Diese Männer gehen zu Prostituierten

Fotografin Bettina Flitner lässt in ihrer Fotoserie Männer erzählen, warum sie zu Prostituierten gehen.

Schon gewusst? Rein statistisch gesehen kennen Sie vermutlich mehrere Männer, die zu Prostituierten gehen. Laut einer Playboy-Studie hat jeder zehnte Mann in Deutschland schon einmal Geld für Sex gezahlt. Natürlich kann man diese Zahl nicht einfach auf den Freundeskreis übertragen, auch, wenn es ein lustiges Abzähl-Experiment wäre. Aber es ist schon auffällig, wie viele Männer einerseits nachweislich zu Prostituierten gehen, während man andereseits praktisch keinen einzigen davon kennt. Klar - so richtig stolz auf den Bordellbesuch sind nur die wenigsten Freier.

Fotografin Bettina Flitner gelang ein kleines Wunder: Sie schaffte es tatsächlich, Männer beim Bordellbesuch über ihre Gründe auszufragen, und sie sogar zu fotografieren.

"Freier" - die Bilder zum Durchklicken

Wie hat sie das hinbekommen? "Das war leichter als gedacht", erzählt sie auf BRIGITTE-Nachfrage. "Alle haben mir im Vorfeld gesagt: Vergiss es, du findest niemanden, der da mitmacht. Und da habe ich einfach mal einem Bordellbesitzer von meiner Idee erzählt und gefragt, ob ich ein paar Tage seinen Betrieb besuchen dürfte. Zu meinem Pech hat er ja gesagt."

Ganze zehn Tage verbrachte Flitner im Stuttgarter Großbordell "Paradise", vom Nachmittag bis teilweise spät in der Nacht. Und die Freier - warum haben die so offen mit ihr geredet? "Das waren größtenteils Stammkunden - irgendwann gehörte ich für die praktisch zum Inventar. Und als der erste von denen mitgemacht hatte, war es nicht mehr so schwierig, auch die anderen zu überzeugen."

Die Ausstellung "Freier" in Köln

Die Fotos und Geschichten der "Freier" gibt es auch in der gleichnamigen Ausstellung in der laif-Fotogalerie in Köln zu sehen (Merowingerstr. 5-7). Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Website von Bettina Flitner.

Wer hier schreibt:

Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen