So kommt ihr günstig an neue Klamotten

Ihr braucht ein neues Outfit, wollt aber keine Unsummen dafür ausgeben? Hier sind vier günstige Alternativen zur Shopping-Tour.

Wenn Youtube-Stars wie Madame Tamtam, Ema Louise, oder Patrizia Palme die Ausbeute ihrer Shopping-Streifzügen in "Haul"-Videos präsentieren, gucken Tausende gebannt zu. Macht ja auch einfach Spaß, stundenlang durch die Läden zu ziehen oder sich durch die Onlineshops zu klicken und richtig zuzuschlagen. Aber wer nach so einer Shopping-Tour lauter voll gepackte Tüten nach Hause schleppt (auf Englisch heißt schleppen "to haul"), der gibt nicht nur ordentlich Geld aus, sondern strapaziert auch seine Öko-Bilanz. Dass Fast Fashion die Umwelt belastet, dürfte sich inzwischen rumgesprochen haben. Statt des besinnungslosen Kaufrauschs auf der Highstreet setzen inzwischen auch immer mehr Blogger und Youtuber auf "Haulternatives". Hier sind vier Möglichkeiten, um an neue, inspirierende Outfits zu kommen, ohne dafür tief in die Tasche greifen zu müssen.

1. Ausleihen

Wäre es nicht toll, wenn man sich Klamotten genauso einfach ausleihen könnte wie ein Buch aus der Bücherei? Das fragten sich die beiden Hamburgerinnen Pola Fendel und Thekla Wilkening und gründeten 2012 kurzerhand die Kleiderei. Ihre Mode-Bibliothek begann mit einem Laden auf St. Pauli, inzwischen kann man deutschlandweit online ausleihen: Mit einem Abo (34 Euro im Monat) bekommt ihr Zugriff auf einen "neverending Kleiderschrank". Jeden Monat darf man sich vier Teile aussuchen, die neuen Lieblingsklamotten auf Zeit werden dann per Paket verschickt - und können nach vier Wochen ausgetauscht werden. Im Kleiderei-Fundus sind neben schicken Secondhand-Teilen auch viele Entwürfe von lokalen Designern wie Musswessels, Irina Rohpeter oder Lies in Layers zu finden.

2. Swappen

Bloggerin Kim von Kim Goes Öko macht es vor: Man kann grandios gut angezogen sein, ohne bei den üblichen Fast-Fashion-Verdächtigen einzukaufen. Die Mainzerin setzt nicht nur auf Secondhand-Mode aus Thrift-Shops, sondern tauscht auch viele Klamotten. Das Prinzip ist einfach: Was die eine schon lange nicht mehr trägt, kann die andere beglücken. Also: Mistet euren Kleiderschrank aus und organisiert Swap-Parties mit euren Mädels! Oder schaut euch um, ob es bei euch in der Nähe offizielle Tausch-Events gibt. Auch Greenpeace hat schon Kleidertauschparties in ganz Deutschland organisiert.

3. Secondhand kaufen

Ähnlich wie beim Tauschen gilt auch bei Secondhand-Klamotten: Hier sind echte Fashion-Schätze zu heben! Stöbert in Secondhand-Boutiquen, auf dem Flohmarkt oder in Vintage-Onlineshops. Ihr seid skeptisch? Dann lasst euch von Hindi Kiflai überzeugen, die für einen Selbstversuch 365 Tage lang nur Secondhand-Kleidung getragen hat.

4. Upcyceln

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Aus Alt mach Neu: Wer ein wenig Näh-Geschick besitzt, kann ausrangierte Klamotten umarbeiten, zum Beispiel von der Hose zum Jeansrock. Oder ihr verpasst eurer alten Jeans einen angesagten ausgefransten Saum. Wenn ihr um Nähmaschinen lieber einen Bogen macht, könnt ihr Upcycling-Mode natürlich auch kaufen - zum Beispiel den Rucksack oben auf dem Foto. Das Modell von Bridge & Tunnel ist aus alten Jeans gefertigt.

Teaserbilder: Diana Indiana / Shutterstock

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