Yves Saint Laurent

Das Lebenswerk des Modegenies im Überblick.

Zitat: "Das schönste Kleidungsstück für eine Frau sind die Arme des Mannes, den sie liebt. Für die, die dieses Glück nicht haben, bin ich da."

Look: Er entwickelte den Smoking für Frauen. Damit schuf er einen androgynen Frauentyp und verlieh der Damenwelt ein Gefühl von Macht. Außerdem entwarf er das Hemdblusenkleid, die Caban-Jacke, den Trenchcoat, den Safari-Stil und die berühmten Mondrian-Kleider.

Durchbruch: Bereits seine erste Dior-Kollektion, die «Ligne Trapéze» wurde ein überwältigender, weltweiter Erfolg. Der endgültige internationale Durchbruch gelang ihm 1963 mit der so genannten "Op-Art-Mode".

Bestseller: Damensmokings, Trenchcoats, geometrisch gemusterte Kostüme im Stil von Piet Mondrian.

Musen: Loulou de La Falaise, Laetitia Casta, Betty Catroux und Catherine Deneuve.

Fans: Naomi Campbell, Jerry Hall, Carla Bruni.

Markenzeichen: Blonde, wellige Haare zur charismatischen dunklen Hornbrille.

Laster: Privat war das Modegenie ein scheuer, weltabgewandter und von Ängsten geprägter Charakter, der Medikamente und Drogen nahm und immer wieder unter schrecklicher Einsamkeit litt.

Hut ab! Mit seinen provokativen und visionären Entwürfe hat Laurent die Garderobe der Frau revolutioniert und ihr zu einem neuen Selbstbewusstsein verholfen.

Yves Saint Laurent in Zahlen:

Im Alter von 11 Jahren fertigte Yves bereits Skizzen und Entwürfe für die Bühne an.

Mit 17 kam Laurent nach Paris und fing eine Ausbildung zum Mode- und Bühnenzeichner an.

Als 21-Jähriger wurde Laurent zum Art Director von Christian Dior benannt.

1988 drohte er der französischen Vogue mit der Stornierung von Werbeanzeigen, weil sie sich weigerte, Naomi Campbell auf das Cover zu setzen.

Für knapp 600.000.000 US-Dollar wurde das Haus 1993 an einen Pharmakonzern verkauft. Inzwischen gehört es zur Gucci-Gruppe (PPR).

Pinault-Printemps-Redoute (PPR) beschäftigte im Jahr 2005 mehr als 84.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2006 einen Umsatz von knapp 18 Milliarden Euro.

Im Jahr 2005 arbeiteten 900 Angestellte für Yves Saint Laurent und erzielten einen Umsatz von 162 Millionen Euro.

Am 7. Januar 2002 zog Yves Saint Laurent sich aus dem Modegeschäft zurück.

2008 verstarb das Modegenie im Alter von 71 Jahren.

Vita: Yves Henri Donat Mathieu-Saint-Laurent wurde 1936 in Oran geboren, in der damaligen französischen Kolonie Algerien. 1953 erhielt er für ein Cocktailkleid den 1. Preis des "Internationalen Wollsekretariats" - einer seiner Mitbewerber damals war Karl Lagerfeld. 1954 ging er nach Paris und wurde noch im selben Jahr Assistent von Christian Dior. Nur drei Jahre später, nach dem Tod des Meisters, übernahm er dessen Nachfolge. 1960 musste er für kurze Zeit Wehrdienst ableisten, erlitt jedoch mehrere Nervenzusammenbrüche und wurde nur wenige Wochen später aus der Armee entlassen. 1962 eröffnete er mit seinem Partner Pierre Bergé ein eigenes Modehaus. 1966 brachte er mit "Rive Gauche" als erster Haute-Couturier Prêt-à-Porter-Mode auf den Markt. 1971 posierte er nackt - lediglich mit seiner Hornbrille auf der Nase - für seinen Duft L’Homme Yves Saint Laurent. Im Jahr 1985 erhielt er die höchste Auszeichnung der Modewelt, den "Oscar de la mode", für sein Gesamtwerk. 1999 übernahm Gucci, eine Tochter des Luxuskonzerns PPR, die Marke YSL. Die Haute Couture jedoch blieb bis zu Saint Laurents Rückzug im Jahr 2002 in dessen Hand. Im Alter von 71 Jahren, am 1. Juni 2008, verstarb der Modeschöpfer an einem Hirntumor in Paris. "Chanel schenkte den Frauen die Freiheit, und Saint Laurent gab ihnen Macht", huldigte Pierre Bergé, langjähriger Freund und Partner des Modeschöpfers, das Genie. Heute zeigt sich Stefano Pilati für das Design von YSL verantwortlich.

Yves Saint Laurent

Text: Lesley Sevriens Foto: Getty Images

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Lesley Sevriens
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