Potenzmittel - Damit Mann wieder kann

Es gibt mittlerweile zahlreiche Präparate, die versprechen, die Lust zu steigern. Wir verraten euch, welche natürlichen Potenzmittel wirklich wirken und welche Medikamente dem besten Freund des Mannes auf die Sprünge helfen

Wirkungsvolle Potenzmittel

Sex ist ein wichtiger Bestandteil des Liebeslebens. Wenn aber der Mann nicht mehr kann, obwohl er möchte, belastet das die Beziehung. Zum Glück gibt es Präparate, die die Potenz steigern und den Mann wieder aufrichten können.

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Ursachen für Erektionsstörungen

Die Ursachen einer erektilen Dysfunktion sind vielfältig. Häufig beeinträchtigen Krankheiten wie Bluthochdruck, Arteriosklerose und Diabetes die Durchblutung des Glieds. Doch auch Medikamente wie Antidepressiva, Beruhigungsmittel und Mittel zur Behandlung von Krebsleiden (Zytostatika) können als Nebenwirkung Impotenz zur Folge haben. Bei jüngeren Männern sind es meist psychische Faktoren wie Depressionen und Stress, die verursachen, dass sich der Penis nicht zu seiner vollen Größe entfaltet. Da es so viele verschiedene potenzielle Auslöser von Erektionsstörungen gibt, sollten betroffene Männer zunächst zum Arzt gehen, um die Ursachen der Impotenz zu ergründen.

Präparate zur Steigerung der Potenz

Wenn die Ursache der Impotenz geklärt ist, gibt es verschiedene Präparate, die dem "kleinen Mann" wieder zu voller Größe verhelfen. Doch aufgepasst: Bei den frei verkäuflichen Potenzmitteln sind vor allem Produkte auf dem Markt, die laut zahlreichen Tests keine Auswirkungen auf die Steigerung der Potenz haben. Statt teure, wirkungslose, rezeptfreie Mittel zu kaufen, lohnt sich der Gang zum Arzt, denn es gibt Medikamente, die wirklich helfen. Auch wenn es für Männer vielleicht zunächst peinlich ist, sich einem Arzt anzuvertrauen, könnt ihr dadurch auf Nummer Sicher gehen, dass die verschriebenen Präparate ausreichend getestet wurden und keine unschönen Überraschungen mit sich bringen, die ohne Wirkung bleiben.

Medikamente gegen Erektionsstörungen

Potenzfördernde Medikamente sorgen dafür, dass die Prozesse, die im Körper für eine Erektion sorgen, normal ablaufen. In der Regel stellt die Schwellkörpermuskulatur des Glieds bei sexueller Erregung einen Stoff her, der die Muskeln entspannt und mehr Blut in den Penis pumpt. Das Glied wird hart, da sich die Venen verengen und dafür sorgen, dass das Blut nicht zurückfließen kann.

Für das Anhalten der Erektion ist der Botenstoff cGMP verantwortlich, der vom Enzym PED5 abgebaut wird. Das Enzym sorgt dafür, dass die Schwellung des Glieds wieder abklingt. Wenn aber mehr Enzyme als Botenstoffe im Körper vorhanden sind, kann der Penis nicht genügend steif werden.

Mittels der PED5-Hemmer Sildanafil, Tadalafil und Vardenafil kann das Gleichgewicht zwischen den Botenstoffen und den Enzymen wieder hergestellt werden. Dadurch kann der Penis eine normale Erektion erlangen. Medikamente mit PED5-Hemmern haben allerdings keine Auswirkung auf das Lustempfinden.

Viagra

Viagra ist der Klassiker unter den Potenzmitteln. Die blaue Pille enthält den PED5-Hemmer Sildanafil. Das Medikament muss Mann eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr einnehmen, um eine Erektion zu bekommen. Viagra ist zwar ein wahres Wundermittel zur Erektionsförderung, doch trotzdem ist es mit Vorsicht zu genießen: Bei Überdosierung kann es zu einer Dauererektion kommen. Klingt die Schwellung des Glieds nach mehreren Stunden nicht ab, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Kopfschmerzen, verstopfte Nase und Sehstörungen können ebenfalls Nebenwirkungen des Potenzmittels sein.

Generika von Viagra

Das Patent auf die Zauberpille ist seit 2013 abgelaufen. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile viele Anbieter auf dem Markt, die den Wirkstoff Sildanafil ebenfalls in potenzsteigernden Mitteln nutzen.

Cialis

Cialis ist ebenfalls ein Medikament, das die Potenz fördert. Es enthält jedoch einen anderen PED5-Hemmer: Tadalafil. Die Wirkung tritt schon nach einer Viertelstunde ein und kann bis zu 24 Stunden anhalten. Es ist somit viel Zeit für sexuelle Aktivitäten. Kopfschmerzen und Sodbrennen zählen zu den häufigsten Nebenwirkungen.

Levalis

Levalis wirkt mithilfe des PED5-Hemmers Vardenafil. Es sollte 25 bis 60 Minuten vor dem sexuellen Akt eingenommen werden, um seine volle Wirkung zu entfalten. Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden und eine verstopfte Nase sind die häufigsten Nebenwirkungen des Medikaments.

Natürliche Potenzmittel

Unter den natürlichen Potenzmitteln gibt es zwei Pflanzen, die eine potenzfördernde Wirkung haben, allerdings ist diese erheblich geringer als die chemischen Varianten. Eines davon ist Ginseng. Studien haben ergeben, dass die Einnahme der Wurzel eine leichte Steigerung der Potenz bewirkt. Die andere Pflanze ist Horny Goat Weed (Geiles Ziegenkraut). Die Wirkung ist jedoch 80-mal schwächer als Viagra und Co.

Foto: Klawitter Productions/Corbis
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