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Spanking: Was ist das und wie geht's?

Spanking: Ein Mann versohlt seiner Partnerin den Hintern
© WeAre / Shutterstock
Dem Partner beim Sex den Hintern versohlen, um ihn auf Hochtouren zu bringen – das nennt man Spanking. Wie und wieso das funktioniert, erfährst du hier.

Was ist Spanking?

Der Begriff Spanking kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt "verhauen" oder "den Hintern versohlen". Er bezeichnet also eine Handlung, die wir grundsätzlich nicht gutheißen – außer beim Sex!

Erotisches Spanking ist ein typisches Element beim BDSM, doch es kann auch für Blümchensex-Pärchen eine interessante Abwechslung sein (und natürlich ebenso für alle anderen, die mit Bondage und Co. sonst nicht unbedingt so viel am Hut haben). Die Grundidee beim Spanking: Einer der Sexpartner versetzt dem anderen Hiebe bzw. "Klapse", vorzugsweise auf den Hintern.

Dadurch entsteht einerseits ein Machtgefälle – der "Spanker" nimmt im Vergleich zum "Gespankten" eine dominante Position ein –, das einigen Menschen einen Kick gibt (ungewohnte oder extreme Situation => Aufregung, Adrenalin). Andererseits empfindet der passive oder devote Part im Idealfall einen sogenannten Lustschmerz, der das sexuelle Erlebnis besonders eindringlich macht.

Tatsächlich lässt sich durch Spanking sogar die Intensität des Orgasmus erhöhen: Die Schläge auf den Po regen die Durchblutung an und das steigert die Erregung.

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Spanking (für Anfänger): Regeln und Tipps

Gerade wer noch wenig bis keine Erfahrung mit BDSM-Praktiken hat, sollte ein paar Dinge beachten, ehe sie dem Partner plötzlich einen gepfefferten Klaps verpasst oder den eigenen Po auf dem Präsentierteller serviert. Keine Sorge! Ihr müsst dafür nicht unbedingt einen mehrseitigen Vertrag aufsetzen wie Christian in "50 Shades of Grey". Folgende Fragen solltet ihr allerdings zusammen mit eurem Schatz beantworten, ehe es zur Sache geht.

1. Seid ihr beide einverstanden?

Ganz klar: Wenn ihr Spanking zum ersten Mal ausprobieren möchtet, müsst ihr vorher mit eurem Sexpartner drüber reden und sicherstellen, dass er auch Lust darauf hat. Ebenso solltet ihr euch im Vorfeld über die Rollenverteilung einigen – sonst mündet euer Liebesspiel am Ende noch in einer Prügelei ...

2. Wie lautet das Codewort?

Es geht zwar im Zweifel "nur" um Klapse auf den Hintern, doch auch da gilt: Safety First! Vereinbart ein Codewort, das dem anderen signalisiert, dass er mit was immer er gerade tut, auf der Stelle aufhören soll – das ist das Mindeste. Wenn ihr euch so viel Geistesgegenwart beim Geschlechtsverkehr zutraut, dass ihr mehrere Codes korrekt zuordnen könnt, könnt ihr darüber hinaus Begriffe festlegen, die z. B. "so ist okay, aber bitte nicht fester" oder "fester" bedeuten. Alternativ könnt ihr das natürlich auch einfach sagen – vor allem, wenn euch das Rollenspiel beim Spanking nicht so wichtig ist.

3. Ab wann tut es weh?

Schmerzempfinden ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und zum Teil variiert es stark. Deshalb kann es sinnvoll sein, bevor ihr loslegt einmal auszutesten, wie sich das Hinternversohlen für den anderen im nicht erregten Zustand anfühlt und bei welcher Intensität es ihm unangenehm wird. Ist natürlich nicht das gleiche wie wenn ihr auf Touren seid und bereits mittendrin im Vorspiel, aber sich grob zu verschätzen, wenn's drauf ankommt, ist ein absoluter Lustkiller – und dem könnt ihr mit einer Generalprobe vorbeugen.

