Ärger wegen Magermodel

Das amerikanische Modelabel Urban Outfitters zeigt in seinem Online-Shop ein klapperdürres Magermodel in Unterwäsche - und handelt sich damit Ärger ein.

Magermodel mit Thigh Gap

Kennen Sie auch schon die berühmte Thigh Gap? Das neue vermeintliche Schönheitsideal beschreibt eine gut sichtbare Lücke zwischen den Oberschenkeln, die auch bei geschlossenen Beinen möglichst deutlich erkennbar sein sollte. Ein fragwürdiger Trend, der im vergangenen Jahr bereits dem Dessouslabel "Victoria's Secret" mit seiner Kampagne The Perfect Body mächtig Ärger einhandelte.

Nun hat es "Urban Outfitters" erwischt. Im Online-Shop bewirbt die US-amerikanische Bekleidungskette einen Slip mit einem offensichtlich stark untergewichtigen Magermodel und wurde dafür von der "Advertising Standards Authority" (ASA) kritisiert. Die ASA - eine britische Organisation, die sich als Kontrollorgan der Werbeindustrie versteht - forderte Urban Outfitters auf, das Foto unverzüglich aus dem Online-Shop zu entfernen, da es "unverantwortlich und gefährlich" sei und Magersucht verharmlose. Urban Outfitters bestreitet die Vorwürfe. Das Model habe einen Taillenumfang von knapp 60 Zentimetern und damit "gewöhnliche" Modelmaße. Außerdem sei es von Natur aus sehr dünn.

Dennoch scheint das Unternehmen das Foto mittlerweile ausgetauscht zu haben. Auf dem aktuellen Bild (siehe oben) ist zwar immer noch dasselbe Model zu sehen, allerdings nun aus einer etwas anderen Perspektive als auf dem Ursprungsfoto. Dass die Wogen damit geglättet sind, ist allerdings zu bezweifeln.

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