Wie ein Plus-Size-Label schlanke Frauen auf der Straße diskriminiert

"Skinny Bird Watching" nannte das Plus-Size-Label Taking Shape seine Aktion zur London Fashion Week. Die meisten Frauen fanden sie gar nicht lustig.

Mit Ferngläsern und Outdoor-Jacken standen sie in London auf der Straße - wie Vogelbeobachter in der freien Natur. Hinter ihnen eine Hütte, die an einen Hochsitz erinnert, mit dem Slogan "Skinny Bird". Was soll das Ganze?

Die Aktion ist eine Guerilla-Kampagne des britischen Plus-Size-Modelabels Taking Shape. Das Label schickte "Vogelbeobachter" während der London Fashion Week auf die Straße, um "Skinny Birds" ausfindig zu machen. In der Umgangssprache steht das Wort "bird" für junge Frauen - das Modelabel Taking Shape hielt also Ausschau nach schlanken Frauen, als wären sie eine seltene Spezies.

Mit dieser Aktion sollte für Plus-Size-Mode und mehr Vielfalt auf dem Laufsteg der London Fashion Week geworben werden. Sie erntete jedoch Kritik und Hohn: Unter dem Hashtag #skinnybirdwatching finden sich neben den Beiträgen von Taking Shape fast ausschließlich negative Kommentare.

Emma Watson auf Instagram

"Wieso denken die, #skinnybirdwatching sei akzeptabel? Eine Kleidergröße fertig zu machen, um eine andere zu preisen, ist total falsch. Deine Kleidergröße definiert dich nicht", schreibt zum Beispiel Nutzerin @LemonaidLies auf Twitter.

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