Sex an Weihnachten: Darum ist er so beliebt

Laut einer Studie ist das Interesse an Sex an Weihnachten besonders hoch. Erfahre hier die Hintergründe.

Die Vorstellung vom Intimwerden an Weihnachten, im kuschelig Warmen, vor dem Kamin, in ausgelassener Stimmung ist anscheinend nicht nur imaginär. Einer Studie nach, ist das Bedürfnis nach Sex an den Feiertagen höher.

Zu dieser Schlussfolgerung gehört aber noch einiges mehr. Eine Forschergruppe aus Amerika und Portugal wunderte sich, warum die Anfragen auf Suchmaschinen wie Google zu den Feiertagen besonders häufig das Wort "Sex" enthielt und konnte so auch einen Zusammenhang zwischen den immer höher werdenden Geburtenraten in den späten Sommermonaten, in christlichen Kulturen besonders im September, herstellen.

Sex an Weihnachten: Hohe Geburtenzahlen und Suchanfragen

Die Forscher um Luis Rocha und Ian B. Wood von der Universität Bloomington, Indiana (USA) und Joana Gonçalves-Sá vom Instituto Gulbenkian de Ciência (Portugal) schauten sich für ihre Studie, die sie 2017 im Fachmagazin "Scientific Reports" veröffentlichten, die Such-Trends des Begriffs "Sex", sexuell geprägte Twitter-Nachrichten und der jeweiligen Geburtenrate in 130 Ländern an. Darunter auch Länder wie Deutschland, Frankreich und die Niederlande. Untersucht wurde der Zeitraum zwischen 2004 und 2014, also von zehn Jahren.

Herausgekommen ist, dass tatsächlich das Suchwort "Sex" an religiösen Feiertagen häufiger eingegeben wurde. In christlichen Ländern wurde besonders in der Woche um Weihnachten dieses Suchwort häufig eingegeben, dazu passt auch die wachsende Geburtenrate im September. In muslimisch geprägten Ländern fiel die Häufigkeit der der Suchanfragen um Sex an Weihnachten nicht so hoch aus. Dort wurde besonders in der Zeit des Fastenbrechens Eid al-Fitr das Wort "Sex" gesucht.

Die Wissenschaftler fanden so durchaus ein höheres Interesse an Sex an den Feiertag heraus, in Zusammenhang mit den hohen Geburtenraten rund neun Monate danach lässt auch einen praktischen Zusammenhang erblicken.

Die Gründe konnten mit dieser Studie nicht ermittelt werden. Der Versuch, einen biologischen Zusammenhang zu finden, wegen der kalten Jahreszeit und den längeren Nächten, kann aber schnell widerlegt werden. Denn auch auf der Südhalbkugel, wie in Australien, ist das Interesse an Sex im Zusammenhang mit Weihnachten besonders auch, auch wenn dort die Nächte nicht so lang sind.

Sex an Weihnachten: Kollektive Stimmung der Liebe

Es scheint mehr von einer kollektiven Stimmung in der Gesellschaft abzuhängen, wie das Fortpflanzungsmuster der Menschen aussieht. Zu den Feiertagen herrscht eine allgemeine, zufriedene und ruhige Stimmung. Zudem wird Weihnachten als das Fest der Nächstenliebe deklariert. Auch die Familie spielt besonders zu religiösen Feiertagen eine höhergestellte Rolle.

Aus diesen Faktoren heraus lassen sich bestimmte, unterbewusste Motive, für das gesteigerte Interesse an Sex ableiten.

  • Durch die familiäre Prägung der Festtage ist es möglich, dass der Wunsch nach Nachwuchs entsteht oder wächst und man an den besinnlichen Feiertagen daran arbeiten möchte. Die kollektive Stimmung vermittelt eine friedliche Atmosphäre, in die man gerne Nachwuchs in die Welt setzen möchte.
  • Außerdem hat man an Weihnachten schlichtweg mehr Zeit für Sex, da der Alltag anstrengend ist und man die wenige Freizeit lieber mit Ausruhen verbringen möchte.

Die Studie um die Forscher Rocha und Gonçalves-Sá hat übrigens den Zweck, gezielte Safer-Sex-Kampagnen zu schalten. Mithilfe der sozialen Netzwerke und der Suchanfragen können so Krankenhäuser optimal auf einen Geburtenanstieg vorbereitet werden und der richtige Zeitpunkt für Safer-Sex-Kampagnen ermittelt werden.

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