Wie kann ich mich verlieben? Stell 36 Fragen!

Eine amerikanische Wissenschaftlerin wollte wissen "Wie kann ich mich verlieben?" und probierte die 36 Liebesfragen von Arthur Aron aus.

Ist es Magie, wenn sich zwei Leute verlieben? Biologie? Oder einfach Strategie? Bislang konnte niemand genau sagen, warum sich zwei Menschen plötzlich miteinander verbunden fühlen.

Der amerikanische Wissenschaftler Arthur Aron war allerdings überzeugt davon, sehr nah an die Lösung herangekommen zu sein. Bereits 1997 veröffentlichte er den Bericht "The Experimental Generation of Interpersonal Closeness: A Procedure and Some Preliminary Findings" mit 36 Fragen, von denen er sagte: Wenn zwei unbekannte Menschen sich 45 Minuten lang diese Fragen stellen und danach vier Minuten in die Augen schauen - dann sind sie verliebt. Dabei müssen beide Teilnehmer abwechselnd eine Frage vorlesen, diese selbst beantworten und dann den anderen auf dieselbe Frage antworten lassen. Danach kommt der tiefe Blick in die Augen. Seiner Theorie nach kann man Liebe also strategisch planen. Oder zumindest eine emotionale Bindung zueinander aufbauen. Er testete seine Fragen an Personen und fand heraus, dass sich fast alle signifikant näher gekommen waren.

Die amerikanische Universitätsdozentin Mandy Len Catron hat sich fast 18 Jahre später wieder an die Fragen von Arthur Aron erinnert und die Methode spontan nach der Arbeit mit einem Kollegen ausprobiert, den sie nur flüchtig vom Sport kannte. Das Ergebnis: Beide verliebten sich ineinander. Über ihr Experiment schrieb sie in der "New York Times". "Weil die Fragen sehr langsam auf Bereiche zusteuerten, in denen wir unsere verletzlichen Seiten preisgaben, merkten wir nicht, wie intim wir inzwischen miteinander sprachen. Ein Prozess, der normalerweise Wochen oder Monate dauert." Mandy Len Catron beschreibt, dass sie vorher Unbekannten oft ein Bild von sich präsentierte, das sie genau plante. Die Fragen von Arthur Aron ermöglichten es ihr, sich authentischer zu zeigen. Über den Moment, in dem sie sich in die Augen schauten, sagt sie: "Das Besondere war nicht, dass ich in diesem Moment jemanden wirklich gesehen habe, sondern dass ich eine Person gesehen habe, die mich wahrnahm, so wie ich bin."

Die Amerikanerin ist sich nicht sicher, ob es allein an den Fragen von Arthur Aron lag, dass sie sich verliebt haben. Aber sie ist überzeugt, dass Liebe einem nicht nur passiert, sondern ein Prozess ist, den man unterstützen kann. "Wir verliebten uns, weil wir uns dafür entschieden, verliebt zu sein."

Die 36 Liebesfragen von Arthur Aron

Was glauben Sie? Können die Fragen von Wissenschaftler Arthur Aron funktionieren? Haben Sie es sogar selbst einmal ausprobiert? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.

Wer hier schreibt:

Unsere Empfehlungen