4. Wo prickelt's am meisten?

Wenn ihr eh schon am Testen seid: Einmal abzuklopfen, wo sich die beste Stelle zum Versohlen befindet, kann man auch im Vorfeld einmal abchecken. Der Po bietet sich definitiv an (und wird daher auch von den meisten gewählt), weil an ihm in der Regel genug Polsterung vorhanden, er dank Serienmarathons auf der Couch und stundenlanger Büroarbeit an Strapazen gewöhnt und bei alledem trotzdem sehr sensibel (viele Nervenenden) und eine erogene Tretmiene ist (gerade die Pospalte ist bei vielen Frauen eine höchst erogene Zone). Heißt also: Bei Klapsen auf den Hintern ist das Risiko für Verletzungen vergleichsweise klein, aber die Chance auf intensive Lust und Lustschmerz relativ groß. Ob der Klaps eher seitlich, von unten oder möglichst gerade erfolgen soll, ist dann wiederum eher individuell und ein Frage, die ihr mit dem Vorab-Test beantworten könnt.

Hilfsmittel fürs Spanking

Ein sehr geeignetes Werkzeug fürs Spanking haben wir alle jederzeit bei uns:

  • Die Hand.

Abgesehen davon, dass sie nichts kostet, einfach zu bedienen ist und man ihre Wirkung in der Regel sehr gut einschätzen kann, bietet die Hand den Vorteil, dass der dominante Part die Schläge ebenfalls spürt. Andererseits muss die Hand so oder so zum Einsatz kommen, denn: Im Wechsel mit den Hieben sollte der versohlte Po unbedingt genügend Streicheleinheiten bekommen – und die am besten (auch) von Hand.

Beliebte und mögliche andere Hilfsmittel beim Spanking sind:

  • Peitsche (mehrsträngig, einsträngig, Flogger, Bull Whip, Striemer, aus Leder, Gummi – das Angebot ist riesig!)
  • Paddel
  • Rohrstock
  • Rute
  • Gürtel
  • Kochlöffel
  • Tawse

Achtung! Je härter der Gegenstand, den ihr wählt, umso vorsichtiger müsst ihr natürlich sein. Gerade Einsteiger sollten auf Toys zurückgreifen, die tatsächlich fürs Spanking entwickelt sind und nicht unbedingt improvisieren und etwas zweckentfremden, das eigentlich in den Wald oder um die Hüfte gehört ... 

Spanking: Die besten Positionen

Von den uns bekannten Sexstellungen lässt sich unser heiß geliebter Doggy Style super mit Spanking kombinieren, sofern ein Mann die dominante Rolle übernimmt. Da die Haue aber eh Teil vom Vorspiel ist, müssen wir überhaupt nicht auf Krampf direkt vom Spanking zum Coitus übergehen – wir können uns genauso gut umpositionieren und die Stellung unserer Wahl einnehmen (z. B. die Reiterstellung, die besonders gut zum Kontext passt, wenn wir als Frau unseren männlichen Sexpartner versohlt haben). Wenn wir uns für diese "Bäumchen wechsel dich"-Variante entscheiden (die die deutlich einfachere und bequemere ist!) haben wir fürs Spanking verschiedene Möglichkeiten, uns zu positionieren, zum Beispiel kann der "unterwürfige" bzw. devote Part ...

  • übers Knie gelegt werden,
  • vorn übergebeugt stehen,
  • auf allen Vieren knien,
  • knien und den Oberkörper beispielsweise aufs Bett legen,
  • in der Kerze liegen (für Profis und die Athleten unter uns).

Einfach ausgestreckt auf dem Bauch zu liegen, erscheint zwar naheliegend, erweist sich in der Praxis für die meisten allerdings als unangenehm – außerdem ist das Verletzungsrisiko dabei höher.

Spanking ist nicht so ganz deins? Vielleicht kannst du ja mit Tantra-Sex oder Tantra-Yoga mehr anfangen oder bist eher der Typ für Necking?! Falls du's gerne innig und intim hast, kannst du auch die Blühende Orchidee einmal ausprobieren. Und sofern es öfter mal schnell gehen muss: Welches die besten Orte für einen Quickie sind und was dabei sonst noch zu beachten ist, erfährst du in unserem Artikel. Oder hat dein Partner vielleicht einen Fetisch, mit dem du dich nicht anfreunden kannst? All diese Themen kannst du übrigens auch in unsere Community tragen, um sie in einem geschützten Umfeld anonym mit anderen zu besprechen.


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