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Damit der Funke nicht erlischt 4 Gewohnheiten von sexuell befriedigten Paaren

Sexuelle Befriedigung meint nicht nur Sex an sich
Wie geht sexuelle Befriedigung in der Partnerschaft?
© lordn / Adobe Stock
Sex ist für viele Paare wichtig. Aber wie kann man sexuelle Befriedigung auch noch nach Jahren aufrechterhalten? Das sind die 4 besten Strategien.

Es kann schwierig sein, den Funken der Leidenschaft in einer Beziehung zu erhalten – schließlich leben wir in einer unsteten Welt, in der uns der Alltag mit Aufgaben und Stress überschüttet. Dabei ist Sex für eine Beziehung – insofern beide Parteien ihn überhaupt praktizieren möchten – sehr wichtig, schließlich spielt körperliche Intimität eine wichtige Rolle für die Zufriedenheit in einer Partner:innenschaft, wie Studien zeigen.

Paare, die mindestens einmal die Woche Sex haben, berichten von einer höheren (sexuellen) Beziehungszufriedenheit und können besser mit den Fehlern und Unzulänglichkeiten des:der Partner:in umgehen. Aber Sex lässt sich nicht loslösen von der restlichen Beziehung. Mit unserem Miteinander schaffen wir die Bedingungen für Intimität und Leidenschaft – doch nicht immer wissen wir, wie wir das bewerkstelligen können. Die Forschung hat sich diesem Thema angenommen: Das sind die häufigsten Strategien, die sexuell zufriedene Paare nennen.

1. Der Sex wird geplant

Nun mag man denken: Wie bitte? Wie unromantisch ist das denn? Sex muss spontan sein, nur dann ist er leidenschaftlich! Nun, das ist zumindest das, was uns gerne weisgemacht wird. Aber wie oft passiert es wirklich, dass zwei Menschen spontan zur gleichen Zeit Lust aufeinander haben? Sieht man mal ab von der Anfangszeit einer Beziehung, in der alles neu und aufregend ist. 

Doch wenn der Alltag immer mehr Raum einnimmt, bleibt meist nicht mehr viel übrig für Spontanität. Hier hilft es, Sex in einem gemeinsamen Zeitplan festzuhalten – wie eine Art Ritual, in dem man sich ganz der Körperlichkeit widmet. Das mag erst einmal ungewöhnlich sein, aber betrachte es im Zweifel so: Selten fährt man ganz spontan in den Urlaub, auch der muss geplant sein. Und trotzdem freuen wir uns sehr darauf – genauso, wie die Vorplanung von Sex in uns Vorfreude wecken kann.

2. Man sorgt für die richtige Stimmung

Wie Ether Perel, eine Paartherpeutin, sagt, beginnt das Vorspiel, wenn der letzte Orgasmus abgeklungen ist. Das meint, dass sich sexuell zufriedene Paare austauschen, miteinander flirten und die gemeinsame Zeit vor dem eigentlichen Sex genießen.

Sie wählen Orte und Zeiten, in denen sie frei von Ablenkungen sind und sich ganz auf das gegenseitige Vergnügen konzentrieren können. Die Umgebung kann schlicht oder beispielsweise mit Kerzenschein beleuchtet sein – da hat jedes Paar seine eigenen Vorstellungen. 

3. Beide probieren sich immer mal wieder an etwas Neuem

Es ist wundervoll, wenn sexuelles Verlangen an einem Ort entstehen kann, der für beide Sicherheit und Geborgenheit bietet. Aber immer mal wieder etwas Neues einzubringen, ein wenig Aufregung und Abenteuer, tut gut, wie Studien nahelegen. Untersuchungen zeigen, dass Paare, die jeden Monat mindestens eine neue Sache ausprobieren – zum Beispiel eine andere Stellung oder eine andere Umgebung –, ein besonders befriedigendes Sexualleben haben.

4. Perfektion und Befriedigung sind zwei Paar Schuhe

Sex ist chaotisch, unvollkommen, manches Mal sogar ein wenig komisch. Sexuell zufriedene Paare sind sich dessen bewusst und tappen dabei nicht in die Falle, den:die Partner:in mit anderen (am besten noch Filmfiguren) zu vergleichen. Sex mit realen Menschen im realen Leben unterscheidet sich eben von den Bildern, die wir vielleicht im Kopf haben. 

Es tut gut, gemeinsam über etwas lachen zu können, das im Bett nicht so lief wie erhofft. Wichtig ist am Ende, dass man zusammen lernt und wächst – und Sex nicht als Leistungssport sieht.

Verwendete Quellen: psychologytoday.com, jstor.org, utpjournals.press, psycnet.apa.org

cs Brigitte

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