Veganes Leder: 7 Alternativen zu tierischem Leder

Echtes Leder steht aus verschiedenen Gründen immer häufiger in der Kritik. Wir stellen verschiedene Materialien als Alternative vor. 

Dir gefällt zwar die Optik von Leder, doch du möchtest auf das tierische Produkt verzichten? Mittlerweile gibt es verschiedene Alternativen zu Leder. Wir stellen dir 7 Optionen vor.

Penélope Cruz trägt ein Traum in weiß 

Das ist Leder – ein Überblick

Leder besteht aus Tierhaut, die gegerbt, also mit Gerbstoffen konserviert, wurde. Mit der Gerbung wird die Haut bzw. das Leder weich und bleibt damit auch weich. Ohne Gerbstoffe würde das Leder hart und hornartig werden. Zudem wird es Temperaturbeständiger, sodass es nicht schrumpft. 

Leder wird häufig in der Mode, von der Handtasche bis zu den Schuhen, aber auch für Autositze oder Möbel verwendet. Leder und seine Herstellung stehen jedoch immer häufiger in der Kritik, unter anderem wegen Ressourcenverschwendung, schlechten Bedingungen in der Tierhaltung sowie schlechten Arbeitsbedingungen in den Gerbereien. Das sind mehr als genug gute Gründe sich nach Alternativen umzusehen. Wir stellen dir die bisher bekanntesten Lederalternativen vor.

Das ist veganes Leder

Nice to know: Das "RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung" legt in einer Bezeichnungsvorschrift fest, dass lederähnliche Materialien nicht "Leder" heißen dürfen, um Irreführung für den Käufer auszuschließen. Welchen Begriff man auch immer benutzt, es gibt bereits gute Alternativen zu Echtem Leder – von Kunstleder bis zum Blattleder.

Diese guten Alternativen zu Leder gibt es

Ananasleder

Die aus Spanien stammende Dr. Carmen Hijosa hat ein Material entwickelt, das aus den Fasern von Ananasblättern hergestellt wird. Das Material ist leicht, atmungsaktiv, nachgiebig und strapazierfähig. Es wird bereits für Schuhe, Taschen und Kleidung verwendet. Der große Vorteil: Die Ananasblätter sind ein Nebenprodukt, einer bereits existierenden Landwirtschaft – und würden sonst wohl einfach auf dem Müll landen. 

Apfelleder

Ähnlich wie bei Ananasleder, werden auch beim sogenannten Apfelleder Abfallreste aus der Produktion verwendet – in dem Fall eben Äpfel. Die italienische Firma Frumat hat das sogenannte "Appleskin" entwickelt, das zur einen Hälfte aus pulverisierten Apfelresten und zur anderen Hälfte aus Polyurethane (PU) besteht. Der Kunststoffanteil wird für die Stabilität benötigt. Mit dem Apfelleder werden bereits Schuhe, Taschen und Möbel hergestellt. 

Eukalyptusblätter

Die Eukalyptusfaser wird aus den Eukalyptusblättern gewonnen. Die Faser ist besonders fest, langlebig, strapazierfähig und weich. Mit Polyester gemischt werden daraus Gürtel und Taschen. 

Kork

Kork kennen viele vor allem als Bodenbelag, jetzt startet Kork noch als Lederersatz durch! Reißfest, formbeständig und dennoch weich und biologisch abbaubar – diese vorteilhaften Eigenschaften kann sich das Korkleder auf die Fahnen schreiben. Zudem ist die immer wieder nachwachsende Korkrinde äußerst nachhaltig. 

Kunstleder

Beim Namen vermutet man es gleich: Das Kunstleder enthält entsprechend Kunststoffe wie bspw. Polyvinylchlorid (PVC) oder Polyurethane (PU). Genau wie echtes Leder wird es für Mode, Möbel, etc. verwendet. Es ist sehr robust, witterungsbeständig und leicht zu reinigen. Der große Nachteil: Wer auf eine umweltfreundliche und gesunde Alternative hofft, wird hier enttäuscht – denn in Kunststoffen steckt auch Erdöl. Die Kunststoffe sind nicht biologisch abbaubar und können Weichmacher enthalten.  

Teakblätter

Teak kennen wir vor allem von Möbeln, edle Tische und Boards im eleganten Design. Die Teakblätter des Teakbaumes sind groß und robust, doch bevor sie zu einer Tasche oder Ähnlichem werden, müssen sie erst mit Wachs versiegelt und auf ein Baumwollgewebe gepresst werden. Das Material ist wasserabweisend, robust und langlebig. Und nicht zu vergessen: es sieht chic aus und jedes Stück ist ein Unikat!

Weinleder

Das sogenannte Weinleder wird aus dem Trester, Haut, Stiele und Samen der Weintrauben aus der Weinproduktion, hergestellt. Entwickelt hat es der Italiener Gianpiero Tessitore mit dem Wirtschaftschemiker Francesco Merlino – drei Jahre hat die Forschung gedauert, bis sie das passende Material hatten.

Die Lederalternative braucht keine synthetischen Zusätze und verbraucht wenig Energie und Wasser bei der Herstellung – und sieht auch noch gut aus!

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