6 Mal besserer Sex: Diese Tipps sind Gold wert!

Wenn es um Sex geht, gibt es unzählige Tipps. Wir sagen euch die, die oft übersehen werden - die aber wirklich helfen.

1. Lasst (auch mal) den Orgasmus weg!

Sex ist leider in vielen Beziehungen ein Problem. Seid ihr auch gefrustet, weil euer Partner zu oft/zu wenig will? Ihr nicht kommen könnt? Der Sex immer gleich ist? Ihr viel zu müde dafür seid?

Die Ursache dahinter ist oft dieselbe: Druck. Dabei ist völlig egal, ob wir den Zeigefinger auf die Gesellschaft, den Pornokonsum oder uns selbst richten. Ein "Das-muss-aber-so-sein" killt die Leidenschaft. Wer sagt denn, dass zum Sex immer ein Orgasmus gehört, dass Sex schweißtreibend und aufregend sein muss? Es geht doch in erster Linie darum, dem anderen nahe zu sein - körperlich und emotional.

Weil sich aber das Körperliche in einigen Beziehungen mit den Jahren verflüchtigt, schreibt die Bestseller-Autorin Eva-Maria Zurhorst ("Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest") in ihrem Buch Soul Sex darüber, dass wir den Erfolgsdruck aus dem Sex nehmen und uns wieder ohne Druck annähern sollten. Durch tägliche Berührungen, die erst einmal nur eines aussagen: Du bist mir wichtig.

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2. Erkennt die Muster hinter den Problemen!

Dass es beim Sex um Intimität geht, sagt auch der Berliner Sexualpsychologe Christoph J. Ahlers. Aber davor liegen leider oft viele Missverständnisse: "Klagt der Mann über einen 'Samenstau' oder 'dicke Eier', dann nimmt er selbst nicht wahr, was er eigentlich will, nämlich Anerkennung. Die stellt sich für ihn her, indem seine Frau mit ihm schläft, aber das weiß er nicht. Die Frau wiederum weiß nicht, dass ihr Mann eigentlich in den Arm will, sie fühlt sich ihrerseits 'missbraucht', weil er nicht sieht, dass sie müde und abgerackert ist."

Seine Lösung: reden. Wirkliches Reden. Über die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Ängste, auch wenn das wehtun kann. Denn nur so kann sich etwas ändern. Nicht durch Sex-Tipps, die nur an der Oberfläche kratzen.

3. Umarmt euch!

Eine gute Übung, die zeigt, wie es um die Innigkeit in einer Beziehung steht, ist die "tantrische Umarmung". Wie sie funktioniert, erklärt die Sexualtherapeutin Susanna-Sitari Rescio:

"Beide Partner stehen aufrecht und umarmen sich. Aber nicht nur 15 Sekunden, sondern mehrere Minuten. Dabei streicheln sie sich nicht und reden nicht. Sie fühlen nur. Wie steht der Partner - ist er angespannt, vorgebeugt, zurückgelehnt oder entspannt? Wie positioniert man sich selbst? Lehnt man sich zurück oder stützt man sich ab? Wer diese Übung täglich macht, schafft neue neuronale Bahnen im Gehirn und verändert dadurch die Beziehung."

4. Spielt mit Nähe und Distanz!

Eine Beziehung hält weder ständige Nähe, noch Dauer-Distanz aus. Damit der Partner für uns aufregend bleibt (und umgekehrt natürlich auch), brauchen wir das Spiel zwischen beiden Polen. Aber es nützt nichts, dieses kühl und berechnend herzustellen. Es ist schließlich ein "Spiel" und kein "Spielchen". Vielmehr tut es gut, sich bewusst Zeit für die Beziehung zu nehmen, aber auch für sich selbst.

5. Meditiert!

Keine Angst, nun kommt nicht der Vorschlag, während der Meditation an Sex zu denken. Im Gegenteil, wir lernen beim Meditieren Gedanken loszulassen und wertfrei auf unser Leben zu schauen. Das klappt wahrscheinlich nicht sofort, aber diese Kunst führt uns ein Stückchen näher zu unserem Kern. Zu dem, was übrig bleibt, wenn die Vernunft ausgeschaltet ist. Wer bin ich? Und wer ist mein Gegenüber? Und das zu erfahren, ist auch beim Sex enorm wichtig.

6. Schaut in den Spiegel!

Ganz ehrlich, wisst ihr, wie eure Vagina aussieht? Könntet ihr sie blind zeichnen? Diese Übung macht Sexualtherapeutin Susanna-Sitari Rescio regelmäßig in ihrer Praxis. Ihrer Erfahrung nach kennen viele Frauen weder ihr eigenes Geschlecht, noch wissen sie, wie sich weibliche Erregung aufbaut. Sie ermutigt ihre Patientinnen dazu, sich zunächst selbst zu erforschen, um dann beim Sex genau das einzufordern, was sie wollen. Und wer nicht weiß, wie seine Vagina aussieht, holt jetzt einen Handspiegel raus und guckt einfach mal nach.

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