Endlich weniger Gift! Greenpeace lobt H&M, Mango, Primark und Zara

Greenpeace kämpft mit dem Programm "Detox Catwalk" für giftfreie Mode – und konnte jetzt zum ersten Mal erfreuliche Ergebnisse veröffentlichen.

Niemand will giftige Mode kaufen - nur leider sehen wir den Kleidungsstücken nicht an, ob sie Giftstoffe enthalten oder nicht.

Gut, dass Greenpeace seit 2011 dafür kämpft, dass Modeunternehmen umwelt- und menschenfreundlicher produzieren. Mit der Kampagne "Detox Catwalk" will die Umweltorganisation erreichen, dass bis 2020 nur noch giftfreie Mode in die Läden kommt. 18 Modeunternehmen haben sich zu dem Programm verpflichtet. "Die Firmen verpflichten sich damit, bis zum 1. Januar 2020 keine gefährlichen Chemikalien in ihrer weltweiten Lieferkette und ihren Produkten zu verwenden oder freizusetzen", schreibt Greenpeace auf der Kampagnen-Website.

Jetzt hat Greenpeace den Chemikalieneinsatz großer Modeunternehmen neu untersucht und erste Fortschritte ausmachen können:

"Zauberjacke" heizt euch bei Kälte ein!

Vorbildlich: Die Detox-Trendsetter

Adidas, Benetton, Burberry, Esprit, H&M, Inditex (zu dem auch Zara gehört), C&A, Primark, Mango, Limited Brands, Uniqlo, G-Star, Puma, MS, Valentino, Fast Retailing und Levi's hat Greenpeace als "Detox-Trendsetter" beurteilt. Diese Unternehmen haben sich zu Detox verpflichtet und bereits positive Ergebnisse erzielt.

Über H&M schreibt Greenpeace: "H&M hat bewiesen, dass seine Verpflichtung nicht nur eine kurze Modeerscheinung war, indem es als erste Marke die gefährlichen PFC aus seinen Produkten verbannt hat. Der schwedische Modegigant untersagt außerdem die Verwendung von AP/APEO und Weichmachern bei der Herstellung."

Zu C&A heißt es: "Das Unternehmen zeigt alle Anzeichen eines Detox-Pioniers bei der Beseitigung gefährlicher Chemikalien". Und auch für Primark findet Greenpeace lobende Worte: "Der irische Modeeinzelhändler setzt sein Verbot von vorrangig gefährlichen Chemikalien durch und hat versprochen, bis Dezember 2015 alle PFC zu verbannen."

Unverbesserlich: Die Detox-Schlusslichter

Negativ beurteilt hat Greenpeace vor allem Luxusmodemarken: Giorgio Armani, Diesel, Bestseller (zu dem Only und Vero Moda gehören), Gap, Versace, Hermès, Dolce & Gabbana, Louis Vuitton und Dior.

Über die Unternehmen schreibt Greenpeace: "Der Greenpeace-Bericht von 2014 zu Luxusbekleidung für Kinder hat gezeigt, dass Produkte von Louis Vuitton, Marc Jacobs und Dior gefährliche Chemikalien enthielten. LVMH/Christian Dior hat bisher keinerlei glaubwürdige Maßnahmen zur Offenlegung seiner giftigen Lieferkette ergriffen und keine glaubwürdige individuelle Detox-Verpflichtung abgegeben." Ähnliches gilt für die anderen genannten Luxusunternehmen.

Wieso sind diese Unternehmen nicht bereit, ihre Mode frei von Giftstoffen zu produzieren? Gehen sie davon aus, dass sich ihre Kunden mehr für einen renommierten Namen als für giftfreie Kleidung interessieren?

Hier erfahrt ihr mehr über die Kampagne "Detox Catwalk", über die beurteilten Unternehmen – und darüber, wie ihr die Aktion unterstützen könnt.

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