Mode-Phänomen: Alle lieben Isabel Marant

Die neue Designer-Kooperation des schwedischen Textilgiganten H&M mit der französischen Designerin Isabel Marant steht in den Startlöchern – und verspricht ein Verkaufshighlight zu werden. Alle lieben die Mode von Isabel Marant, aber warum eigentlich?

Alles begann mit Strickwaren

Mit 9 Jahren fischte Isabel Marant, so heißt es, die alten Pullover ihres Vaters aus dem Müll, um neue Kleidungsstücke daraus zu nähen. Rund 18 Jahre später gründete die Tochter einer deutschen Mutter ihr erstes Modelabel "Twen", damals designte sie noch vornehmlich Strickware und Jerseymode. Nach den ersten Erfolgen benannte sie die Marke nach ihrem Namen um und präsentierte ihre Kollektion bei einem ersten Défilé. Der große Durchbruch kam allerdings erst im Jahr 2000 mit ihrer Zweitlinie "Isabel Marant Etoile". Seit fünf Jahren befindet sich die 46-Jährige auf einem beachtlichen Höhenflug. Boutiquen in Los Angeles, Tokio und Hong Kong wurden eröffnet und Stars wie Schauspielerin Kate Bosworth, Model Miranda Kerr oder Modebloggerin Leandra Medine vergöttern ihren "Neo-Hippie-Stil".

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Der Modeliebling der deutschen Frauen

Allerdings scheinen gerade auch die deutschen Frauen vermehrt auf den Marant’schen Geschmack gekommen zu sein, so avanciert die geschäftstüchtige Modeschöpferin hierzulande langsam aber sicher zur Lieblingsdesignerin der weiblichen Kaufkraft zwischen 20 und 45. Das Geheimnis ihres Erfolgs liegt dabei ganz klar in ihrem einzigartigen Design: eine Mischung aus müheloser (Nach-)Lässigkeit und Rock Chic mit einer gesunden Prise Bohème. Bei Isabel Marant wird "ready to wear" wortwörtlich genommen, ihre Mode ist tragbar, erfrischend zeitlos, erfordert relativ wenig Modemut und gibt der Trägerin dennoch ein herrlich lässig-glamouröses Gefühl. Nicht umsonst sind ihre absoluten Verkaufsschlager unter anderem eine Cabanjacke im Oversized-Look, die 7/8-Lederhosen in Schwarz oder Signalrot und Stiefel mit langen Lederfransen.

Und dann ist da noch Isabel Marant selbst, eine beneidenswert tiefenentspannte Mutter eines Sohnes und Ehefrau von Modedesigner Jérome Dreyfuss. Sie pfeift auf Make-up, raucht Kette, ist stolz auf ihre grauen Strähnchen und gewissermaßen ihre eigene Stil-Ikone – auch wenn sie auf die oft gestellte Frage nach ihrer Inspirationsquelle in Interviews stets mit Simone de Beauvoir und Serge Gainsbourg antwortet. Angebote von großen Investoren schmettert sie stets ab, ihre eigens aufgebaute Firma liegt ihr einfach zu sehr am Herzen.

Im Herzen ein Hippie

Sie "arbeite eben mehr mit dem Herzen als mit dem Portemonnaie" sagte sie mal gegenüber dem deutschen Interview Magazine. Und ja, im Herzen ist die Pariserin zweifelsohne ein Hippie durch und durch, Unabhängigkeit ist ihr das wichtigste Gut. Hier wiederum liegt vermutlich das eigentliche Geheimnis ihres Erfolges: Isabel Marant macht eben Mode für echte Freigeister.

Erhältlich ab 14. November: lsabel Marant pour H&M

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