Studie zeigt: Diese Alltagsgewohnheit schadet dem Sexleben – und wir haben sie alle

Sexuell unausgelastet? Vielleicht liegt es daran, dass du eine ganz bestimmte Gewohnheit pflegst – jedenfalls kommt die laut einer Studie bei immer mehr Menschen dem Sex in die Quere ...

Egal ob wir unsere Beziehung, unsere allgemeine Lebenszufriedenheit oder unser Selbstwertgefühl stärken möchten – Sex hilft! Die Intimität mit dem Partner, das Erlebnis des höchsten Glücksgefühls (wenn es denn zum Orgasmus kommt, hust hust) und dieser einzigartige Moment, in dem wir unseren Körper einfach nur spüren und eins mit ihm sind, ohne eine kneifende Hose, Müdigkeit oder sonst etwas zu fühlen ...

Sexstellungen, wenn du müde bist

Doch auf all das verzichten laut einer vom "Wall Street Journal" in Auftrag gegebene Studie immer mehr junge Menschen freiwillig zugunsten einer Aktivität, die wir in den letzten paar Jahren überhaupt erst kennengelernt haben: Netflix gucken!

Jeder Vierte stellte schon Netflix über Sex

Bei der von "SurveyMonkey" durchgeführten Erhebung wurden gut 1.000 Menschen zu ihrer Einstellung bezüglich Netflix versus Sex befragt. Im Gegensatz zu der Studie von "markt.de", die wir euch kürzlich vorgestellt haben und bei der es darum ging, wofür Menschen auf Sex verzichten würden, interessierte sich das "Wall Street Journal" nicht für einen hypothetischen Fall, sondern für die Realität – und so lautete diesmal die Frage an die Testpersonen: "Hast du innerhalb der letzten sechs Monate zugunsten von Netflix auf Sex verzichtet?" Das Ergebnis: Jeder vierte Befragte antwortete mit "Ja!", mindestens einmal wurde im vergangenen Halbjahr netgeflixt statt Sex gehabt. Mindestens einmal ließ man sich lieber von "Stranger Things" beschallen als mit dem Liebsten zu ... bonden.

Klingt nicht viel? Tja! Das liegt daran, dass die Teilnehmenden in der Altersgruppe ab 39 den Schnitt ein ganzes Stück runterziehen: Während von den älteren Befragten lediglich 16 Prozent mit "Ja" antworteten, gaben bei den 18- bis 38-Jährigen stolze 36 Prozent zu, ihren Schatz für Netflix schon von der Bettkante gestoßen zu haben – und weitere 30 Prozent berichteten in dieser Gruppe, selber gestoßen worden zu sein (also von der Kante, nicht wie du denkst ...). Immerhin: 86 Prozent der Befragten sagten, dass sie die Zeit, in der sie mit ihrem Partner Netflix schauen, als gemeinsame "Quality Time" empfinden und das Gefühl haben, auch über "Orange Is the New Black"  und Co. ihre Bindung zu ihm zu stärken. Na, wenn das kein Grund zur Beruhigung ist ...

Hauptsache Gleichgewicht!

Andererseits besteht, wenn wir ganz ehrlich sind, in Wahrheit natürlich überhaupt kein Grund zur Aufregung, nicht mal wenn 100 Prozent von 7 Milliarden Befragten zugeben würden, dass sie gelegentlich lieber abschalten und sich beschallen lassen, als Geschlechtsverkehr zu haben. Niemand kann uns vorschreiben, was wir wann wie viel brauchen oder tun müssen, um ein erfülltes Leben zu führen. Hin und wieder Netflix und Chill statt Sex wird unserer Beziehung vermutlich genauso wenig schaden wie unserem Selbstwert- oder Glücksgefühl. Wenn wir unseren Schatz allerdings den siebten Abend in Folge mit der Begründung vertrösten, dass "Stranger Things" gerade so spannend ist, sollte uns das wohl mindestens nachdenklich machen ...

sus
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