Personal Shopping - der schnellste Weg zum Lieblingslook?

Eine persönliche Stilberatung per Mausklick - funktioniert das? Wir haben das Personal-Shopping-Angebot von Zalon by Zalando ausprobiert.

Das alte Problem: Der Schrank ist voll & man hat nichts anzuziehen

Falls ihr auch nicht zu der Sorte Mensch gehört, die Klamotten nach Farben sortieren und ihre sorgfältig komponierten Outfits schon abends herauslegen, kennt ihr das: Man steht morgens vor dem proppevollen Schrank, wühlt sich durch Röcke, Kleider und Oberteile ("Habe ich tatsächlich fünf verschiedene Ringelshirts?") und greift doch wieder zur Lieblingsjeans und der gemütlichen Strickjacke. Und bei der nächsten Shopping-Tour? Nimmt man sich fest vor, mal etwas zu wagen, probiert sich durch Unmengen von Klamotten - und landet bei den gleichen Teilen wie immer (Stichwort: Ringelshirts).

High Heels ohne Schmerzen: Darum ist es schlau, den 2. und 3. Zeh zusammenzubinden!

Die Lösung: Eine Stilberatung beim Personal Shopping?

Egal, ob man keine Zeit und Lust hat, selbst nach neuen Klamotten zu suchen, oder sich Anregungen für seinen Style wünscht, persönliche Shopping-Beratungen im Netz, auch Curated oder Personal Shopping genannt, werden immer beliebter. Aber funktioniert so eine Stilberatung aus der Ferne wirklich? Mode-Redakteurin Julia Müller hat es ausprobiert.

Im Test: Die Stilberatung von Zalon by Zalando

Wie funktioniert's? Zunächst einmal melde ich mich online unter www.zalon.de an. Dann klicke ich mich durch einen Fragebogen, beurteile Fotos ("Würdest du diesen Look tragen?"), werde zum Beispiel nach Lieblingsfarben, meinen Körpermaßen und nach Marken gefragt, die ich niemals tragen würde. Außerdem gibt es die Möglichkeit, ein Foto hochzuladen. Das Ganze ist schön übersichtlich aufgebaut und schnell ausgefüllt.

Und dann? Im nächsten Schritt vereinbare ich einen Telefontermin mit einem Stylisten. In meinem Fall ist das Saskia Hilgenberg - und sie ist mir auf Anhieb sympathisch. Wir reden ungefähr eine halbe Stunde lang, sie lässt mich meinen Stil beschreiben und fragt ganz genau nach, wonach ich suche. Soll es fürs Büro sein oder für die Freizeit? Trage ich auch mal hohe Schuhe? Mag ich Röcke? Wie sieht es mit bunten Mustern aus? Basierend auf meinen Antworten stellt sie ein persönliches Paket für mich zusammen, mit zwei kompletten Outfits vom Schuh bis zum Mantel. Außerdem packt sie noch ein zusätzliches Teil als "Stylist Choice" hinein, von dem sie annimmt, dass es mir auch gefallen könnte.

Was kostet das? Die Beratung ist kostenlos, man zahlt nur den Preis für die Kleidung, die in dem Paket landet. Und wenn mir etwas nicht gefällt, kann ich es wie gewohnt kostenlos zurückschicken.

Und wie sieht das Ergebnis aus?

Ich bin ziemlich gespannt darauf, was Saskia für mich ausgesucht hat. Auch, wenn wir uns nur am Telefon gesprochen haben, sagt ihre Auswahl ja auch etwas darüber aus, was sie in mir sieht. Der erste Eindruck beim Öffnen des Pakets: schöne Farben, angenehme Materialien - das würde ich vermutlich auch im Geschäft mit in die Umkleide nehmen. Die zweite Erkenntnis beim Anprobieren: Saskia hatte ein wahnsinnig gutes Händchen für die richtigen Größen. Die Stoffhose von Hugo Boss (rechts im Bild) sitzt wie angegossen, die Plateau-Schuhe dazu finde ich super. Auch der Pulli passt - kratzt aber leider ziemlich. Der Mantel zu diesem Büro-Outfit (nicht im Bild) fällt ziemlich groß aus, Schnitt und Farbe finde ich aber top.

Für Outfit Nummer 2 (links) hatte ich mir von Saskia einen Rock gewünscht. Sie hat sich für ein Modell mit Falten in Knallorange entschieden. Um den hätte ich im Geschäft sicher einen Bogen gemacht, aber angezogen gefällt mir der Rock richtig gut, vor allem in Kombination mit dem camelfarbenen Strickpulli und der weißen Bluse. Dazu schwarze blickdichte Strumpfhosen und Stiefeletten - und ich hab mein "Weihnachten mit der Familie-"Outfit.

Ganz besonders angetan hat es mir aber der dunkelblaue Bleistiftrock von Kilian Kerner, den Saskia als "Stylist Choice" zusätzlich ausgewählt hat. Der ist inzwischen eine echte Alternative zu den Jeans geworden, zu denen ich sonst morgens immer greife.

Drei Fragen an die Zalon-Stylistin Saskia Hilgenberg

Saskia Hilgenberg arbeitet als freie Stylistin bei Zalon. Außerdem ist die Berlinerin einer der Köpfe hinter dem wunderbaren Blog Mummy Mag.

Für wen ist Personal Shopping interessant?

Die meisten meiner Kunden sind an Mode interessiert und kaufen auch gern online. Viele suchen über uns neue Inspirationen. Oder sie haben ein ganz bestimmtes Teil und wissen nicht, wie sie es kombinieren können. Da helfe ich dann weiter.

Welche Tipps hast du für Kunden, die Personal Shopping zum ersten Mal ausprobieren?

Das A und O ist natürlich, offen zu sein für neue Vorschläge. Ein Ganzkörperfoto macht es für den Stylisten einfacher, die Größe richtig einzuschätzen. Und wenn man ungefähr weiß, was man will, Stil-Vorbilder nennt und gut erklären kann, was man nicht mag, hilft das auch enorm.

Trotzdem ist es doch sicher schwierig, Klamotten für jemanden rauszusuchen, den man nicht kennt.

Manchmal ist es schon eine Herausforderung, aber mir macht das wahnsinnig viel Spaß. Man merkt am Telefon relativ schnell, wie wählerisch jemand ist. Mit der Zeit bekommt man ein Gespür dafür, was wem gefallen könnte. Ich frage immer nach der Motivation, das hilft. Und wir haben bei Zalando ein riesengroßes Angebot, das ist natürlich auch gut.

Noch mehr Personal Shopping

Einen Überblick über weitere Angebote für persönliche Stilberatungen im Netz und andere Trends im Online-Shopping findet ihr hier.

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