Joy Denalane: "Berlin und London inspirieren mich"

Als Sängerin ist Joy Denalane längst eine musikalische Stil-Ikone. Im Interview erzählt sie, welche Mode sie mag - und was sie lieber anderen überlässt.

Joy Denalane im Interview

Seidenbluse: Schumacher, ca. 300 Euro. Schmuck: privat.

Nach unserem Modeshooting haben wir Joy Denalane, Tochter einer Heidelbergerin und eines Südafrikaners, zum Interview gebeten. Die Soul-Sängerin über Mode und Bühnenoutfits.

BRIGITTE: Sieht aus, als hätte es Ihnen Spaß gemacht, unsere Mode vor der Kamera zu zeigen.

Joy Denalane: Fotografiert zu werden fühlt sich für mich nicht unbedingt natürlich an. Aber wenn das Team nett ist... Mir fallen natürlich nicht so viele Posen ein wie Profis. Ich bin da eher ein bisschen holprig.

BRIGITTE: Haben wir denn Ihren Stil getroffen?

Joy Denalane: Das sind alles super Sachen. Wunderschön. Die habe ich alle total gern angezogen. Und sie waren auch nicht so eng, wie das für richtige Models vorgesehen ist. Manche Teile wären mir persönlich aber zu teuer.

BRIGITTE: Shoppen Sie privat anders als für die Bühne?

Joy Denalane: Eigentlich nicht. Es gibt die Tagsüber-Sachen, da bin ich genauso trendy oder untrendy wie andere auch. und es gibt Sachen, die sowieso eher für abends sind, die trage ich dann gern bei meinen Auftritten.

BRIGITTE: Eine Modenschau wie bei Lady Gaga oder Beyoncé gibt es bei Ihnen jedenfalls nicht.

Joy Denalane: Ich bin ja auch eher nicht so der paillettige Typ. Dazu fühle ich mich zu erdig. Etwas zu tragen, nur weil es einen Effekt hat, mag ich nicht. Aber es muss sitzen. Deshalb liebe ich zum Beispiel Hosen...

BRIGITTE: ...wie die rote Hose auf einem unserer Fotos.

Joy Denalane: So eine ähnliche hatte ich neulich bei der Echo-Verleihung an, allerdings in Grün und dazu ein blaues Hemd - genau richtig glamourös und bühnenreif für mich, obwohl es nur eine Hose und ein Hemd waren.

BRIGITTE: Ist das die Entspanntheit der Modestadt Berlin?

Joy Denalane: Die Leute auf der Straße inspirieren mich schon - ihr Einfallsreichtum, Eindrücke und Informationen in eigene Stile umzusetzen. Da fällt mir aber eine andere Stadt ein, die mich noch mehr inspiriert: London

BRIGITTE: Auch sprachlich? Sie hatten Ihr aktuelles Album "Maureen" zuerst in Englisch aufgenommen.

Joy Denalane: Weil das die Muttersprache meiner Musik ist: Blues, Soul, Funk, R'n'B, TripHop, HipHop...

BRIGITTE: Passte Deutsch am Ende doch besser, weil es wie in der aktuellen Single "Nie wieder, nie mehr" um so persönliche Erfahrungen geht wie die - vorübergehende - Trennung von Ihrem Mann Max Herre?

Joy Denalane: Im Gegensatz zur letzten Platte hat es diesmal auf Deutsch funktioniert, Geschichten so abzukürzen, dass sie rund bleiben - in circa dreieinhalb Minuten.

BRIGITTE: Es ist mehr als dreieinhalb Jahre her, dass Sie mit einem neuen Album auf Tournee waren.

Joy Denalane: So ist das Musikerleben: neue Songs schreiben, aufnehmen, noch mal in einer anderen Sprache aufnehmen (lacht), dann die Tournee... Max ist ja auch Musiker, und wir wechseln uns schon wegen unserer beiden Söhne in diesem Rhythmus ab. Das hat zum Glück auch während unserer Trennung geklappt. Und ab Oktober bin ich endlich wieder auf der Bühne zu sehen.

BRIGITTE: Ganz glamourös in Hemd und Hose.

Joy Denalane: Das ist sehr gut möglich.

Interview: Jan Gritz Ein Artikel aus BRIGITTE 17/11
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