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So sehen echte Frauen in Unterwäsche aus


Das Mutter-/Tochter-Duo Elisa Goodkind und Lily Mandelbaum vom Blog StyleLikeU sind bekannt für ihren offensiven Umgang mit dem Thema Körperbewußtsein. Mit einem Unterwäsche-Hersteller haben sie nun wieder eine Foto-Aktion gestartet.
So sehen echte Frauen in Unterwäsche aus
© Triumph

Elisa Goodkind und Lily Mandelbaum sind ein Blogger-Duo der besonderen Art: Sie sind Mutter und Tochter und führen gemeinsam den erfrischend anderen Blog StyleLikeU. Die beiden sind besonders nahbar, echt und bestärken Frauen darin, dass sie schön sind.

Der Hashtag „IamWhatsUnderneath“ (frei übersetzt: Ich bin, was unten drunter ist) wurde von den beiden Bloggerinnen ins Leben gerufen. Unter diesem Arbeitstitel zeigen sie in Clips mit verschiedenen Frauen, dass viele ein Problem damit haben, sich schön zu fühlen.

Sie machen dem weiblichen Geschlecht Mut und zeigen, dass Schönheit das Gesamtbild eines Menschen abbildet und nicht nur aus einer Fassade besteht. Da diese Botschaft nicht besser zum Thema Unterwäsche passen könnte, hat die Lingerie-Marke Triumph das sympathische Duo eingeladen, ein ganz besonderes Lookbook zu shooten.

„StyleLikeU x Triumph Lookbook“

So sehen echte Frauen in Unterwäsche aus
© Triumph

Das Lookbook zeigt das StyleLikeU-Duo auf Selfies und Paar-Fotografien, auf denen sie Teile der Spring/Summer 2016 Amourette 300 und Amourette Spotlight Linie tragen. Wir zeigen euch heute schon die ersten Kampagnen-Bilder und haben uns die Gelegenheit nicht nehmen lassen, diesem inspirierenden Mutter-/Tochter-Duo einige Fragen zu stellen.

1. #IamWhatsUnderneath ist viral gegangen und macht Frauen Mut, sich und ihre Schönheit zu akzeptieren. Hättet ihr vorab wirklich gedacht, dass so viele Frauen ein "Problem" damit haben, sich schön zu finden und so zu akzeptieren wie sie sind?

Als wir mit #IamWhatsUnderneath gestartet haben, hätten wir nicht gedacht, dass so viele Frauen mit ihrem Selbstbild hardern. Ich (Lily) habe nicht damit gerechnet, dass beinahe jede Frau – egal welcher Statur, Größe, Herkunft oder welchen Alters, unter dem Bild, das uns die Medien übermitteln, leidet. Aber es ist natürlich ein schlauer Schachzug der Werbung, Frauen zu verunsichern, um dann letzten Endes noch mehr Profit daraus zu schlagen. Diese Art des Marketings muss sich definitv ändern.

2. Was denkt ihr, müsste konkret in den Medien stattfinden, dass Frauen komplett aufhören, an sich zu zweifeln? Ist das überhaupt möglich, diese Zweifel abzustellen oder liegt es in der Natur des Menschen?

Ich denke, bis zu einem gewissen Grat ist es Teil der menschlichen Natur, an sich zu zweifeln. Nichtsdestotrotz ziehen die Medien, Werbung einen großen Vorteil aus den Unsicherheiten der Frauen, verstärken diese noch, wodurch diese Problematik etwas ausser Kontrolle geraten ist. Es müsste eine Selbstverständlichkeit dafür entwickelt werden, Frauen aller Herkunftsländer, jeder Größe und Beschaffenheit in den Medien zu zeigen, sodass sich unsere Selbstwahrnehmung wieder korrigiert.

3. Dass Schönheit für euch das Gesamtbild und nicht nur die Fassade ist, kommuniziert ihr laut und aufmerksamkeitsstark – aber was haltet ihr von den Kampagnen, die gezielt "normale Frauen" für ihre Kommunikation einsetzen? Denkt ihr nicht, dass dadurch wieder eine andere Schublade geöffnet wird?

In unseren Projekten zeigen wir alle Frauentypen, eben auch Models – wir sehen die Schönheit in allen Frauen und möchten auf keinen Fall die Menschen ausschließen, die besimmten Standards, wie schlank und groß, entsprechen. Die Bildung einer neuen Randgruppe ist nicht das, was wir transportieren möchten. Es ist uns wichtig, zu betonen, dass hinter dieser schönen Fassade ebenfalls ein schöner Mensch steckt, den wir sehen sollten.

4. Was ratet ihr Frauen, die eure Botschaft zwar wahrnehmen und verstehen aber diese einfach nicht für sich umsetzen können?

Selbstliebe ist eine tägliche Aufgabe, kein „Ziel“, dass es irgendwann mal zu erreichen gilt. Also ist es wichtig, dass Frauen sich nicht einschüchtern lassen oder gar denken, es würde diesen einen Weg geben, um sich selbst zu akzeptieren. Wir schlagen vor, dass jeder genau darauf achten sollte, mit welchen Bildern er konfrontiert wird, beispielsweise bei Instagram oder auch in Magazinen. Fühlt ihr euch wirklich gut, wenn ihr diese Fotografien konsumiert oder doch eher schlecht? Wenn ihr euch schlecht dabei fühlt, denkt darüber nach, dem Account zu entfollowen und konkret auf die Suche nach Bilder und Accounts zu gehen, die euch bestärken. Für mich, Lily, war es ausgesprochen hilfreich, Fotos von mir machen zu lassen und mich an meinen Anblick ohne Kleidung zu gewöhnen. Das hat mir sehr dabei geholfen, mich selbst zu akzeptieren. Als ich jung war, habe ich hingegen versucht, mich zu verstecken und Fotos zu meiden. Außerdem hilft es sehr, wenn man sich und seinen Körper gut behandelt. Sport zu machen und gesund zu essen spielen da mit rein. Es ist nämlich schwieriger, sich selbst zu hassen, wenn man sich glücklich und gesund in seinem Körper fühlt.

5. "Dein Style ist deine Story" - so heisst es in eurem Kampagnen-Video. Wie findet man aber bei all den Ablenkungen und den sich ständigen erneuernden Trends da draussen seinen eigenen Style?

Versucht Trends keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken. Versucht stattdessen auf eure innere Stimme zu hören und herauszufinden, ob ein Kleidungsstück euch wirklich anspricht und ihr euch darin ehrlich wohlfühlt. Fokussiert euch auf eure Erfahrungen, Vorstellungskraft, euren Lebensabschnitt, in dem ihr euch gerade befindet, an welche Orte ihr bereits gereist seid... Was ist eure Stärke und wie könnt ihr diese in euren Style einbauen? Hört auf, euch darüber zu sorgen, ob ihr bestimmte Sachen tragen könnt , anderen gefallen zu wollen oder sie gar zu kopieren. So lange ihr versucht, jemand anderes zu sein, werdet ihr auch immer nur Zweitbeste sein. Also, lasst es einfach laufen!

Mehr Infos unter findtheone.triumph.com.

So sehen echte Frauen in Unterwäsche aus
© Triumph
So sehen echte Frauen in Unterwäsche aus
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