Orte zum Flirten

Fast so gut wie die Privatparty: Wir verraten Ihnen, an welchen Orten Singles am besten flirten können - und wie Sie das anstellen.

Flirten ist schwer, an bestimmten Orten fällt's aber leichter. Wir zeigen Ihnen, wo und wie Sie welche Männer am besten ins Gespräch verwickeln können. Grundsätzlich gilt: Nehmen Sie zunächst einmal Blickkontakt auf, bevor Sie das Objekt Ihres Interesses ansprechen.

Sex am Strand

Flohmarkt

Warum: Auf dem Flohmarkt ist entspanntes Sich-Treiben-Lassen angesagt: Stöbern, Entdecken und Feilschen, am besten bei Sonnenschein, macht gute Laune. Weil Flohmärkte meist am Wochenende stattfinden, fällt der Alltagsstress weg - wer dort bummelt, bringt auch meistens Zeit mit. Wer: Individualisten, die nach Antikem oder Ausgefallenem für ihre Wohnung suchen, Plattensammler auf der Jagd nach Raritäten - auf Flohmärkten treffen Sie Männer, die Geschmack und Sinn für das Besondere haben. Vorsicht bei gut aussehenden Verkäufern: Die sind häufig vergeben und versuchen, den durchs Zusammenziehen mit der Liebsten überflüssig gewordenen Krempel zu verscherbeln... Wie: Mischen Sie sich ein ins Feilschen: Geben Sie einen Kommentar ab zum Gegenstand, den er erwerben möchte, oder zum angepeilten Preis. Sie können ihn auch um seine Meinung bitten zu einem Teil, das Sie sich kaufen möchten. Und bei einem guten Rat gleich zum Kaffee am Nachbarstand einladen...

Fußballstadion

Warum: Das Fußballstadion ist eher ein Ort für entschlossene Frauen, die vor wenig zurückschrecken. Vorteil: Männer en masse. Nachteil: Fußball-Verrückte en masse... Machen Sie aus der Not eine Tugend, Stichwort: Selektion. Sie haben knapp zwei Stunden Zeit, sich gründlich umzuschauen - und immer genug Gesprächsstoff, der sich direkt vor Ihren Augen abspielt. Ein bisschen für diesen Sport interessieren sollten Sie sich natürlich schon. Wer: "Fever Pitch", der Fußball-Roman von Nick Hornby, beweist, dass fußballverrückte Männer witzig und intelligent sein können. Schauen Sie genau hin: Von Männern, die mit dem Stammhalter oder einer grölenden Clique anrücken, ist dringend abzuraten. Wie: Der Mannschafts-Neuzugang, die verpassten Torchancen, die nächste Saison, das letzte Heimspiel: Themen gibt's so viele wie Halme auf dem Rasenplatz. Fragen Sie nach seiner Meinung - den spritzigen Kommentar, der von Ihrer Kennerschaft zeugt, sollten Sie erst einstreuen, wenn sich ein Gespräch ergibt.

Konzert

Warum: Open-Air oder verrauchter Keller-Club: Gute Konzerte sind beflügelnde Erlebnisse, und ein gemeinsamer Musikgeschmack verbindet ungemein. Wegen des üblichen Geräuschpegels ist es egal, ob er alleine oder in einer Gruppe unterwegs ist - was Sie ihm ins Ohr raunen oder rufen, kann garantiert nur er hören. Wer: Punk-Fan oder Beethoven-Hörer - welche Männer Sie bei einem Konzert kennenlernen, können Sie prima durch Ihre eigenen musikalischen Interessen steuern. Wie: Achten Sie auf kurze und deutliche Sätze (Lärmpegel!). Sie haben enorm viele Möglichkeiten, ihn anzusprechen: Name der Vorband, vermutete Anfangszeit, Lautstärke, Sound-Qualität, die letzte CD... Konzerte sind einfach eine perfekte und dabei sehr unverbindliche Kontaktbörse.

Buchhandlung/ Bibliothek

Warum: Intelligent und gebildet, so wünschen sich die meisten Frauen ihre Männer. Also gehen Sie "ad fontes" (zu den Quellen): Männer, die in Buchhandlungen stöbern oder in Bibliotheken über dicken Folianten brüten, haben bestimmt ihr Abitur bestanden. Außerdem gilt auch hier: Gesprächsstoff bieten Bücher reichlich. Wer: Männer, die nicht nur den Sportteil der Zeit oder Computer-Fachzeitschriften lesen, gibt's mehr, als Publikationen à la "Warum Frauen nicht einparken können..." vermuten lassen. Vom Studienrat über den Krimi-Fan bis zum Hobby-Archäologen können Sie an Buch-Stätten Männer unterschiedlichster Interessen treffen. Wie: In der Buchhandlung ziehen Fragen zum Buch des Interesses: Wenn er im neuen Roman einer bekannten Autorin blättert, fragen Sie ihn, warum er sich für Frauenliteratur interessiert, oder ob er ihr letztes Buch auch gelesen hätte. In der Bibliothek können Sie sich auch einfach nach dem Weg zur anthropologischen Fachbuchabteilung oder zum Café erkundigen.

