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Winter Coating Der womöglich beliebteste Dating-Trend im Winter unter der Lupe

Zwei Männer kuscheln auf dem Sofa
© Graphicroyalty / Adobe Stock
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen kälter. Viele sehnen sich jetzt nach Zweisamkeit, Kuscheleinheiten und Nähe – was dieses Verlangen mit dem Dating-Trend "Winter Caoting" zu tun hat, erklären wir euch hier.

Mit dem Beginn des Novembers sind nun offiziell die Tage eingeläutet, in denen wir uns lieber drinnen einmuckeln als unsere Zeit draußen zu verbringen – höchstens am Glühweinstand vielleicht. Das Wetter schreit einfach nach gemütlichen Abenden auf der Couch. Und die sind doch viel schöner zu zweit als allein, richtig? Genau. Und daher rührt auch der berüchtigte Dating-Trend mit dem passenden Namen Winter Coating. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr gleich.

Dating-Trend: Was ist Winter Coating?

Während wir im Sommer noch young, wild und free waren und sehr gut allein – oder vielleicht in Begleitung aufregender Sommer-Flirts – unbeschwert durch die Weltgeschichte getanzt sind, sieht das im Herbst und Winter anders aus. Viele Menschen wünschen sich jetzt eine:n Partner:in, der:die sie durch die tristen Monate begleitet. Irgendwie verständlich ... zu zweit ist es einfach gemütlicher als allein.

Deswegen begeben sich viele pünktlich mit den ersten fallenden Blättern auf Partner:innensuche. Aber was ist jetzt das Problem dabei? Ganz einfach: Dass Beziehungen eingegangen werden, die als Mittel zum Zweck dienen und direkt mit einem Ablaufdatum versehen werden. Dem nächsten Frühling!

Das Phänomen wird Winter Coating genannt. Denn der Wintermantel leistet uns – genau wie die Winter-Romanze – treue Dienste über die kalten Monate hinweg und verschwindet dann mit steigenden Temperaturen wieder in den Tiefen des Kleiderschranks.

Beziehung auf Zeit: Deswegen schwierig 

Solange sich alle Parteien mit der Beziehung auf Zeit arrangieren und ihnen bewusst ist, dass die Wege sich irgendwann in naher Zukunft scheiden, kann Winter Coating ein einfacher Weg sein, cozy über die Wintermonate hinwegzukommen. In der Theorie zumindest. In der Praxis sieht es anders aus. Denn Gefühle lassen sich eben nicht planen und in den meisten Fällen wird es problematisch, sobald eine:r mehr möchte als der:die andere. Dann sind nämlich gebrochene Herzen vorprogrammiert.

Aufgewärmt mit fadem Beigeschmack 

Zudem fanden Dating-Expert:innen heraus, dass Singles dazu tendieren, alte Flammen für den Winter aufzuwärmen. Gerade in unsicheren Zeiten – wie diesen – streben viele nach Beständigkeit und bei dem:r Expartner:in weiß man doch sofort, was man bekommt. Risikominimierung vom Feinsten eben. Und irgendwie liegt es ja auch auf der Hand, einfacher als zu einem:r ehemaligen:r Partner:in zurückzukehren geht's nicht. Man kennt sich, man vertraut sich (mehr oder minder) und kann sich die nervigen Anfangsdates schenken und stattdessen direkt mit einer Tüte Chips und Netflix auf die Couch wandern. Klingt schon sehr verlockend. 

Warum trotzdem lieber die Finger davon lassen? 

Weil aufgewärmt eben nur halb so gut wie frisch schmeckt! Wir neigen dazu, vergangene Beziehung zu verklären und uns eher die positiven Eigenschaften des:der Ex-Partners:in in Erinnerung zu behalten. Die Gründe, warum man sich damals getrennt hat, sind oftmals aus dem Gedächtnis verschwunden. Leider heißt das nicht automatisch, dass die Person sich geändert hat oder ihr jetzt kompatibler seid als vorher. Denn in der wiederaufgelebten Beziehung sitzen die alten Probleme ganz schnell zusammen mit euch und der Tüte Chips auf dem Sofa. Und dass die neue alte Beziehung erneut in die Brüche geht, scheint irgendwie vorprogrammiert. Deswegen: Besser mit Vorsicht genießen, wenn sich ein:e Ex-Partner:in plötzlich meldet!

Brigitte

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