründe etwas zu tun, denn es sind nicht deine Gründe.  

2. Du versuchst immer, andere von deiner Meinung zu überzeugen

Irritiert, wenn jemand eine andere Meinung hat als du? Oder treibt es dich komplett in den Wahnsinn? Hmm, das sollte dir zu denken geben. Schließlich könntest du theoretisch zu deiner Meinung stehen, wenn du davon überzeugt wärst, egal, was andere davon halten. Wenn dir das schwerfällt, gibt's eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Du bist selber gar nicht von deiner Meinung überzeugt (vielleicht, weil's nicht wirklich deine ist ...) oder die Meinung anderer ist dir wichtiger als deine eigene. Spricht beides nicht gerade für eine besonders ausgereifte Identität, um ehrlich zu sein. 

3. Du tust alles, um Konflikte zu vermeiden

Bloß nicht anecken? Bloß nicht auffallen – es könnte ja negativ sein? Puh, dann lass doch gleich jemand anderen eine Wunschliste schreiben, wie du dich am besten verhalten sollst. Wenn du deinem Weg folgst wirst du zwangsläufig auch mal jemandem in die Quere kommen – weil der nämlich seinem Weg folgt. Klar kannst du auch um jeden Preis Zusammenstöße vermeiden. Aber dann bahnst du dir deinen Weg an denen der anderen vorbei. Wenn dir das genug Selbstbestimmung ist, okay.  

4. Du rechtfertigst dich oft

Erklärst du anderen total gerne deine Entscheidungen? Oder deine Fehler? Klar, sonst würden sie sie ja nicht verstehen! Aber weißt du was: Das müssen sie auch gar nicht! Niemand muss verstehen oder gutheißen, was du machst, damit es richtig ist. Deine Entscheidungen gehen – sofern andere davon nicht direkt betroffen sind – nur dich etwas an, genauso wie deine Fehler und was du daraus lernst. Wenn dich jemand verstehen will, kann er dich fragen. Wenn du dich ungefragt erklärst, ist dir das Bild, das andere von dir haben, offenbar wichtiger als dein Selbstbild (oder hängt unmittelbar damit zusammen).

5. Du fühlst dich grundlos schuldig

Manchmal hast du ein schlechtes Gewissen und weißt gar nicht so ganz genau, warum? Wenn du z. B. dein geplantes Pensum nicht schaffst, weil etwas Dringendes dazwischen gekommen ist? Oder weil du Pizza statt Salat bestellt hast? Wem gegenüber hast du ein schlechtes Gewissen? Doch wohl kaum dir! Würdest du dich und dein Wohl an erste Stelle setzen, wäre dir klar, dass du genau richtig gehandelt hast, indem du dem Dringenden den Vorrang gegeben hast. Du hast nunmal Grenzen und kannst nicht alles schaffen und das zu respektieren, ist nur klug. Und Pizza ... wenn du Bock drauf hattest! Viele Schuldgefühle entstehen, weil wir anderen Erwartungen an uns unterstellen, die sie oft erstens nicht mal haben und die sie uns zweitens selber mitteilen müssen, wenn sie sie doch haben. So oder so: Anderer Leute (unausgesprochene) Erwartungen erfüllen ist nicht dein Job! 

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sus

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