Stylisch aussehen und Gutes tun: Die BRIGITTE-Kollektion ist da!

Die neue BRIGITTExLANIUS Kollektion zum Bestellen ist da! Wir haben die Designerin Claudia Lanius als Vorreiterin in Sachen nachhaltige Mode zum Interview getroffen

BRIGITTE: Sie sind mit Ihrem Label Vorreiterin in Sachen nachhaltige Mode. Was war damals Ihr Antrieb?

Für dieses Kleid erntet Kate böse Blicke

Lanius: Angefangen hat eigentlich alles mit einem Buch, dass ich mit 24 Jahren gelesen habe: "Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf". Als Textilantin war ich absolut fasziniert von den Fähigkeiten, die dieser robusten Faser innewohnen. Hanf kannte ich damals nur als Abdichtmaterial für Heizungen - und dann war es genau dieses Material, das mich 1994 dazu inspirierte mein erstes Modelabel zu gründen: THC - The Hanf Company. Man könnte sagen, das Modelabel brachte mich unweigerlich auf meinen "nachhaltigen Weg". Ich bin nach Ungarn gereist und habe mit den Bauern gesprochen. Die Geschichte hinter dem Hanf, und auch der politische Hintergrund, dass es von Amerikanern verdrängt wurde mit der Begründung, dass Marihuana süchtig macht, und es deshalb verboten werden sollte. Das alles hat mich getriggert. Die erste Kollektion, die ich damals auf der Interjeans Messe in Köln vorstellte war ein voller Erfolg und hess natur platzierte einen großen Auftrag. Damals gab es noch keine Zertifizierungen, die sich mit Nachhaltigkeit, Ökologie und fairem Handel befassten. Aber hess natur hatte damals schon einen umfassenden Richtlinienkatalog und Nachhaltigkeitsstandard entwickelt, nach dem ich mich von Anbeginn an gerichtet habe. Fünf Jahre später habe ich mich dann mit der Gründung von LANIUS der ganzen Bandbreite nachhaltiger Materialien geöffnet, um eine feminine, vielschichtige Kollektion für Frauen zu entwickeln, die Wert auf gutes Design, Qualität und Nachhaltigkeit legen. Mein Antrieb war es immer, Mode mit gutem Gewissen zu machen. Und ich komme auch heute noch immer wieder an den Punkt, wo es ohne genau diesen Antrieb nicht geht.

Claudia Lanius im Interview. 

Was hat sich seitdem in der Branche und auch im Kaufverhalten der Konsumenten verändert?

Aktuell erleben wir einen großen Aufmerksamkeits-Boost - und das, obwohl nachhaltige Mode immer noch eine Nischenposition innerhalb der gesamten Textilindustrie besetzt. Fair Fashion ist zum gesellschaftspolitischen Interesse geworden - nicht zuletzt ist dieses Interesse durch Tragödien entstanden, wie der Fabrikeinsturz Rana Plaza in Bangladesch, der auf die erschütternden Zustände der Textilarbeiter aufmerksam gemacht hat. Und auch der Klimawandel, und die Verschmutzung der Weltmeere tragen dazu bei, dass die Gesellschaft aufwacht. Nachhaltigkeit ist zum Trend geworden, der sich auf alle Lebensbereiche auswirkt und das ist gut so. Unsere Kundinnen sind sich ihres ökologischen Fußabdrucks bewusst und treffen reflektierte Kaufentscheidungen. 

Auf was legen Sie bei der Produktion Ihrer Kleidung besonders viel Wert?

Es ist ein langer Weg von der ersten Idee bis hin zum endgültigen Produkt. Und es sind sehr viele Menschen an diesem Schaffensprozess beteiligt. Wir legen Wert darauf, dass jeder dieser Menschen von seiner Arbeit gut leben kann, dass die verwendeten Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau oder kontrolliert biologischer Tierhaltung stammen. Wir legen Wert darauf, dass die Produktion der Kleidung nicht zu Lasten unserer Umwelt geht. Das sind die drei maßgeblichen Säulen auf denen unsere nachhaltige Philosophie fußt - Mode zu kreieren, die in Einklang steht mit Mensch, Tier und Umwelt.

Und auf was sollte man verzichten?

Auf Überproduktionen. Auf den Einsatz giftiger Stoffe, um der Kleidung ein bestimmtes Finishing zu verleihen. Auf Subunternehmer, die Aufträge an Produktionsstätten vergeben, die sich nicht an Arbeitsschutz und Mindestlohn-Regelungen halten. Auf Merinowolle, die nicht zu 100% mulesing-free ist. Auf Daunen und auf Echtfell. Es gibt einfach sehr vieles auf das man besser verzichten sollte. Vor allem, da es heute so viele bessere Alternativen gibt.

Welche Empfehlung geben Sie Ihrer Kundin mit auf den Weg?

Ich bin keine Person, die mit dem erhobenen Zeigefinger aufklärt. Ich freue mich immer, wenn ich eine Kundin über unsere modische Aussage und die hohe Qualität der verarbeiteten Materialien erreiche. Online bieten wir umfangreiche Informationen zu all unsere Produktionsstätten. Diese Transparenz wird sehr geschätzt. Häufig freuen sich unsere Kundinnen aber über ganz praktische Tipps, wie: Wollpullover werden gerne gelüftet und müssen gar nicht so häufig gewaschen werden, aufgrund der natürlichen Selbstreinigungskräfte, die das Lanolin (Wollfett) besitzt. Das schont nicht nur den Pullover, sondern auch die Umwelt. Auf unserer Website haben wir auch dazu einen "How to care" Bereich eingerichtet mit vielen sinnvollen und nachhaltigen Tipps.

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit im Alltag?

Nachhaltigkeit im Alltag bedeutet für mich persönlich mir täglich vor Augen zu führen, dass die Ressourcen auf der Welt endlich sind. Und, dass ich mit meinem Handeln einen Teil der Verantwortung dafür trage, diese Welt für alle, die nach mir kommen zu erhalten. Durch diesen Gedankengang treffe ich Alltagsentscheidungen anders - nämlich nachhaltig!

Welches ist Ihr Lieblingsteil in der Capsule Kollektion mit BRIGITTE?

Mein Lieblingsteil aus der BRIGITTExLANIUS Kollektion ist die Hanfhose in der Materialmischung mit Bio-Baumwolle. Die Hose mit dem lässigen Joggpants-Schnitt ist universell tragbar und das Karomuster ist ein prägnantes modisches Merkmal in diesem Frühjahr.

Übrigens: Hier könnt ihr die Kollektion shoppen! 

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