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Völlig absurd! Diese Sexlügen erzählen Lehrer*innen ihren Schüler*innen – noch heute!

Absurde Sexlügen über vorehelichen Geschlechtsverkehr: Ein Paar im Bett
© WAYHOME studio / Shutterstock
Dass man mit Schulkindern vor 50 Jahren noch nicht ganz so offen und ehrlich über Sex gesprochen hat, wissen wir. Doch was sich einige Lehrer*innen mancherorts selbst heute noch zu diesem Thema ausdenken, ist kaum zu glauben.

Wir alle kennen die Geschichte von den Bienen und Blumen. Summdisumm fliegt aufs Gänseblümchen, sammelt eine Runde Pollenstaub ein, fliegt weiter und lässt die Samen andernorts wieder fallen, sodass neue Gänseblümchen entstehen. Und so, liebe Kinder, entstehen Babys.

Natürlich versteht die Fünfjährige, die sich bei ihren Eltern erkundigt hat, wo denn plötzlich ihr Brüderchen herkommt, nur Bahnhof bzw. Biene Maja und hat hinterher vergessen, was sie eigentlich wissen wollte. Und schon hat die Story ihren Zweck erfüllt, die nicht einmal wirklich gelogen ist, sondern nur so metaphorisch, dass jemand, der die Antwort nicht kennt, nichts damit anfangen kann.

Sexualerziehung in der Schule: Pädagogisch wertvoll und akkurat – oder?!

Ein paar Jahre später gibt es dann Sexualerziehung in der Schule und die Aufklärung wird – hoffentlich pädagogisch wertvoll und biologisch korrekt – nachgeholt. In Deutschland steht sie in allen Bundesländern verpflichtend im Lehrplan, in Berlin geht's schon in der ersten Klasse mit den Geschlechtsorganen und Geschlechtsunterschieden los. In anderen Ländern, z. B. in den USA, können sich Eltern leider nicht darauf verlassen, dass ihre Kinder gewissenhaft aufgeklärt werden.

Nur in 17 der 50 US-Bundesstaaten ist festgelegt, dass die Sexualerziehung in der Schule medizinisch akkurat sein muss. Wie die Psychologin Dr. Laurie Mintz in "Psychologytoday" herausstellte, führt das offenbar dazu, dass einige Lehrer*innen ihrer Fantasie freien Lauf lassen und ihren Schüler*innen erzählen, was sie für nötig erachten, damit diese sich im (Sex-)Leben zurechtfinden. 

"Ich habe schon so viele Klopper gehört, die Schüler*innen erzählt wurden, dass ich sie kaum in einem Blog-Post abhandeln kann", schreibt die Psychologin. Ein typisches und besonders weit verbreitetes Anliegen an amerikanischen Schulen sei zu vermitteln, dass vorehelicher Sex gefährlich wäre. Und einzig und allein diesem Zweck dienen auch folgende vier der absurdesten Sexlügen, die Laurie bislang gesammelt hat.

Vier absurde Lügen über vorehelichen Sex

1. Vagina für immer verformt

Eine Schülerin habe im Unterricht gelernt, dass ihre Vagina, wenn sie vorehelichen Sex hätte, die Form dieses Mannes annehmen würde und dass sie deshalb ihren zukünftigen Ehemann niemals befriedigen könnte, weil er nicht richtig reinpassen würde.

2. Vorehelicher Sex = Schulversagen

Eine andere Frau habe Laurie erzählt, dass sie und ihre Mitschülerinnen auf einen Zettel schreiben mussten, ob sie noch Jungfrau seien oder nicht (immerhin anonym). Anschließend sagte der Lehrer der Klasse "alle Mädchen, die keine Jungfrau mehr sind, haben wahrscheinlich eine Geschlechtskrankheit und werden die Schule vorzeitig abbrechen".

3. Ausgelatscht

Von einem jungen Mann bekam die Psychologin erzählt, dass er im Zuge der Sexualerziehung in der Schule einen Film gesehen haben, in dem sexuell aktive Frauen mit einem alten Schuh verglichen wurden, den niemand mehr tragen wollte.

4. Vorehelicher Sex endet immer tödlich

Und eine junge Frau wiederum berichtete Laurie, dass ihr Sexualkundelehrer ihr beigebracht habe, dass sie sich bei vorehelichem Sex sehr wahrscheinlich eine Geschlechtskrankheit einfangen UND schwanger werden würde. Die Schwangerschaft würde vermutlich mit schweren Komplikationen verbunden sein, durch die entweder sie oder ihr Baby zu Tode kämen.

Puh, bei solchen Schauergeschichten können wir wirklich nur hoffen, dass dieser Trend zur Abwechslung mal nicht über den großen Teich in unsere Klassenzimmer schwappt – und dass Lehrer*innen hierzulande ihren Job besser machen als die aus den Beispielen.

sus

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