Die schrägsten Looks der Haute-Couture-Schauen

Die Pariser Haute Couture sorgt immer wieder für verwunderte Blicke und ist kaum tragbar. Trotzdem ist sie jedes Mal ein Hingucker.

"Haute Couture" wird schnell zum inflationär genutzten Begriff für alles, was sich die Designer so Verrücktes und Untragbares ausdenken. Aber Vorsicht ist bei dessen Verwendung geboten oder sollten wir besser "Demut" sagen?

Denn wenn man schaut, was sich hinter der lapidar dahergesagten Begrifflichkeit verbirgt, kann man in nur eben jene verfallen. Ehe Mode zu Haute Couture wird, muss sie nämlich einige Kriterien erfüllen: Sie muss einen Design- und Kunstaspekt erfüllen und eben nicht der "Alltagstauglichkeit" gerecht werden.

Während der zweimal im Jahr stattfindenden Haute-Couture-Schauen zeigen nur ausgewählte Modehäuser maßgeschneiderte Roben, in denen unzählige Stunden Handarbeit stecken und die aus edelsten Materialien gefertigt wurden.

Haute Couture Herbst/Winter 2015/16

Jedes Jahr entscheidet die "Chambre Syndicale de la Couture Parisienne" erneut, welche Modemacher ein Teil der exklusiven "Haute Couture" sein dürfen. Modehäuser wie Atelier Versace, Chanel, Christian Dior, Maison Margiela, Fendi und Jean Paul Gaultier zeigen hier Teile der höchsten Schneiderkunst, was die Begrifflichkeit im Übrigen auch direkt übersetzt heisst (Haute Couture = gehobene Schneiderei).

Nichtsdestotrotz kommen für das Auge des Normal-Verbauchers dabei Kreationen zum Vorschein, die ein Stirnrunzeln hervorrufen. Für den Alltag sind die Sachen ja eigentlich auch gar nicht gedacht. Und davon mal abgesehen zum größten Teil auch gar nicht geeignet! Man muss die besonderen Teile eher als wandelnde Kunst zum optionalen Anziehen sehen. Zu den Käufern der Sachen gehören in der Regel reiche Stammkundinnen, die die exquisiten Stücke sammeln. Ein Kleid kann schon mal 200.000 Euro kosten.

Die Modewelt freut sich in Zeiten der Fast Fashion auf jeden Fall sehr über diese besonderen Stücke. Man darf die Werke auch nicht 1:1 auf die Straße übertragen wollen. Sie sind eine Inspiration, die Schauen sind oft aufwendig inszeniert und erzählen Geschichten. Aus dem Gesamtbild lassen sich von Mode-Journalisten Trends ableiten, die dann einige Zeit später in vereinfachter und straßentauglicher Form für uns zu kaufen sein werden. Wir sagen auf jeden Fall: Ein Hoch auf die Haute Couture!

vw

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