Studie deckt auf: So kommt es zu einem Seitensprung

Warum können manche Menschen ein Leben lang treu bleiben, während andere immer wieder fremdgehen? Eine amerikanische Studie behauptet jetzt: Das ist alles von zwei Botenstoffen im Gehirn abhängig!

Traurig aber wahr: So untreu sind wir wirklich!

Alle Menschen möchten an die eine, ewige Liebe glauben, an den einen Menschen, mit dem man gemeinsam alt wird und ein Leben lang zusammenbleibt. Aber die nackten Zahlen sprechen da leider eine andere Sprache: Eine Umfrage des “Journal of Marital and Family Therapy“ ergab, dass 57 Prozent aller Männer und 54 Prozent aller befragten Frauen schon mindestens einen Seitensprung in ihrem Leben begangen haben. Daran zeigt sich: Fremdgehen ist nicht nur deutlich verbreiteter, als die meisten Menschen denken, Frauen und Männer sind auch gleichermaßen anfällig dafür. Aber warum eigentlich? Was ist die Ursache dafür, dass manche Leute einfach nicht treu bleiben können?

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Reine Kopfsache

Laut einer Studie ist die Ursache angeblich in den chemischen Prozessen des menschlichen Gehirns verankert: Versuchspersonen, bei denen die Rezeptoren für den Belohnungs-Botenstoff Dopamin D4 besonders ausgeprägt waren, waren auch statistisch gesehen deutlich anfälliger für Seitensprünge. Diese Gruppe war zum Teil regelrecht süchtig danach, immer wieder neue Partner „nebenbei“ zu haben, und ging dafür auch hohe Risiken ein. Ein weiterer Faktor laut einer finnischen Studie: Das Hormon Vasopressin (auch „Kuschelhormon“ genannt), das nach dem Sex ausgestoßen wird und eine tiefe Bindung mit dem Partner im Gehirn bildet. Bei manchen Menschen wird dieses Hormon nur in geringen Mengen ausgestoßen. Die Folge: Selbst nach dem besten Sex ihres Lebens fühlen diese Menschen keine besondere Bindung zu dem anderen Körper neben ihnen im Bett und bleiben weiter auf der „Jagd“.

Video: Seitensprung aus wissenschaftlicher Sicht

Botenstoffe und Hormone: Wirklich eine Entschuldigung für jeden Ausrutscher?

Mit anderen Worten: Aus klinischer Sicht ist die Veranlagung fürs Fremdgehen schlicht eine Frage der Genetik. Ob man es tatsächlich komplett darauf reduzieren kann, bleibt allerdings fraglich: Schließlich spielen viele andere Faktoren innerhalb der Beziehung auch eine wichtige Rolle, wie etwa der generelle Umgang der Partner miteinander und die Offenheit der Kommunikation. „Ich kann halt nicht anders“ ist und bleibt also weiterhin eine verdammt schlechte Ausrede, wenn man auf frischer Tat ertappt wird!

heh
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