Tinder-Hack: Männer reißen Männer auf und mögen die blöden Anmachen nicht

Böses Erwachen bei Tinder: Hunderte Männer flirteten unwissentlich mit anderen Männern und machten selbst die Erfahrung, wie bescheuert ihre Sprüche eigentlich sind.

Tinder: Einerseits wahnsinnig praktisch, andererseits ein schneller Weg, um Kontakt zu sehr merkwürdigen Typen zu bekommen. Ja, bei Tinder geht es in erster Linie um Sex. Aber Belästigungen und Drohungen sind trotzdem unakzeptabel (und auch sehr unsexy, liebe Männer: Keine Frau der Welt freut sich beim Flirt über sowas!).

Ein Programmierer aus Kalifornien wollte besonders üblen Tinder-Sprücheklopfern ihr aufdringliches Spiegelbild vorhalten: Er hackte die App mithilfe eines Fake-Profils (auf dem das Foto einer wahnsinnig tollen Frau zu sehen war) und sorgte dafür, dass zwei Männer sich gegenseitig versuchten, herumzukriegen (beide in dem Glauben, es ginge um die Frau auf dem Foto).

Ein gemeiner Streich, aber der Programmierer hatte sich seine Opfer gezielt ausgesucht. Einige seiner Freundinnen hatten ihm erzählt, was für aggressive und erniedrigende Anmachen sie auf Tinder lesen müssten, erzählte er dem US-Portal The Verge. "Die Idee war, es den Leuten, die sowas schreiben, einfach mal so zurück zu geben und zu gucken, wie sie darauf reagieren", so der Tinder-Hacker über sein Experiment.

Neue Aufreißer-Erkenntnisse: "Hmm ... das klang creepy" - "Ja ... ein bisschen wie ein Stalker"

Und so machten viele Männer eine ganz neue Erfahrung - wie unerträglich sie wirklich sind, wenn sie eine Frau mit Sprüchen wie "Danke für deine Bewerbung um den Posten meiner zukünftigen Ex-Frau" beeindrucken wollen. Die Reaktionen der betroffenen Männer waren unterschiedlich - die meisten waren verwirrt, viele wurden wütend, richtig geschmeichelt fühlte sich aber niemand (Ausnahmen mal ausgenommen - es gibt offenbar Männer, die es toll finden, mit "Treffen, Begrapschen, Blasen und von hinten nehmen?" begrüßt zu werden).

Tinder-Hack: Was sich Männer auf Tinder gegenseitig zusäuseln (kleine Auswahl):

Haben die Männer die Täuschung bemerkt?

Trotz aller Irritation: Wirklich abgeschreckt war kaum einer der Männer. Die Teilnehmer, die nicht von selbst bemerkten, dass sie es mit einem anderen Mann zu tun hatten, hätten sich auch sofort zum Sex getroffen, obwohl die Gespräche irgendwie merkwürdig waren (aber zum Unterhalten wollte man sich ja auch nicht verabreden). An diesem Punkt schritt der Tinder-Hacker dann allerdings ein - weite Wege und böse Überraschungen vor Ort wollte er seinen Opfern dann doch ersparen. Sein Fazit: Wenn Männer schnellen Sex suchen, sind sie praktisch blind und übersehen auch deutliche Signale, dass sie gerade mit einem Mann Kontakt haben statt mit einer Frau.

Es gibt also Männer, die auf der Suche nach Sex das Hirn komplett abschalten? Gut, dass das mal einer rausgefunden hat! Nächste Mysterien, die hoffentlich bald gelöst werden: "Laufen Hunde Stöckchen hinterher?" und "Fliegen Wespen in offene Coladosen?". Wir sind gespannt!

heh
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