Stealthing - nehmt euch vor diesem gefährlichen "Sextrend" in Acht!

Viele Frauen hatten in ihrem Leben schon einen One-Night-Stand. Erwischt man einen üblen Typen, könnte man Opfer von "Stealthing" werden. Wir erklären euch, was dahinter steckt.

Die wenigsten von uns sind so gläubig, dass sie jungfräulich in die Ehe gehen. Und hey, gegen One-Nights-Stands ist auch absolut nichts einzuwenden. Ein neuer "Sextrend" namens "Stealthing" bereitet jetzt allerdings vielen Frauen Sorgen, die ab und zu mal Spaß mit fremden Männern haben. Dabei handelt es sich nicht um eine neue Sex-Praktik, die man unbedingt mal ausprobieren sollte (deshalb setzen wir das Wort "Sextrend" auch bewusst in Anführungszeichen), sondern schlichtweg um Missbrauch.

Stealthing - was steckt dahinter?

Normalerweise spricht man vor dem ersten Sex mit einem Mann kurz über das Thema Verhütung (Und klar, bei einem One-Night-Stand sollte man IMMER ein Kondom verwenden). Betreibt er "Stealthing", willigt er auch zunächst ein, ein Kondom zu benutzen und streift eines über. Doch während des Geschlechtsverkehrs zieht er es unbemerkt wieder ab - beispielsweise bei einem Stellungswechsel. Dass er sich oder seine Partnerin dabei mit einer sexuell übertragbaren Krankheit infizieren könnte, ist ihm völlig schnurz - wie auch der Umstand, dass die Frau vielleicht schwanger werden könnte. 

Warum machen Männer das?

Zum einen, weil die Männer in der Frau kommen wollen, zum anderen auch einfach, weil sie den Kick des Verbotenen lieben. Auch Machtausübung kann ein Motiv sein - leider gibt es einige widerliche Beweggründe, warum Männer "Stealthing" betreiben.

Doch egal, welche Motivation dahintersteckt: Heimlich das Kondom abzuziehen, ist missbräuchlich, respektlos und entwürdigend. Das Perverse: In Foren geben sich Männer sogar gegenseitig Tipps, wie man das Kondom unbemerkt loswerden kann. Tut euch auch langsam der Nacken vom fassungslosen Kopfschütteln weh?

Ist Stealthing illegal?

Rechtlich gesehen ist es gar nicht so einfach, die Täter zu belangen. Denn auch wenn sich Juristen einig sind, dass es sich hier um einen Missbrauch handelt (manche sprechen sogar von Vergewaltigung, denn einvernehmlich war ja nur der Sex MIT Kondom), kann man den Männern nicht immer einen Vorsatz nachweisen. Wer kann schon beweisen, dass das Kondom nicht aus Versehen abgerutscht ist? In der Schweiz wurde allerdings schon ein Mann zu einem Jahr Bewährungsstrafe verurteilt.

Trotzdem: Wer Opfer von "Stealthing" wurde, sollte auf keinen Fall schweigen. Traut euch, zur Polizei zu gehen! Schließlich ist es UNSER Körper und wir haben ein Recht darauf, selbst zu bestimmen, was mit ihm passiert! Abgesehen davon ist es auch wichtig, ein Zeichen gegen Stealthing zu setzen und den Männern klar zu machen: Das lassen wir nicht mit uns machen!

as
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