Kates Kleiderwahl und der Geheimcode dahinter

Kate und William sind auf "Dienstreise" in Indien. Die Herzogin von Cambridge hat den Trip wohl lange herbeigesehnt. Ihre Kleiderwahl ist exquisit, aber natürlich schmeisst sie auch nicht wie normale Menschen einfach ein paar Klamotten in den Koffer.

Kate und William auf diplomatischer Mission

Eine Reise nach Indien ist für die Herzogin kein einfaches Unterfangen. Insgesamt soll Kate 15 Outfits mit auf der Reise haben, angeblich selbst von ihr ausgesucht. Das wäre eine echte Herausforderung, tritt man doch mit der falschen Farbwahl in einem fremden Land schnell in ein mittelgroßes Fettnäpfchen. Im Vorfeld bekam sie dabei Hilfe von ihrer Privatsekretärin Rebecca Deacon. Die Vorarbeit leistet das Sekretariat - inklusive Bilder der Looks, wie sie aussehen, wenn sie draußen fotografiert werden. Die Auswahl am Ende trifft Kate wohl selbst. Das ist letztlich auch die Erklärung dafür, warum jedes Outfit eine sehr persönliche Botschaft in sich trägt. Wir haben die geheimen Codes entschlüsselt.

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Das Sari-Dress als erster Gruß

Indien ist ein farbenfrohes Land und wer hier in Hollywoods aktueller Lieblingsfarbe Weiß über den den Roten Teppich marschiert, hat schon verloren. Der glamouröse Auftakt gelang Kate in einem kobaltblauen Kleid perfekt. Neben den Bollywood-Größen sah sie glamourös, aber nicht vulgär aus. Eine ihrer Lieblingsmarken, Jenny Packham, schneiderte Kate die Robe auf den Leib. Aber nicht nur der Sari-Look war eine erste textile Verrbindung zwischen Großbritannien und Indien: Die aufwendigen Stickerreien sind indische Handarbeit. Auch beim Schmuck setzt Kate auf Völkerverständigung. Die Ohrringe stammen vom indischen Juwelier Amrapali.

Die Brit-Designer

Jenny Packham, Alexander McQueen, Alice Temperly (London) - Kate trägt als Mitglied der Royals und Vertreterin Großbritanniens natürlich britische Designer. Alles andere wäre ein Faux-pas. Nicht auszudenken, würde Kate im französischen Design von Chanel beim Staatsbankett auftauchen. Zu wenig heimisches Design wäre quasi Landesverrat und beim Thema Patriotismus verstehen die Briten keinen Spaß. Kate sagt hier: "Keine Sorge, ich kümmere mich auch um die britische Wirtschaft, wenn ich außer Landes bin". Dass die Kleider, die sie trägt, sofort ausverkauft sind, ist kein Geheimnis mehr.

Ihr zweites Outfit von Alice Temperly hat aber auch wieder einen Twist: Hier wurde indische Spitze verarbeitet.

Die Newcomerin

Ein Herz für Newcomer: Emilia Wickstead ist eine der aufstrebenden Modemacherinnen des Landes. Mit der Wahl dieses Kleides sorgt Kate für Auftrieb im Geschäft der jungen Frau. Nach außen sagt sie auch: "Ich bin jung, trendy und experimentierfreudig. Und kaufe nicht nur bei etablierten Designern, ich traue mich was." Allerdings wird es für diese Wahl vermutlich totzdem einen Tadel geben. Ein Windstoß hätte Kate beinahe etwas zu freizügig gezeigt. Die Queen lässt dagegen kleine Gewichte in den Saum ein, um ein solches Malheur zu verhindern. Anfängerfehler.

Die Hommage an Indiens Designer

Anita Dongre ist eine indische Desigerin, deren Kleid die Herzogin zu einem Kricket-Spiel ausgewählt hat. Dass sie ein Kleid einer Modemarke des Gastgeberlandes trägt, ist eher ungewöhnlich, aber auch der frühe Zeitpunkt (direkt am ersten Tag), lässt darauf schließen, dass Kate bei ihrem Staatsbesuch gerne gut ankommen möchte. Das Kleid sagt: "Ich kenn mich aus in eurem Land, ich kenne eure Künstler und Designer. Ich hab mich vor der Reise bereits mit euch und eurem Land beschäftigt."

Sportlich und mit den Hass-Schuhen der Queen

Die Queen HASST Wedges. Das sind Schuhe mir Keilabsätzen. Kate hat sich über die Beurteilung der Queen hinweg gesetzt. Zum Einsatz auf dem Cricket-Feld wählte sie sandfarbene Wedges. Für sportliche Betätigungen im eleganten Outfit genau die richtige Wahl. Hier lautet die Botschaft:" Ja, ich gehöre zu den Royals, aber ich lasse mir meinen Stil nicht ganz vorschreiben."

Bodenständig mit den acht Euro-Ohrringen

Das Kleid der indischen Designerin und die Wedges sind gehobene Preisklasse, wenn auch nicht übertrieben teuer. Der eigentliche Clou des Outfits aber sind die Ohrringe: Acht Euro sollen sie gekostet haben. Eine Botschaft, die Kate immer wieder sendet: "Ich, eure künftige Königin, achte auf das Geld und muss nicht nur Luxusgüter tragen." Ein geschickter Schachzug. Acht-Euro-Ohrringe kann man sich leisten. Und was für eine zukünftige Königin gut genug ist...

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