Missionarsstellung - viel besser als ihr Ruf!

Sie ist ein Klassiker: die Missionarsstellung. Aber sie gilt auch als langweilig. Warum nur? Wir zeigen euch, wie sie richtig Spaß macht!

Aufregender Sex ist echte Schwerstarbeit, oder? Nach zehn Stunden im Büro zu Hause erstmal den Lieblingsporno einwerfen, die Handschellen raussuchen und (als Frau) die Beine rasieren. Dann noch schnell die Liebeskugeln einführen, das Intimpiercing auf Hochglanz bringen und den Küchentisch frei räumen. Eventuell phallisch geformtes Gemüse bereitlegen. Sich schließlich noch zwischen dem Ganzkörper-Latexoutfit und dem Krankenschwesterdress entscheiden, den Mann des Begehrens mit Sahne einsprühen und dann kann es endlich losgehen: dreieinhalb Stunden Dauerkopulation, im Stehen, in allen möglichen Sexstellungen. In der Reiterstellung, im Handstand, mit den Knien an den Ohren und den Beinen im Spagat, aber nie schnöde im Bett.

Blümchensex? Von wegen! Langweilig wird's in keiner Sekunde. Er dringt aus allen möglichen Winkeln in sie ein und stimumuliert zusätzlich ihre Klitoris. Er verschafft ihr immer wieder neue Lust. Und während die Frau dann in der zehnten Sexstellung ihrem achten vaginalen Orgasmus entgegensteuert, hört sie ihn noch keuchen: "Keine Sorge, Schatz. Mit zwölfmal Sex pro Woche liegen wir 600 Prozent über dem europäischen Durchschnitt."

Missionarsstellung? Im Kamasutra klingt alles viel aufregender

Aber Scherz beiseite: So läuft es doch in keinem Schlafzimmer ab. Nach einem stressigen Arbeitstag möchte man vor allem eines: entspannen. Und auch wenn man sich noch zu Sex aufraffen kann, müssen es nicht unbedingt die aufregendsten Experimente mit den waghalsigsten Stellungen sein. Aber Durchschnitts-Sex - das ist für viele eine Horrorvorstellung! Sexualität: In keinem anderen Bereich des Lebens haben Menschen so viel Scheu, einfach zum Normalen zu stehen. Als müsste man sich dafür schämen, nicht mindestens einmal täglich das Kamasutra durchzuturnen und ständig neue Sexstellungen auszuprobieren - immer auf der Jagd nach noch mehr Lust und dem Super-Orgasmus. Offen zu bekennen, dass man die Missionarsstellung beim Sex ziemlich scharf findet, ist so, als würde man sich von einem Punk-DJ ein Lied von Heino wünschen.

Dabei ist diese Sexstellung für die meisten Männer und Frauen die angenehmste und natürlichste Art und Weise, Sex zu haben. Und trotzdem gilt der Klassiker als Inbegriff des Mittelmaßes, als Sex für Faule, als langweilig. Die Missionarsstellung wird als Bambi-, Vanilla- oder Blümchensex verhöhnt sogar medizinische Ratgeber sprechen von einer "Anfängerstellung" für in der Liebe Unerfahrene und in Pornos ist diese Stellung genauso tabu wie der Grundschritt für Turniertänzer.

Die Missionarsstellung ist weltweit beliebt

Dabei zählt die Missionarsstellung in sämtlichen Umfragen weltweit zu den favorisierten Sexstellungen im Bett, und das hat vermutlich folgende Gründe. Erstens: Sie ist für Männer und Frauen gleichermaßen bequem. Warum muss man sich beim Sex die Knie aufscheuern und alle Muskeln zerren? Wieso soll es mehr Lust auslösen, wenn man sich dafür verrenken muss? Zweitens: Man kann sehen, mit wem man es treibt. Und sehen, ob es dem anderen genauso viel Spaß macht. Drittens: Die Missionarsstellung kommt der menschlichen Anatomie einfach entgegen.

