So machst du Löcher in deine Jeans, ohne sie zu ruinieren

Jeans können im Moment gar nicht zerlöchert genug sein. Wir erklären, wie du deine alte Hose in ultracoole Destroyed Jeans verwandelst.

Der Hype um Destroyed Denim

"Kind, kauf dir doch mal eine ordentliche Hose" – bei Mama, Tante oder Oma lösen die angesagten Destroyed Jeans oft noch Kopfschütteln aus. Dabei sind Hosen mit teils handtellergroßen Löchern längst im Mainstream angekommen. Ob H&M, Zara oder Marc O’Polo, alle Highstreet-Labels haben die zerschlissenen Jeans inzwischen im Angebot. Zu verdanken haben wir den Hype um den extremen Used-Look unter anderem Promis wie Heidi Klum, Kendall Jenner und Olivia Palermo, die „Destroyed Denims“ zu ihrer Alltags-Uniform erkoren haben und sie gern mit den neuesten It-Bags kombinieren.

Warum die Jeans mit Löchern so beliebt sind? Sie verleihen schlichten Kombis mit Shirt und Blazer eine Prise Rock’n’Roll und Lässigkeit – und sind eine schöne Abwechslung zur gewöhnlichen Blue Jeans. Aber wer einmal Destroyed Jeans im Laden anprobiert hat, weiß: Nicht jedem steht jeder Riss! Die Einheitslöcher in den Hosen können je nach Größe und Figurtyp sogar ziemlich doof aussehen und an den Knien für unschöne Ausbeulungen sorgen.


Viel schöner (und günstiger) ist es, ein paar alte Jeans zu bearbeiten und die Löcher ganz individuell an den genau richtigen Stellen und in der richtigen Größe zu platzieren. Dabei spielt auch der Schnitt der Hose eine Rolle: Bei Boyfriend-Jeans machen sich großflächige Löcher besonders gut, bei Skinny Jeans sind dezentere Risse oberhalb des Knies die erste Wahl. Hier erfahrt ihr, wie ihr Schritt für Schritt zur perfekten Destroyed Jeans kommt – ohne eure Hose zu ruinieren.

1. Übung macht den Meister

Bevor ihr eure Lieblingshose zerschnibbelt, solltet ihr eure Fähigkeiten als Destroyed-Jeans-Designerin testen. Schnappt euch eine ausrangierte Hose und übt so lange, bis euch Risse und Löcher wirklich gut gelingen.

2. Finger weg von brandneuen Hosen

Bei ganz neuen Jeans sind die Fasern noch zu fest - und ein Used-Look mit Löchern wirkt wenig authentisch. Besser funktioniert es mit Hosen, die schon häufiger gewaschen wurden und ein paar Gebrauchsspuren aufweisen.


3. Platziert die Löcher mit Bedacht

Am besten funktioniert das, indem ihr die Hose anzieht und die Stellen, an denen ihr eure Jeans bearbeiten wollt, markiert. Bewährt hat sich dafür Schneiderkreide, zur Not könnt ihr aber auch einen Bleistift, Sicherheitsnadeln oder Stecknadeln verwenden. Und wir wiederholen es gern noch einmal: Bei weiten Boyfriend-Hosen sehen große Löcher super aus, bei Skinny Jeans ist weniger meist mehr. Verteilt die Löcher nicht zu symmetrisch, das sieht schnell gewollt und unecht aus.

4. Das richtige Werkzeug 

Für einen authentisch abgewetzten Look könnt ihr eure Jeans mit einer feinen Käsereibe, Stahlwolle, Schmirgelpapier oder einer Fußfeile zu Leibe rücken. Probiert einfach aus, womit ihr am besten klar kommt - und habt Geduld, es dauert eine Weile, bis ihr den robusten Jeans-Stoff aufgescheuert habt. 

5. Die Feinarbeit

Jetzt wird es ein bisschen tricky: Damit ordentliche Risse entstehen, fahrt ihr mit der Kante (nicht der Spitze!) einer größeren Schere horizontal über den Jeansstoff, und zwar so lange, bis ihr die dünnen weißen Fäden seht. Greift dann zu einer Pinzette und zupft die Fäden nach und nach heraus, um den Riss schön auszufransen. Richtige Löcher gelingen am besten mit einer kleinen, scharfen Nagelschere. Um zu verhindern, dass ihr auch in die Rückseite des Hosenbeins schneidet, könnt ihr ein passendes Stück Pappe ins Bein schieben. Zum Schluss noch einmal mit Schmirgelpapier oder Feile bearbeiten - und fertig ist eure neue Lieblingshose!


Noch mehr Jeans-DIY

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jm
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