Coronavirus: Italien riegelt immer mehr Orte ab

In der Lombardei und in Venetien stehen etwa ein Dutzend Ortschaften mit zusammen etwa 50.000 Einwohnern faktisch unter Quarantäne - im Video seht ihr, welche Auswirkungen der Kampf gegen das Coronavirus haben.

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Menschen sucht man zurzeit in den Straßen von San Fiorino vergebens. Hunderte haben sich seit Freitag in Italien mit dem Coronavirus angesteckt, mehrere Tote sind bislang bestätigt. Im wirtschaftlich besonders wichtigen Norden des Landes sind deswegen ganze Ortschaften abgeriegelt. Zehntausende stehen unter Quarantäne, wie der Grundschullehrer Marzio Toniolo. "Die Behörden haben uns empfohlen, den Kontakt mit anderen Menschen zu meiden. Wir wissen, dass wir uns möglicherweise mit dem Coronavirus angesteckt haben. Wir warten darauf, dass diese Tage Tag für Tag vorübergehen. Wenn die Symptome auftreten, wissen wir, was wir tun müssen, in der Hoffnung, dass die Notrufnummern frei sind, denn nach dem, was ich weiß, ist es wirklich schwierig, mit dem Gesundheitspersonal Kontakt aufzunehmen." In den betroffenen Regionen wurden Schulen und Universitäten geschlossen. Der Karneval in Venedig und Sportveranstaltungen wurden abgesagt. In manchen Städten wie hier in Mailand haben sich die Menschen aus Angst von Lieferengpässen mit Lebensmitteln eingedeckt, so dass die Regale in vielen Supermärkten leer waren. Ein Team der Weltgesundheitsorganisation will sich am Dienstag vor Ort einen Eindruck machen. Die WHO teilte mit, der Corona-Ausbruch bleibe ein internationaler Notfall. Die Europäische Union will 230 Millionen Euro für den Kampf gegen das Virus aufbringen.

heh / Brigitte
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