Diese 3 Dinge machen dich attraktiv ❤️

Ob bei der Partnersuche oder im Job – eine gewisse Attraktivität verschafft uns Vorteile! Warum und was einen Menschen attraktiv macht, erfährst du hier.  

Attraktivität: Zwei Menschen tanzen im Sonnenuntergang
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Auch wenn wir's vielleicht nicht sooo gerne zugeben: Attraktive Menschen haben in den meisten Lebensbereichen zumindest einen Startvorteil. Arbeitgeber unterstellen fit aussehenden Leuten mehr Energie und Flexibilität, wer ansprechend aussieht, bekommt Komplimente, ohne etwas dafür zu tun, und damit wir uns in jemanden verlieben, sollte der, so der aktuelle Forschungsstand, am liebsten in etwa so attraktiv sein wie wir selbst (weitere Kriterien, die bei der Partnersuche eine Rolle spiele, erfährst du in unserem Artikel "Warum verliebt man sich?"). Der Halo-Effekt lässt grüßen!

Da drängt sich doch die alles entscheidende Frage auf: Was ist Attraktivität? Und: Kann man sie sich vielleicht irgendwie aneignen ...?

Attraktivität versus Schönheit

Im alltäglichen Sprachgebrauch setzen wir Attraktivität und Schönheit tendenziell gleich, doch tatsächlich gibt es (mindestens) einen maßgeblichen Unterschied zwischen den beiden Konzepten: Was wir als schön empfinden, ist stark von gesellschaftlichen Standards geprägt, die sich im Laufe der Zeit zum Teil erheblich verändern – für unsere Vorstellung von attraktiv gilt das nicht.

Einfaches Beispiel: Weibliche Körperformen. Im Barock galten füllige Frauen als besonders schön, in den 90ern war (leider!) sehr mager das Schönheitsideal und momentan werden anscheinend vor allem muskulöse, durchtrainierte oder klar definierte Formen (z. B. großer Hintern, schmale Taille) angestrebt und gefeiert (obwohl wir uns dank sinnvoller Bewegungen wie Body Neutrality oder sogar Body Positivity natürlich alle versuchen, von solchen Idealen zu befreien ...). Doch als attraktiv empfinden die meisten Menschen heute wie vor 300 Jahren Frauen mit einem durchschnittlichen, "weiblichen" Körper: Weder über- noch unterernährt, erkennbare Rundungen um Becken-, Po- und Brustbereich, wohl proportioniert. Attraktivität ist also offensichtlich schon mal ein stabileres Maß als Schönheit!

Attraktivität: Definition

Wortwörtlich bedeutet Attraktivität (von lat. "ad" = zu und "trahere" = ziehen, schleppen) im Grunde nichts anderes als Anziehungskraft. Wen wir attraktiv finden, halten wir für interessant und reizvoll, außerdem sind wir gerne in seiner Nähe. That's it. Welcher Mensch dieses Kriterium erfüllt, d. h. wer eine solche anziehende Wirkung auf uns hat, entscheiden keine gesellschaftlichen Standards und auch keine bewusst festgelegten Vorsätze und Absichten wie "ich gehe nicht nach dem Äußeren" – sondern in erster Linie unser 300.000 Jahre altes Gehirn.

Das wiederum interessiert nicht, welchen BMI ein Mensch hat oder wie deutlich sich seine Bauchmuskeln abzeichnen. Für unsere grauen Zellen ist vor allem so etwas entscheidend wie, ob uns eine Person wohl gesonnen ist, ob wir ihr also vertrauen und gegebenenfalls gewisse Pläne umsetzen können, für die wir sie auserkoren haben. Bei der Partnerwahl oder -suche zum Beispiel, die bewusst oder unbewusst eine zentrale Rolle im Leben der meisten Menschen spielt, sind die in unseren Hirnwindungen am tiefsten verwurzelten Absichten nach wie vor: Sex, Beziehung, Kinder, zusammen alt werden.

Attraktivität: Welche Merkmale machen attraktive Menschen aus?

Auf welche Merkmale und Signale unser Gehirn bei seiner Beurteilung der Attraktivität eines Menschen besonders anspringt, wurde und wird natürlich immer wieder in Studien und Umfragen untersucht und die Liste der attraktiven Eigenschaften ist mittlerweile entsprechend lang.

Tendenziell gelten Männer zum Beispiel als besonders anziehend, wenn sie ...

  • Selbstbewusstsein ausstrahlen
  • einen Dreitagebart und/ oder eine tiefe Stimme haben
  • groß und muskulös gebaut sind

Eine Frau dagegen wirkt attraktiv, wenn sie ...

