Körpersprache beim Flirt und in der Liebe

Wussten Sie, dass das beim Flirt das erste Signal fast immer von der Frau ausgeht? Tipps, wie Sie welche Signale der Körpersprache bewerten können - und welche Sie selbst am besten zum Flirten einsetzen.

Hier kommen Tipps, wie Sie welche körpersprachlichen Signale bewerten können - und welche Sie selbst am besten zum Flirten einsetzen.

Aus diesem Grund haben die Deutschen im Sommer mehr Lust auf Sex

Signale aussenden

  • Der Blickkontakt ist zentral beim Flirten. Einen Blick kann man als Frau immer riskieren. Um positive Signale vom Mann zu erhalten, bedarf es allerdings oft mehrerer Augen-Blicke: Zwei- bis dreimal, rät Kommunikationstrainerin Monika Wehn, sollte man durch Rüberschauen sein Interesse bekunden.
  • Das Interesse über eine größere Distanz zu wecken, zum Beispiel im Restaurant, erfordert zuweilen deutlichere Signale als Hinüberschauen. "Bewegen Sie sich", rät Monika Wehn. Am Tisch können Sie Ihren Körper in seine Richtung drehen, dabei hoch schauen, Barrieren, wie etwa ein mitgebrachtes Buch oder die Speisekarte, die auf dem Tisch steht, mit deutlicher Geste beiseite legen. Gehen Sie zur Bar oder zur Toilette und schauen dabei zu ihm hinüber. Das gilt besonders, wenn Sie in einer Gruppe unterwegs sind: Sie sollten sich zwischendurch von den anderen lösen, um eine Kontaktaufnahme zu erleichtern, zum Beispiel mit dem Handy in der Hand den Raum verlassen.
  • Berührungen sind enorm wichtig beim Flirten - und zwar so genannte "autoerotische" Berührungen. Streichen Sie sich durch die Haare, fahren Sie sich leicht über den Schenkel oder zwirbeln Sie Ihr Seidentuch um den Zeigefinger - das wirkt sehr sinnlich.
  • Aufmerksamkeit können Sie auch erregen, indem Sie sinnliche Gegenstände zur Hand nehmen, zum Beispiel Ihr Weinglas genüsslich streicheln oder mit einem Feuerzeug spielen. Monika Wehn rät, dabei auf besonders weiche und harmonische Handbewegungen zu achten.
  • Das wichtigste Flirt-Signal überhaupt: Lächeln Sie! Dabei den Kopf zur Seite neigen, ihm also ihm Ihre verletzliche Stelle zeigen signalisiert, dass Sie Vertrauen haben.
  • Für den Fall, dass Sie sich räumlich näher kommen: Auch der Duft gehört zu wichtigen Körpersignalen. Ihren eigenen Körpergeruch können Sie zwar kaum beeinflussen, Sie sollten aber kein zu aufdringliches Parfum verwenden. Besser sind Zitrus- oder Vanilledüfte, die mögen auch die meisten Männer.
  • Signalisieren Sie Offenheit: Halten Sie Ihre Hände nicht gefaltet, sondern in einer offenen Position, sitzen oder stehen Sie aufrecht, gucken Sie freundlich drein.

Signale empfangen

  • Blick ist nicht gleich Blick: Wenn er zurückschaut, darf sein Ausdruck zwar intensiv, sollte aber nicht starr sein. Vorsicht ist geboten, wenn sein Blick sofort Richtung Ausschnitt wandert.
  • Achten Sie darauf, wie sich sein Körper zu Ihrem verhält: Werden Ihre Bewegungen und Körperhaltungen von seinen gespiegelt, zeigt das ein deutliches Interesse.
  • Dasselbe gilt, wenn sich der Mann "aufplustert". Beine breit, Brust raus, herausfordernder Blick: Das zeigt, dass er Interesse hat und sich in bestem Licht darstellen will.
  • Achten Sie darauf, wie Arme und Hände gehalten werden: Verschränkte Arme signalisieren Ablehnung, Hände, die auf Höhe der Brust agieren, zeigen, dass er offen und positiv eingestellt ist.
  • Beugt er sich zu Ihnen hinüber, rückt er Ihnen näher, versucht er also den Abstand zwischen sich und Ihnen zu verringern, signalisiert er (wie das Wort schon sagt) seine Zuneigung.

Mehr Wissenswertes über Körpersprache beim Flirten

  • Männer haben ein eingeschränkteres Gesichtsfeld als Frauen. Wenn er Sie zunächst nicht beachtet, kann das einfach heißen, dass er Sie nicht gesehen hat.
  • Versuchen Sie nicht, komplexere körpersprachliche Abläufe bewusst einzusetzen. Wer zum Beispiel Körperhaltung und Bewegungen imitiert, um Zuneigung zu signalisieren, kann schnell das Gegenteil erreichen, nämlich dann, wenn der Adressat sich nachgeäfft fühlt, erläutert Monika Wehn.
  • Viele Frauen neigen dazu, aus Höflichkeit falsche Flirtsignale auszusenden: Sie lächeln, obwohl sie sich langweilen, und halten ein Gespräch in Gang, obwohl sie eigentlich kein Interesse daran haben. Monika Wehns Rat: Zeigen Sie durch Körpersprache Ihr deutliches "Nein": Gehen Sie auf räumliche Distanz, meiden Sie den Blickkontakt.

Monika Wehn

Diese Tipps stammen von Monika Wehn, Kommunikationstrainerin und Seminarleiterin aus Karlsruhe. Die 51jährige gibt Kurse und Seminare unter anderem rund um das Thema Körpersprache in ganz Deutschland. Mehr Infos finden Sie unter www.monikawehn.de.

Zusammengestellt von Wiebke Peters
Themen in diesem Artikel