5 Styling-Regeln, auf die ihr jetzt pfeifen könnt

In der neuen Saison dürfen ein paar angestaubte Fashion-Gebote endgültig über Bord geworfen werden. Wir erklären, wie der gekonnte Regelbruch funktioniert.

Es gibt in der Mode einige ungeschriebene Gesetze, die man befolgen sollte, um als gut angezogen zu gelten. Sie werden uns wieder und wieder in Mode-Magazinen vorgebetet, selbst ernannte Stil-Päpste verkünden sie in Interviews und kritische Mütter, Freundinnen Kolleginnen reiben sie einem unter die Nase, wenn man die Gebote einmal missachtet.

Das Schöne an solchen Styling-Regeln ist, dass man sie bewusst brechen kann. Im Herbst 2015 ist vieles erlaubt, was nach den Regeln des vermeintlich guten Geschmacks eigentlich verpönt sein müsste. Die Zeit der großen Trends, da sind sich die Mode-Experten einig, ist endgültig vorbei, stattdessen rücken Individualität und die Inszenierung des eigenen Charakters in den Mittelpunkt. Und was würde sich dafür besser eigenen als ein gekonnter Regelbruch.

Genialer Trick: So rutscht keine Kleindung mehr vom Bügel!

Regel 1: Zieh dich deinem Alter entsprechend an

Tschüs, Rentner-Beige! Hallo, Granny-Chic! Welche Farben, Formen, Muster und Schnitte unserem Alter angemessen sind, entscheiden wir jetzt nach Lust und Laune, unabhängig vom Geburtsjahr. Und so kommt es, dass der gefeierte neue Gucci-Designer Alessandro Michele für den Herbst und Winter 2015 junge Frauen im Omi-Look mit Schluppenbluse, doppelreihigem Mantel und Henkeltasche auf den Laufsteg schickte. Gleichzeitig wird die nicht mehr ganz junge amerikanische Fashionista Baddie Winkle als Instagram-Phänomen gefeiert und für ihre abgefahrenen Outfits geliebt.

Regel 2: Trage Schlaghosen unbedingt in bodenlang

Schlaghosen müssen so lang sein, dass sie fast den Boden berühren - seit den Siebzigern ist dieser Satz in Stein gemeißelt. Jetzt schreiben wir die Mode-Geschichte um! "Cropped Kick Flares" heißen die neuen Schlaghosen mit Hochwasser, die aktuell auf Streetstyle-Bildern und an Bloggern wie der Australierin Shalini Papas zu bewundern sind. Sieht überraschend gut aus - und lässt den Seventies-Trend ein wenig moderner wirken.

Regel 3: Finger weg von Rollis, wenn du einen großen Busen hast

Ohne Rollis geht diesen Herbst gar nichts. Frauen mit einem großen Busen wurde jahrzehntelang eingebläut, dass sie darum bitteschön einen Bogen machen sollen. Dabei kann ein hochgeschlossenen Oberteil auch mit einer großen Oberweite toll aussehen - wenn die Proportionen stimmen. Findet übrigens auch die Kurven-Fachfrau Anna Scholz.

Regel 4: Im Herbst sind geschlossene Schuhe obligatorisch

Natürlich sind Stiefeletten, Chelsea Boots und Sneakers praktisch, wenn es draußen nass und matschig wird. Der It-Schuh der Saison schert sich darum allerdings gar nicht. Beim Anblick des mit Fell besetzten Slip-On-Loafers aus der Herbst-Winter-Kollektion von Gucci bekommen Mode-Redakteurinnen auf der ganzen Welt Schnappatmung. Kein Wunder, dass er auch auf der Fashion Week in New York schon an zahlreichen Front-Row-Füßen gesichtet wurde. Wem der Hausschuh-Look zu skurril ist, kann sich stattdessen vielleicht mit dem Socken-in-Sandalen-Trend anfreunden.

Regel 5: Weniger ist mehr

Wähle Accessoires mit Bedacht, überfrachte dein Outfit nicht, setze auf ein echtes Highlight statt auf viele - ja, auch wir bekennen uns schuldig, diese Mode-Gebote gepredigt zu haben. Und dann kommt dieser opulente Wahnsinnslook von Miu Miu und wirft all unsere Zurückhaltung über Bord. Ja, man kann einen auffällig gemusterten Pulli mit einer gemusterten Bluse und funkelndem Klunker-Schmuck um den Hals und an den Ohren kombinieren!

Teaserbilder: Kseniia Perminova / shutterstock

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