  • Selbstsicherheit ausstrahlt
  • weibliche Rundungen hat
  • selbstständig und unabhängig auftritt

(Weitere Eigenschaften, die in Umfragen immer wieder und weltweit als attraktiv angeführt werden, erfährst du oben in unserem Video!)

Was die meisten Befragungen zum Thema Attraktivität allerdings auch zeigen: Es gibt zwar allgemeine übereinstimmende Tendenzen, doch die genauen Präferenzen unterscheiden sich von Mensch zu Mensch und auch von Kultur zu Kultur (zum Glück – sonst würden wir ja alle denselben Typ lieben und Partnersuche wäre ein noch größerer Konkurrenzkampf als ohnehin schon ...). Dafür sind aber die Kriterien, anhand derer unser Gehirn Attraktivität beurteilt, weitestgehend stabil und bei den meisten Menschen die gleichen.

Attraktivität: 6 Kriterien, anhand derer wir sie beurteilen

Wenn wir einen Partner fürs Leben suchen (und ein bisschen wohl auch, wenn wir als Arbeitgeber einen kompetenten Mitarbeiter einstellen wollen ...), beurteilen wir ihn unterbewusst vorwiegend anhand folgender Kriterien.

  • Gesundheit: Evolutionsbiologisch wollen wir von einem Partner vor allem eines: Kinder! Die können wir aber nur bekommen und zusammen großziehen, wenn gesundheitlich alles im Lot ist. Deshalb wirken wohlgenährte Frauen z. B. meist attraktiver als unterernährte. Auch wenn wir uns keine Kinder wünschen, wirkt eine gute Gesundheit auf viele Leute attraktiv, weil sie ein längeres und unbeschwerteres, gemeinsames Leben verspricht.
  • Genetische Kompatibilität: Ob und woran unser Gehirn festmacht, dass wir genetisch mit jemandem zusammenpassen, ist strittig. Viele Biologen gehen aber davon aus, dass es das irgendwie kann ...
  • Selbstbewusstsein: Die psychische Gesundheit spielt meist eine ebenso große Rolle wie die körperliche. Deshalb wirken Menschen mit einem stabilen Selbstwertgefühl tendenziell attraktiver als sehr unsichere Personen.
  • Vertrauenswürdigkeit: Bekanntes wirkt auf unsere grauen Zellen grundsätzlich vertrauenserweckend, Fremdes eher abschreckend und angsteinflößend. Deswegen halten wir uns bei der Partnerwahl meistens an unser Beuteschema, finden Typen attraktiv, die uns an Papa erinnern, und bewerten Attraktivität in unterschiedlichen Kulturkreisen (aufgrund unserer Wahrnehmungsgewohnheiten) verschieden.
  • Lebensqualität: Werde ich mit diesem Menschen ein schönes, unkompliziertes, komfortables Leben führen? Ja, auch diese Frage spielt für unser Unterbewusstsein eine entscheidende Rolle bei der Attraktivitäts-Beurteilung. Ein gewisses Maß an Ehrgeiz, Zielstrebigkeit, Wohlstand und Kompetenz wirkt daher durchaus anziehend.
  • Glückspotenzial: Bringt mich die Person zum Lachen? Kann ich gut mit ihr reden? Kann ich mit ihr das Leben genießen und loslassen? Kein Wunder, dass im direkten Vergleich der etwas gemütlichere Typ dann doch attraktiver wirkt als der Fitspo mit seinen 0,3 Prozent Körperfett ...

Zugegeben: Wenn man sich diese Kriterien so anschaut, wirkt unser Gehirn ganz schön anspruchsvoll und außerdem ziemlich diskriminierend! Allerdings sind sie nicht als Ausschlusskriterien zu verstehen, also in dem Sinne, dass z. B. jemand, der körperlich beeinträchtigt ist, grundsätzlich keine anziehende Wirkung hat. Oft genügt es, dass ein Mensch nur eines oder ein paar dieser Kriterien so eindrucksvoll erfüllt, damit wir die anderen (unerfüllten) automatisch vernachlässigen. Außerdem priorisieren wir je nach Persönlichkeit und Charakter die Kriterien zum Teil sehr unterschiedlich. Während die eine großen Wert auf Vertrauenswürdigkeit legt, fliegt die andere besonders auf Glückspotenzial und eine dritte auf die richtige Chemie.

Insofern lautet die Antwort auf oben gestellte Frage: Ja, wir können uns Attraktivität (zumindest ein beträchtliches Stück weit) aneignen! Zum Beispiel, indem wir unser Selbstwertgefühl stärken, einen Weg finden, mit Freude durchs Leben zu gehen, und uns dabei weder von wechselnden Schönheitsidealen aus der Ruhe bringen zu lassen noch von dem Anspruch, für alle Menschen maximal attraktiv zu sein ...

Wibbitz

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