Second-Hand-Mode online kaufen

Auf Online-Marktplätzen für Vintage- und Second-Hand-Mode lassen sich echte Schnäppchen machen. Wir haben Franziska Majer, Managing Director der Plattform Videdressing, gefragt, wie man clever Second-Hand-Mode online kauft.

Second-Hand-Mode hat mittlerweile auch im Internet ihren Platz gefunden - immer mehr Online-Shops und -Marktplätze sind dem Verkauf von Mode aus zweiter Hand und besonderen Einzelstücken aus früheren Jahrzehnten - so genannter Vintage-Mode - gewidmet. Wir sprachen mit Franziska Majer, Managing Director des deutschen Videdressing, einer Plattform für Second-Hand-Mode.

Videdressing ist ein internationaler digitaler Marktplatz für Second-Hand-Mode, der in Paris gegründet wurde. Nutzer können Produkte kaufen und verkaufen - zur Community zählen Privatpersonen ebenso wie professionelle Vintage-Shops. Franziska Majer ist Managing Director des deutschen Ablegers von Videdressing, dessen Büro in München liegt.

BRIGITTE: Warum sollte man Second-Hand-Mode kaufen – und warum online?

Franziska Majer: Ich persönlich bin schon als Kind über alle Flohmärkte gelaufen und fand es immer besonders schön, mir Einzelstücke auszusuchen, die ich so nicht im Laden finde oder die so kein Anderer besitzt. Später kamen die Second-Hand-Läden dazu - ich kann mich an keinen Urlaub erinnern, in dem ich nicht in Second-Hand-Shops gestöbert habe. Ich finde, durch Second-Hand-Shops lernt man auch den Stil eines anderen Lands oder einer Stadt kennen. Im Internet kann ich diese Erfahrung, die wir aus Second-Hand-Shops kennen, internationalisieren. Auf Plattformen wie Videdressing kann ich grenzüberschreitend Kleiderschränke aus der ganzen Welt durchstöbern. Frauen aus Paris oder Mailand zum Beispiel haben eine ganz andere Garderobe, weil sie andere Kollektionen in den Boutiquen finden als wir hier in Deutschland. Und auch umgekehrt haben wir viele Designer, die man im Ausland vielleicht nicht bekommt.

BRIGITTE: Was hat sich durch Online-Shops wie Videdressing geändert?

Franziska Majer: Bevor es Webseiten wie die unsere gab, habe ich mich mit Vintage-Mode – insbesondere bei teureren Marken - online etwas schwergetan, weil es mir einfach zu unsicher war. Bei ebay zum Beispiel hat man immer noch viel mit Fälschungen zu kämpfen. Plattformen wie Videdressing, die Echtheitsgarantie und sicheres Einkaufen anbieten, haben das verändert. Mittlerweile gibt es für Vintage-Mode Webseiten, die genau so sind wie bekannte Mode-Online-Shops. Sie bieten den gleichen Service, die gleiche User-Experience und einen ähnlichen Look – aber das alles für Second-Hand-Mode und Einzelstücke. Das zeigt, dass Second-Hand auf dem breiten Markt angekommen und nicht mehr nur eine Nische ist.

"Die internationale Community bietet die besten Preise"

BRIGITTE: Haben Sie Tipps dazu, wie man am besten Vintage-Mode online einkauft?

Franziska Majer: Ich finde, digitale Plattformen machen das Online-Shopping von Vintage-Mode am einfachsten – hier verkaufen Privatpersonen, Jungdesigner, Blogger, Second-Hand-Läden ihre Produkte gesammelt an einem Platz. Und die Preise reichen von sehr günstig bis zu Luxusware – von Zara bis zu Chanel. Wenn man ein ganz bestimmtes Produkt sucht, habe ich einen Tipp: Es lohnt sich, die Filterfunktion der Webseiten zu nutzen, weil einen sonst die Masse an Produkten erschlägt. Außerdem kann ich persönlich nur empfehlen, auch selbst gebrauchte Sachen zu verkaufen. Ich mache es so, dass ich mir auf unserer Plattform nur dann ein neues Teil kaufe, wenn ich vorher etwas verkauft habe.

BRIGITTE: Das ist ja auch sehr nachhaltig, oder? Ein Kreislauf der Mode, könnte man sagen.

Franziska Majer: Ja, genau. Mir geht es öfters so, dass ich ewig lang von einer bestimmten Tasche träume. Wenn ich sie dann aber gekauft habe, merke ich, dass sie doch nicht meine neue Lieblingstasche wird. Dann bin ich radikal, wenn ich etwas nicht oft genug trage oder benutze, dann wird es wieder verkauft.

BRIGITTE: Und wie mache ich die besten Schnäppchen?

Franziska Majer: Auf internationalen Webseiten mit Privatverkäufern aus verschiedenen Ländern lassen sich echte Schnäppchen machen. Französische Webseiten wie wir haben viele französische Brands im Angebot – und diese sind günstiger als zum Beispiel in US-amerikanischen Shops. Das liegt daran, dass man heimische Marken in den jeweiligen Ländern günstiger beziehen kann und dadurch sind dann auch die Preise von Vintage-Stücken günstiger. In Frankreich gibt es vielleicht einmal einen Sample-Sale von Hermès. Oder in Italien, wo es Outlets von Marken wie Prada gibt, werden vielleicht Stücke aus Outlets günstig weiterverkauft. Man sollte also gezielt nach Verkäufern aus den Herkunftsländern der gesuchten Marken filtern. Die Community bietet die besten Preise. Ein weiterer Tipp: Handeln Sie! Ich handle auf Videdressing immer ein bisschen mit den Verkäufern – man kann ja über die Kommentarfunktion mit jedem Verkäufer Kontakt aufnehmen - und ich lasse auch mit mir handeln, wenn ich verkaufe. Da ist es online wie damals auf dem Flohmarkt. Am Handeln finde ich auch schön, dass man sich mit den anderen Nutzern austauscht und dass Online-Shopping dadurch etwas Persönliches bekommt.

Second-Hand-Mode aus dem Angebot von Videdressing

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