Szene-Friseur

Warum: Friseurläden, in denen man eine Nummer zieht und lässig lümmelnd auf 60er-Jahre-Sofas wartet, bis man dran ist, gibt's zwar nur in Großstädten. Wenn Sie in einer wohnen, haben Sie dafür die besten Chancen, verdammt coole Typen kennen zu lernen. Wer: Pistengänger mit blondiertem Exakt-Cut oder Sanftäugige mit langem Pony - hier treffen Sie Männer, denen ein trendgemäßes Aussehen wichtig ist, die aber nicht bereit (oder in der Lage) sind, dafür viel Geld auszugeben. Wie: Gemeinsames Warten verbindet. Die Kontaktaufnahme in derart szenigem Umfeld bedarf allerdings eines gewissen Geschicks: Fragen nach dem angepeilten Schnitt oder den bevorzugten Styling-Produkten verbieten sich von selbst. Besser: Nehmen Sie sich das "Um die Ecke gedacht"-Rätsel aus der aktuellen "Zeit" mit und bitten Sie ihn augenzwinkernd um Mithilfe. Bestimmt ist ihm genauso langweilig wie Ihnen, auch wenn er noch so cool dreinschaut.

Plattenladen

Warum: Plattenläden sind prima zum Flirten, denn dort kann man sich beliebig lange aufhalten, den Standort unauffällig verlagern und gut beobachten, wobei man eine Menge über das angepeilte Objekt erfährt: Der Musikgeschmack ist meist ein aussagekräftiger Indikator, wes Geistes Kind ein Mann ist. Wer: Das hängt vor allem ab von der Auswahl des Ladens - im Fachgeschäft für Klassik-CDs treffen Sie auf ein anderes Publikum als im verrauchten Secondhand-Shop. Interesse für Musik ist grundsätzlich eine feine Sache. Männer, die mit gerunzelter Stirn und leise vor sich hinmurmelnd über Bananenkisten voller Raritäten brüten, sollten Sie übrigens lieber sich selbst überlassen. Wie: Setzen Sie auf sein Wissen und fragen ihn, wo Sie eine bestimmte Platte/ Stilrichtung finden, oder warum er sich gerade für Band "soundso" interessiert. Zu brav? Drängeln Sie ihn mit einem kecken "Kann ich mal?" zur Seite, und kramen Sie in seinem Revier herum, dabei selbstironisch zwinkern. Muss er grinsen, ist er kein verbissener Sammler, und sie können ihn getrost wieder ranlassen...

U-Bahn/ Bussteig

Warum: Zugegeben, Kontaktaufnahme in der U-Bahn oder an der Bushaltestelle ist etwas für Fortgeschrittene, denn oft ist Mann hier zugeknöpft, im Stress oder beides zugleich. Am besten eignet sich die Wartephase auf dem Bahnsteig, denn in dieser Situation verbindet sie etwas: Das Warten auf Beförderung. Wer: Reif oder jung, schön oder interessant, geschniegelt oder lässig: Die Bandbreite von Männern, die den öffentlichen Personennahverkehr nutzen, ist riesig, und ein Augen-Öffner ist bei regelmäßiger Nutzung bestimmt dabei. Wie: Machen Sie eine Bemerkung über die Verspätung, erkundigen Sie sich, wie lange man bis Station/ Haltestelle "xyz" fährt, fragen Sie nach der Uhrzeit. Oder, falls sich keine dieser Optionen anbietet, einfach nach einem Papiertaschentuch...

Fitness-Studio

Warum: Das Fitness-Studio, einst als Mucki-Bude verschrien, wird längst auch von normal sportlichen Menschen besucht. In den meisten Clubs herrscht eine sportiv-lockere, offene Atmosphäre. Wer hier Kontakte knüpfen möchte, hat viele mögliche Themen zur Auswahl. Weiterer Pluspunkt: Wer beim ersten Mal zu schüchtern ist, kann davon ausgehen, das Objekt des Interesses beim nächsten oder übernächsten Besuch wieder zu treffen. Wer: Das Publikum variiert von Club zu Club. In schniekeren Läden treffen Sie eher auf Schnösel mit Gel-Frisur, in bodenständigen Clubs bringen sich Studenten und Durchschnittsverdiener in Form. Für fast alle Männer, die ins Fitness-Studio gehen, gilt: Sportlich und körperbewusst mit einer gewissen Portion Eitelkeit. Wie: Das Kursangebot, der beste Fitness-Drink oder die einfache Frage, wo sich denn die Toiletten befinden: Die Möglichkeiten, im Studio einen Flirt zu starten, sind schier unerschöpflich.

Museums-Führung

Warum: Wer besonderen Wert auf überdurchschnittliche Bildung und ausgeprägtes Kunstinteresse legt, ist bei einer Museums-Führung goldrichtig. Am besten in einem der renommierten Häuser Deutschlands (zum Beispiel im Kunstmuseum Wolfsburg, in der Hamburger Kunsthalle oder in der Neuen Pinakothek), wo gute Führungen proppevoll und angenehm gemischt sind. Wer: Kulturinteressierte Männer, vorzugsweise in schwarzem Tuch, die Stirn in Denkerfalten gelegt - die treffen Sie bei einer Führung ebenso wie muntere Kunststudenten und gut aussehende Söhne kunstbeflissener Mütter. Wie: Über den Museumsführer lästern, vorgeben, etwas nicht mitbekommen zu haben, ihn nach seiner Meinung fragen - Gesprächsstoff bieten Führungen genügend. Und das Museumscafé zur späteren Vertiefung der Diskussion ist gleich um die Ecke.

Wiebke Peters
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