Salvatore Ferragamo

Das Lebenswerk des Schuhherstellers im Überblick.

Zitat: "Schönheit kennt keine Grenzen, es gibt keinen Sättigungspunkt des Designs, und die Menge der Materialien, mit denen ein Schuhmacher seine Geschöpfe verschönern kann, ist unendlich."

Look: Sexy und bequem: 1936 erfand er den Keilabsatz. Und um für mehr Halt zu sorgen, verstärkte er seine Damensandaletten mit einer Stahlfeder. Die Feder erlaubte es, zehenfreie Schuhe mit hohen Absätzen zu kreieren. Für Audrey Hephurn kreierte Ferragamo den legendären flachen Ballerina. Außerdem experimentierte er mit Materialien wie Brokat, Sesselbezügen, Kolibrifedern und Baumrinde (siehe Zitat). Im Zweiten Weltkrieg verwendete er Kork oder Raffia anstelle von Leder. Von Ferragamo stammen auch die ersten „unsichtbaren“ Sandalen mit Nylon-Riemen (1947).

Durchbruch: Den ganz großen Durchbruch erlangten er mit der Erfindung der Wedges (Keilabsatzschuhen) in den Dreißigern. Diese erlebten Ende der 70er-Jahre ein fulminantes Comeback.

Bestseller: Der flache Ballerina, die Wedges aus Kork und Damensandaletten - in allen erdenklichen Farben und Formen.

Muse: Audrey Hepburn – für den Filmstar erfand der Schuhmacher eigens den flachen Ballerina-Schuh.

Fans: Marilyn Monroe, Marlene Dietrich, Audrey Hepburn, Isabelle Huppert, Catherine Zeta-Jones und Greta Garbo.

Markenzeichen: Ferragamo selbst gab sich unauffällig elegant - in schwarzer Krawatte und anthrazitfarbenem Schurwoll-Anzug.

Laster: Wie eigentlich alle Genies war auch Ferragamo besessen von seiner Arbeit. Er war ein echter Workaholic.

Hut ab! Hoch, höher am höchsten: Dank der Anatomie-Kenntnisse des Schuhexperten ist es uns heute möglich, auch auf Elf-Zentimeterabsätzen festen Boden unter den Füßen zu wahren.

Salvatore Ferragamo in Zahlen:

Im Alter von 9 Jahren kreiert er sein erstes Paar Schuhe für seine Schwester.

1955 machte er durch die Erfindung des stahlverstärkten Stiletto-Absatzes von sich reden.

Er und seine Frau Wanda bekamen 6 Kinder, die den Familienbetrieb weiterführen.

Zwei Jahre nach seiner Erfindung hatten 3/4 aller Damenschuhe in den USA einen Keilabsatz.

Die Pumps für Marilyn Monroe hatten 11 Zentimeter hohe Absätze.

Er war das elfte von 14 Kindern.

Greta Garbo ließ sich gleich 70 Paar des gleichen Ferragamo-Modells in unterschiedlichen Farben fertigen.

In den 1950ern beschäftigte er 700 Experten, die täglich 350 Paar Schuhe fertigten.

Als Ferragamo 1960 starb, hinterließ er 350 Patente und fast 10.000 verschiedene Schuhmodelle.

Vita: Salvatore Ferragamo kam 1898 in Bonito, in der Nähe von Neapel, zur Welt. Schon früh entwickelte er eine Liebe zu Schuhen. Nach seiner Lehre eröffnete er bereits als 13-jähriger in Bonito seine erste Schuhmacherwerkstatt. Mit 16 Jahren ging er in die USA, und kam als armer Einwanderer nach Los Angeles, um dort eine kleine Werkstatt zu eröffnen. Schnell wurde die American Film Company auf den talentierten Schuhmacher aufmerksam und buchte ihn regelmäßig als Ausstatter. Schon bald erschienen Stars wie Mary Pickford und Greta Garbo persönlich in seiner Werkstatt, um bei ihm maßangefertigte Schuhe zu bestellen. Das Besondere an seinen Schuhen war, dass sie ebenso extravagant wie bequem waren. Ferragamo war bestrebt, den perfekten Schuh zu kreieren und besuchte nebenbei Anatomie-Vorlesungen an der Universität von Los Angeles. Sein neu erlangtes Wissen brachte ihn auf die Idee, Stahlfedern in den Schuh zu integrieren - diese dienten zur Unterstützung des Bogens zwischen Sohle und Absatz. 1927 kehrte er nach Italien zurück und gründete in Florenz eine Manufaktur mit etwa 100 Schustern. 1938 erwarb er das Palazzo Spini, um dort den Großteil seiner insgesamt knapp 10.000 Schuhmodelle zu entwerfen. 1960 verstarb der gefeierte Schuhmacher 62-jährig in Florenz. Seiner Frau Wanda ist es gelungen, zusammen mit ihren sechs Kindern aus der exklusiven Schuhmanufaktur ein Modeimperium aufzubauen. Der Familienbetrieb zählt heute zum viertgrößten Luxuskonzern Italiens. Inzwischen gibt es Ferragamo von Kopf bis Fuß: Neben Schuhen vertreibt das Unternehmen ebenso erfolgreiche Accessoire-Linien und Haute Couture-Mode. Und noch immer stolzieren die Hollywoodstars in Ferragamo-Schuhen über den roten Teppich.

Fotoshow: Salvatore Ferragamo

Text: Lesley Sevriens Foto: PR

Wer hier schreibt:

Lesley Sevriens
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