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Schuldbekenntnisse 11 Menschen erklären, warum sie mal jemanden geghostet haben

Whisper: Eine Frau blickt auf eine Stadt
© Teh Ee Thai / Shutterstock
Wir alle wissen, dass Ghosting mies ist – trotzdem kommt es immer wieder vor. Was Menschen dazu bewegt, andere wider besseren Wissens mies abzuservieren, haben bekennende Ghoster*innen bei "Whisper" geteilt.

Ghosting ist nicht gerade die feine französische Art, da sind wir uns wohl alle einig. Einfach in der Luft hängengelassen zu werden von jemandem, der sich ohne Abschiedsworte und Erklärung aus dem Staub macht, kann psychisch ziemlich belastend und verunsichernd sein. Außerdem erschwert so ein sang- und klangloser Abgang der abservierten Person das Loslassen und Weitermachen (was sicherlich jeder Mensch weiß, der mal eine Bewerbung abgeschickt und nie eine Absage bekommen hat ...). 

Trotzdem wird gerade im Bereich Online-Dating geghostet, was das Zeug hält. Warum? Einerseits sicherlich weil Ghosting einfach und bequem ist und die Ghostenden nicht durchmachen müssen, was die Geghosteten durchmachen. Andererseits gibt es aber in jedem Fall auch noch eine Vorgeschichte und individuelle Beweggründe – wie folgende Geständnisse bekennender Ghoster*innen bei "Whisper" zeigen.

Menschen erklären, warum sie schon mal geghostet haben

1. Botschaft kam nicht an

"Er wollte meine Grenzen einfach nicht akzeptieren. Nachdem ich wieder mit der Liebe meines Lebens zusammengefunden hatte, hörte er nicht auf zu fragen, ob ich nicht auf ein 'Glas Wein' bei ihm vorbeikommen wolle. Dass ich ihm bereits gesagt hatte, dass ich glücklich und vergeben bin, schien ihn nicht ansatzweise zu interessieren."

2. Wie du mir, so ich dir

"Er brauchte immer ewig, um zu antworten, und jedes Mal war ich es, die wieder Kontakt aufnehmen musste. Also ließ ich es irgendwann einfach."

3. Blamage

"Ich habe ihm versehentlich einen Screenshot von ihm und seiner Ex geschickt, den ich eigentlich meiner Freundin senden wollte. Danach habe ich mich so geschämt, dass ich ihn überall blockiert und nie wieder mit ihm geredet habe. Nun fühle ich mich so schlecht deshalb."

4. Ausgetauscht

"Ich habe mal einen Typen geghostet, der eigentlich ganz süß war, aber irgendwie auch langweilig und unsicher. Ich hatte jemand anderen kennengelernt, deshalb habe ich den anderen geghostet. Ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen."

5. Creepy

"Wir hatten uns bei 'OKcupid' kennengelernt und schon eine Weile miteinander geschrieben und Pläne geschmiedet, aber noch nicht persönlich getroffen. Dann schrieb er mir um ein Uhr nachts, dass ich vorbeikommen soll. Das kam mir so komisch vor, dass ich ihm einfach nicht mehr geantwortet habe."

6. Eine Lüge

"Ich habe mal jemanden geghostet, weil ich bezüglich meines Alters gelogen habe. Das liegt mittlerweile über ein Jahr zurück, aber ich bereue es immer noch extrem."

7. Nicht gewusst, was zu schreiben

"Ich habe mal jemanden geghostet, weil ich einfach nicht wusste, was ich antworten sollte. Nach Monaten fiel mir etwas ein, aber zu dem Zeitpunkt war die Person unter der Nummer schon nicht mehr zu erreichen."

8. Falsche Frage

"Ich habe den Kontakt zu diesem Typen abgebrochen, nachdem er mich gefragt hatte, ob ich seine 'Internet-Freundin' sein möchte. Gibt es so etwas überhaupt?"

9. Unerwünschte Gefühle

"Ich habe meinen Online-Lover geghostet. Ich wollte einfach nur Spaß mit ihm haben, aber dann begann ich Gefühle für ihn zu entwickeln."

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10. Muttersöhnchen

"Meine erste Erfahrung mit Online-Dating: Ich fahre zu ihm nach Hause und stelle fest, dass er nicht nur keinen Job und kein Auto hat, sondern auch noch bei seiner Mama und seinem Papa wohnt (er war fast 30). Ich musste beim Date alles bezahlen. Ich habe ihn danach sowas von geghostet."

11. Oberfläche

"Ich habe online den Kontakt zu Typen abgebrochen, nachdem ich erfuhr, wie sie aussehen. Ich fühle mich schrecklich dafür, so oberflächlich zu sein."


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