Top oder Flop? Dieser neue Dating-Trend gibt alle Macht den Frauen 💃

Wie wĂŒrde Dating wohl laufen, wenn nur die Frauen am DrĂŒcker wĂ€ren? Genau das können wir jetzt testen – dank einem neuen Dating-Trend aus Frankreich.

Partnersuche, das leidige Thema. Dabei könnte sie so viel Spaß machen und interessant sein! Leute kennen lernen, flirten, sich austauschen, schöne Dinge machen, essen gehen, kommunizieren – eigentlich wie eine einzige große Party mit einem konkreten Ziel: Jemanden finden, der sich fĂŒr eine Beziehung eignet.

Theoretisch könnten auch Online-Portale und die gefĂŒhlt unbegrenzten technischen Möglichkeiten positiven Schwung ins Dating-Leben bringen und die Suche erheblich erleichtern. Doch dass Online-Dating in der RealitĂ€t nur bedingt Spaß macht, empfinden vermutlich viele Frauen so. Penisbilder, Fake-Profile, Breadcrumbing, Benching, Ghosting oder Typen, die beim Real-Life-Date den Mund nicht aufkriegen – eines dieser PhĂ€nomene hat sicher jede schon erlebt, die sich mal lĂ€nger im Online-Dating-Universum rumgetrieben hat. Ätzend! Aber warum ist das so? Und vor allem: Muss das so sein?  

Die Französische Dating-Revolution

Nein, sagt ClĂ©mentine Lalande, muss es nicht. Die Französin ist Unternehmerin und Expertin fĂŒr Online-Dating. Da sie Probleme wie unerwĂŒnschte Dickpicks und Breadcrumbing aus ihrer eigenen (beruflichen) Erfahrung und Befragungen von tausenden Frauen nur allzu gut kennt, hat sie eine neue Dating-App gelauncht, "Pickable". Die beruht auf einem ganz einfachen Prinzip: Bei "Pickable" regieren die Frauen! 

WĂ€hrend wir als Frau nĂ€mlich kein Profil erstellen, um die App zu nutzen – kein Foto, keine Interessen, kein gar nichts – mĂŒssen MĂ€nner wie bei anderen Portalen einen Account anlegen, mindestens mit Foto, im Idealfall mit weiteren Infos ĂŒber sich. Wie und warum das die grĂ¶ĂŸten Schwierigkeiten beim Online-Dating lösen soll, hat uns ClĂ©mentine im BRIGITTE.de-Interview erklĂ€rt.

"MĂ€nnern geht's um Aufmerksamkeit"

"Frauen wissen bei der Partnersuche in der Regel ganz genau, was sie wollen, MĂ€nner folgen eher einem generellen Jagdtrieb", sagt die Expertin. MĂ€nner, so ihre Beobachtung, wollen in erster Linie erobern, egal wen, egal wofĂŒr. Deshalb treten sie vergleichsweise aggressiv auf – auffallen um jeden Preis und viel hilft viel. Es soll sogar einige Eroberer geben, die routinemĂ€ĂŸig hunderte Profile nach rechts wischen, ohne sie sich anzuschauen, nur um eine möglichst hohe Match-Wahrscheinlichkeit zu kriegen. Strange!

Noch stranger: Kommt es dann zu einem Austausch, geht der ĂŒber virtuellen Kontakt selten hinaus, "viele Online-Dating-Bekanntschaften bleiben online", so ClĂ©mentine, "einem Großteil der MĂ€nner geht es nur um Aufmerksamkeit." Bei Pickable bekommen sie die aber nur, wenn eine Frau sie wirklich interessant findet. Denn in der Praxis funktioniert die App fĂŒr uns so: Im Schutz der AnonymitĂ€t scrollen wir durch die Profile der MĂ€nner (ĂŒbrigens sind die immer nur fĂŒr 24 Stunden sichtbar, wenn sich derjenige registriert hat). Sagt uns eines zu, können wir es liken, demjenigen ein Foto von uns schicken und die Chat-Funktion freischalten. Kontakt, Austausch und Kennenlernen geht nur auf Initiative der Frau und ob sie nach etwas Ernstem sucht oder nur nach einem leichten Fling, ist ihre Sache.

"Im Idealfall brÀuchten wir Pickable nicht"

Pickable-GrĂŒnderin ClĂ©mentine Lalande

Aber ist das nicht wieder ungerecht fĂŒr die MĂ€nner? "In einer idealen Welt brĂ€uchten wir Pickable nicht", gibt ClĂ©mentine zu, "aber in der RealitĂ€t ist die App im Bereich Dating ein simples Mittel, um das bestehende Ungleichgewicht zu korrigieren." Nach dem Motto: Wenn man die Jahrhunderte alte Regel "der Mann muss den ersten Schritt machen" schon nicht von einem auf den anderen Tag aus den Köpfen der Menschen kriegt, kann man sie ja zumindest mal aus Dating-Software verbannen! 

Doch welche MĂ€nner machen so ein Dating-Spiel ĂŒberhaupt mit? Haben wir am Ende nicht einen Überschuss an Frauen und viel zu wenig Pickables? Erfahrungen aus LĂ€ndern wie Frankreich und Italien, wo die App bereits seit lĂ€ngerem auf dem Markt ist, zeigen, nein: Die Geschlechterverteilung unter den Usern ist etwa fifty-fifty. "Wo Frauen sind, sind auch MĂ€nner", sagt ClĂ©mentine. Na dann kann doch der Rest eigentlich auch nicht mehr so schwer sein ...

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