Benching: Fall auf diese Dating-Masche bloß nicht rein!

Du datest diesen süßen Typen, aber irgendwie geht nichts voran? Oh oh! Wenn da mal nicht Benching dahintersteckt ...

Wisst ihr noch, früher, im Sportunterricht? Wenn Fußball gespielt wurde und man froh war, auf der Ersatzbank zu sitzen (ausgenommen natürlich die sportlichen Überflieger unter uns)? Tja, das war toll. Aber heute, wenn uns jemand auf die lange Bank setzt, den wir daten oder kennenlernen möchten, ist das alles andere als toll. Kommt nur leider oft genug vor und hat deshalb auch einen hippen, eingängigen Namen: Benching.

Was ist Benching?

Der Begriff "Benching" leitet sich von "bench" ab, dem englischen Wort für besagte (Ersatz-)Bank. Er bezeichnet eine Dating-Masche, die es zwar schon seit Urzeiten gibt, die sich aber erst jetzt, in Zeiten von Internet, Smartphone und Co., so richtig fies ausbreitet. Man könnte stattdessen auch sagen: Hinhalten!

In der Regel beinhaltet Benching unter anderem:

  • dem anderen (falsche) Hoffnungen machen
  • unverbindlichen Kontakt halten
  • flirten und Nettigkeiten austauschen (häufig mehr online als face to face)
  • beständige, aber sporadische Kommunikation (überwiegend per Chat, Nachrichten und Social Media)

Und schon wird klar, warum Benching neuerdings so populär ist: WhatsApp, Instagram und Co. machen es uns wahnsinnig leicht, andere Menschen bei der Stange zu halten. Hier ein Like, da eine Nachricht mit 😘 – minimaler Aufwand mit ganz miesem Effekt: Das Benching-Opfer bekommt den Eindruck, dass der andere wirklich an ihm interessiert ist und es mag. Dabei ist es in Wahrheit: Nur eine Option von vielen!

Benching: Wer macht sowas?

Täter beim Benching sind Männer und Frauen, über die wir mit Gewissheit nur eines sagen können: Dass sie verdammt unsicher sind! Und zwar ...

  • ... unsicher mit sich: Wer sich mehrere Optionen offenhält, tut das, weil er davon ausgeht, sein Wunschziel nicht zu erreichen (also abzublitzen). Bencher spannen sich ein Sicherheitsnetz. Zudem ziehen sie Bestätigung daraus, dass sie ihre Opfer bei der Stange halten können – denn anscheinend sind die an ihnen ehrlich interessiert ...
  • ... unsicher, was sie wollen: Ein lockerer Flirt? Sex? LiebeBeziehung? Partner fürs Leben? Mingle? Bencher haben keinen Plan, was sie selbst eigentlich wollen und vermeiden es daher, Farbe zu bekennen.
  • ... unsicher, wen sie wollen: Ist sie meine Traumfrau? Oder sie? Genauso wenig haben Bencher einen Plan, wen sie wirklich mögen oder lieben könnten. Sie sind ganz schlecht im eigene Gefühle verstehen und die meisten müssten sowieso erstmal Selbstliebe lernen, ehe sie sich wirklich auf jemand anderen einlassen könnten ...

Fazit: Kein selbstbewusster Mensch würde jemals auch nur einen Mann oder eine Frau benchen! Nicht nur, weil selbstbewusste Menschen Mitgefühl für andere empfinden und sie das daran hindern würde – ihr Mangel an Selbstwertgefühl ist überhaupt die Hauptursache dafür, dass Leute diese Dating-Masche abziehen.

Benching erkennen: 5 eindeutige Anzeichen

Wie aber erkennen wir, ob wir gebencht werden? Manchmal ist das gar nicht so leicht, insbesondere, wenn wir selbst bereits Schmetterlinge im Bauch haben oder der Täter scheinbar gute Gründe für seine Unverbindlichkeit vorbringt (viel zu tun, berufliche Zukunft gerade in der Schwebe ...). Aber es gibt einige Hinweise, die uns stutzig machen sollten. Zum Beispiel diese fünf: 

  1. Wir haben vor allem online Kontakt.
  2. Fragen wir nach einem Date, ist die Person gerade "im Stress" und vertröstet uns – ganz lieb und um Verständnis bittend – auf ein anderes Mal.
  3. Wenn wir uns verabreden, heißt es meist "voraussichtlich" oder "abends" – ein konkretes "Ja", "Nein" oder um "19.30 Uhr" gibt's dann erst kurz vor dem Date.
  4. Wir wissen nicht genau, woran wir wirklich sind. Wenn wir es ansprechen, weicht die Person aus und versucht, uns charmant auf ein anderes Thema zu bringen.
  5. Unser Bauchgefühl sagt uns, dass die Person es nicht ernst mit uns meint. 

Benching-Opfer? Was tun?

Wenn ihr glaubt gebencht zu werden, könnt ihr euren Verdacht am besten bestätigen, indem ihr den vermeintlichen Täter eiskalt konfrontiert.

  1. Trefft euch mit ihm (wenn er sich nicht mal auf ein Treffen einlässt, ist die Sache klar),
  2. sagt ihm, dass ihr das Gefühl habt, auf der Bank zu sitzen,
  3. fordert ein eindeutiges Bekenntnis ein und besteht auf intensiveren/zunehmenden Kontakt, falls die Person das Benching abstreitet.

Ändert sich danach etwas zum Positiven: Super! Bricht der Kontakt komplett ab: Da habt ihr's – der Person war es nicht ernst. Bleibt alles beim alten, unverbindlichen Wischiwaschi – distanziert euch und gebt sie auf, auch wenn's schwer fällt!

So hart es sein mag, sich das einzugestehen: Für jemanden, der uns nur als Option sieht, werden wir nie die Eine sein – jedenfalls nicht, solange wir ihn so mit uns umgehen lassen. Im Leben gibt's schließlich keinen Sportlehrer, der darauf achtet, dass jeder mal an die Reihe kommt ...

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