In der Position läuft man nicht Gefahr, sich das Becken zu verrenken. Der Mann kann bei dem Klassiker unter den Sexstellungen mit seinem Penis tief in sie eindringen, während sie auf dem Rücken liegt. Er kann ihre Klitoris mit den Händen stimulieren und beide können hemmungslos knutschen. Ob im Bett, auf dem Sofa oder Boden - kaum eine Stellung ist bei Männern wie Frauen so beliebt. Und überhaupt nicht langweilig!

Missionarsstellung = Kuschelsex? Von wegen!

Kaum eine Stellung ist derart variantenreich. Und jawohl: Man kann auch in der Missionarsstellung hemmungslos und dreckig vögeln! Nur weil die Frau unten liegt und der Mann oben, muss noch lange nicht alles langweilig sein. Natürlich hat die von Kinsey getaufte Missionarsstellung auch bei ihren Anhängern kein Monopol im Bett und sie ist auch kein Garant für einen Orgasmus. Aber würde man sie von ihrem Stigma befreien und ihr einen anständigen Namen geben, wahrscheinlich würden sämtliche Lifestylepopper erleichtert ihre Umschnalldildos, Nippelklemmen und Latexmasken in die Ecke feuern, sich entknoten und es einfach mal wieder ganz entspannt und ganz normal miteinander treiben.

7 Tipps, wie die Missionarsstellung besser wird

1. Kissen drunter! Ein Kissen unter dem Po der Frau führt dazu, dass ihr Becken leicht erhöht ist - und das sorgt beim Sex für zusätzliche Stimulation.

2. Die CAT-Position! Sie schließt ihre Beine. Er rutscht nun so lange nach oben, bis seine und ihre Beckenknochen aufeinanderliegen. Er bewegt seinen Penis nun von leicht erhöhter Position nach unten statt klassisch vor und zurück. Mehr Infos zur CAT-Position findet ihr hier.

3. Beine anziehen! Wenn die Frau die Beine anzieht, kann er noch tiefer eindringen - das befördert die Lust.

4. Zum Niederknien! Auch ein heißer Tipp: Er ist wie gewohnt über ihr, aber kniet statt zu liegen.

5. Umschlungen! Sie schlingt bei dieser Variante der Missionarsstellung ihre Beine um seine Hüften.

6. Starke Schulter! Auch sehr erregend: Wenn sie ihre Beine auf seine Schultern legt - er kann zusätzich ihre Klitoris stimulieren.

7. Bitte lächeln! Wie wärs mit einem kleinen Video? Wer sich beim Sex in der Missionarsstellung filmt, wird sehen, dass sie alles andere als langweilig ist. Und erkennt vielleicht, welche Abwandlung sie noch heißer machen würde.

Pimp my Missionarsstellung!

Er liegt oben und sie unten? So ganz klassisch muss man die Missionarsstellung ja nicht betreiben. Verändert doch mal die Position ein wenig - und schon gibt's einen neuen Lustkick!

Ab auf die Seite!

In diese Stellung gelangt ihr, wenn ihr euch einfach mit einem Schwups nach links oder rechts dreht. Vorteil: Ihr kommt euch noch viel näher, weil er sich nicht mehr abstützen muss. So fühlt sich diese Position besonders innig an!

Einfach, aber effektiv!

Die Kamasutra-Stellung "Dit-Moi-Tout" funktioniert ähnlich, nur dass man sich nicht komplett auf die Seite dreht. Er kippt leicht nach links oder rechts und dringt so in einem anderen Winkel in sie ein.

Viel Spaß im Nass

Mal in der Badewanne probiert? Zugegeben: Gerade, wenn die Wanne klein ist, ist es oft ein kleines Akrobatik-Kunststück, leidenschaftlich Sex zu haben. Die Missionarsstellung klappt aber ganz gut. Ist auf jeden Fall eine schöne Abwechslung zum Bett!

Der Tisch ist gedeckt!

Missionarsstellung 2.0! In dieser Abwandlung liegt sie auf dem Rücken und er dringt von vorne in sie ein. Dabei umschlingt sie ihn mit ihren Beinen. Das Besondere: Sie liegt auf einer Erhöhung, etwa auf dem Tisch. So kann er sie an der Hüften festhalten und noch tiefer hineingleiten. Sehr anregende Sexstellung!

ALS/sde
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