Warum wir so schamlos lügen, wenn es um Sex geht

Eine Doku im ZDF macht sich auf die Suche nach der nackten Wahrheit über Sex - und versucht zu ergründen, warum wir besonders oft bluffen, wenn es ums Bett geht.

"Der Mensch ist ein geborener Lügner. Und am meisten lügt er, wenn es um Lust und Liebe geht", sagt Bernhard Fink. Der Evolutionspsychologe ist einer der Experten in der ZDF-Dokumentation "Lust und Lüge: Die Deutschen und der Sex". (Sendetermin: Dienstag, 3. November, 20.15 Uhr ) Glaubt man den Selbstauskünften der Bundesbürger, hat die Mehrheit mindestens viermal Sex pro Woche, multiple Orgasmen und ist natürlich immer treu.

Aber: Warum schwindeln wir ausgerechnet beim Sex so hemmungslos? Welchen Vorteil bietet uns das Lügen in der Liebe? Und wo stehen wir uns damit vielleicht selbst im Weg? Mit Experimenten, Lügendetektor-Tests und auf Grundlage aktueller Forschungsergebnisse macht sich die Dokumentation auf die Suche nach der nackten Wahrheit über unseren Sex.

Studie: Fremdgehen beglückt

Auch Männer täuschen den Orgasmus vor

Filmautorin Carolin Reiher: "Wir lügen ja nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil wir uns davon etwas versprechen - oft geht es darum, einen potenziellen Makel zu verbergen." In ihrer Doku trifft die Filmemacherin dann auch auf Männer, die offen zugeben, schon einmal einen Orgasmus vorgetäuscht zu haben.

Reiher wünscht sich "ein entspannteres Verhältnis zu den vielen Zahlen und Angaben, die über Sexualität kursieren." Dem Zuschauer empfiehlt sie: "Darüber schmunzeln, dass wir alle bei dem Thema ein bisschen lügen - und solange wir niemandem damit schaden, ist das auch okay."

Hier geht's zum Doku-Trailer:

sde
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