Zehn Dinge, die nur eine Single-Frau weiß

Lasst die anderen doch von Harmonie, Zweisamkeit und Familienglück reden - diese zehn Wahrheiten kennt nur die Single-Frau.

1. Wie man eine Hochzeitseinladung plus Eins meistert

Beim Öffnen einmal tief seufzen, dann Paul anrufen. Mein schwuler Freund kann erstens Parkett wie kein anderer, rockt den Dancefloor ungeniert zu Britney und Kylie und bietet außerdem den besten Schutz vor den geladenen Single-Männern, die meistens aus sehr nachvollziehbaren Gründen allein sind. Aber das Beste an der Hochzeitsplanung mit Paul sind die elf (!) Bilder-SMS mit möglichen Anzug-Outfits, die zu meinem Kleid passen könnten.

Attraktivität: Zwei Menschen tanzen im Sonnenuntergang

2. Worauf man beim Online-Dating achten muss

a. Auf dem Weg zum ersten Date unbedingt über Exit-Strategien für den Notfall nachdenken und am besten Freundin Diana schon mal für den "SOS-Anruf" briefen. Oder man erwähnt gleich bei der Begrüßung, dass das Poweryoga in einer knappen Stunde beginnt. Eine Kaffeelänge Höflichkeit reicht.

b. Wenn es sich bei dem Notfall um grobe optische Täuschung im Vorfeld handelt, darf man nach einem "Hallo" auf dem Hacken umdrehen. Beispiel: Man sieht auf den ersten Blick, dass Banker Christian, 41, den Mund auf seinen Parship-Fotos nur wegen seines gelblichen Jürgen Vogel-Gebiss geschlossen hatte. Und Tschüss!

c. Der Fluchtplan darf ebenfalls aktiviert werden, wenn ein Mann, wie Marketingleiter Peter, beim Dessert erzählt, dass in seiner Familie die Zwillingwahrscheinlichkeit sehr hoch ist und einem dabei vielsagend zwinkert. Ab duch die Hintertür!

3. Wie es ist, rücksichtslos Urlaub zu planen

Endlich mal die All-Inclusive-Woche ("Wie uninspiriert ist das denn bitte, Liebling?") im berüchtigten Robinson Single-Club in der Türkei buchen und nichts als Strand, Sport und Party machen. Oder beim L.A.-Trip mit Freundin Sonja jeden Laden auf dem Rodeo Drive checken, obwohl wir uns selbstverständlich nicht ein Teilchen bei Prada oder Balenciaga leisten können. Darum geht's ja nun wirklich nicht.

4. Was es für Spaß bringt, Sex zu haben, mit wem und wann man will

Am Samstag den hübschen Jan aus dem Kletter-Kurs treffen und am Mittwoch Studienfreund Tim, der gerade in der Stadt ist. Wichtig: Das Unmoralischsein unbedingt genießen, aber vielleicht besser nicht herumerzählen - es besteht die Gefahr, als Schlampe abgestempelt zu werden.

5. Wie man einen "Walk of Shame" würdevoll hinbekommt

"Walk of shame" bedeutet, im gleichen Outfit ins Büro zu gehen wie tags zuvor, weil man beim One-Night-Stand übernachtet hat. Leider merkt in einer Frauenredaktion fast jede Kollegin, dass man das Kleid von gestern trägt und zudem lippenstiftlos ist. Also schnappt man sich am besten gleich das Kosmetiktäschchen der Nachbarin und verschwindet rasch aufs Klo. Das Kleid von gestern? "Mein totales Lieblingsteil".

6. Was man Männern auf die bescheuertste Singlefrage aller Zeiten antwortet

"Wieso ist denn so eine tolle Frau wie du (noch) allein?"

a. Ich spare mich auf für einen genauso tollen Mann. Kennst Du einen?

b. Weil ich mich lieber mit mir verabrede als meine kostbare Zeit in schlechter Gesellschaft zu verplempern.

c. Die Luft ist so verdammt dünn auf dem Gipfel - da geht den meisten Kerlen vorher die Luft aus.

7. Was für erstaunte Gesichter Männer machen können, ...

... wenn man sie nach dem Sex nachts rauskomplimentiert, weil man einfach lieber allein schläft - und besser.

8. Wie man an der Ikea-Kasse souverän die Family-Card für die Rabatt-Teile zückt

Tipp für unsouveräne Tage: Einfach suchend nach der Familie umschauen.

9. Dass man niemals allein Tatort schauen sollte

Das ist einfach ein Paar- oder Gruppen-Ding. Man kann sich nur gemeinsam über die piefigen Dialoge aufregen. Allein bringt das keinen Spaß.

10. Wie herrlich selbstbestimmt es sich anfühlt, die Wohnung für sich zu haben

Die Schlafzimmerwand pink streichen, wenn einem danach ist. Die komplette sechste Staffel von "Scandal" an einem Wochenende durchschauen. Ugly Dance-Anfälle zu schlimmer Chartsmusik im Wohnzimmer ausleben.

Text: Martha Gold
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