Nicht zu fassen! Sextoy-Hersteller spionierte Vibrator-Nutzerinnen aus

Wenn man seinen Vibrator verwendet, dann ist das ein sehr intimer Moment. Umso frecher, dass ein kanadisches Unternehmen Daten über das Gerät abgriff.

Die Vorstellung, dass jemand aufzeichnet, wann, wie und wie lange man seinen Vibrator verwendet, ist eigentlich unfassbar. Trotzdem ist das passiert. Der kanadische Hersteller "Standard Innovation" spionierte mit seinem Toy "We-Vibe", das man per Smartphone steuern kann, tausende Kundinnen aus – indem pikante Daten wie Nutzungsdauer, -intensität und -frequenz an das Unternehmen weitergeleitet wurden. Theoretisch hätte auf diese Weise sogar ein Fremder das Gerät kontrollieren können.

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Was sagt das Unternehmen dazu?

Nachdem zwei IT-Experten die Firma im vergangenen Jahr auf die Sicherheitslücke ansprachen, waren die sich zunächst keiner Schuld bewusst. Offiziell hieß es, man habe mit den Daten nur das Gerät verbessern wollen. Fakt ist, dass die Kunden nicht darüber aufgeklärt wurden – eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit!

Standard Innovation muss Entschädigung zahlen!

Und das nicht zu knapp. 2016 wurde in den USA eine Sammelklage eingereicht – nun muss das Unternehmen 3,75 Millionen Dollar Entschädigung an seine Kunden zahlen. Den Nutzern, die geklagt haben, stehen bis zu 10 000 Dollar zu.

Muss ich mein We-Vibe jetzt wegwerfen?

Nein, Standard Innovation erklärte, dass die Vorkehrungen zum Schutze der Privatsphäre bereits im September 2016 verbessert wurden. Na, dann wollen wir das mal ganz fest glauben ...

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